Halloween 2026: auf welchen Tag es fällt und warum das zählt
Halloween 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober, das erste Halloween an einem Samstag seit 2020. In neun Bundesländern ist dieser 31. Oktober zugleich der Reformationstag und damit gesetzlicher Feiertag, der 2026 allerdings auf ein Wochenende fällt. Allerheiligen am 1. November, Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und im Saarland, ist ein Sonntag. Die Zeitumstellung war eine Woche zuvor, am 25. Oktober. Quellen: NRF, Britannica, History.com, Snopes.
Der Kontext
Halloween 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober. Das Datum selbst verschiebt sich nie, weil Halloween am Vorabend von Allerheiligen liegt, der Wochentag aber schon, und dieses Jahr erwischt es den besten verfügbaren. Es ist das erste Halloween an einem Samstag seit 2020: Party und Süßes-oder-Saures finden am Abend selbst statt statt am nächstgelegenen Wochenende, und niemand muss am Morgen danach zur Schule oder zur Arbeit.
In Deutschland trifft dieser Termin auf einen doppelt belegten Kalender. Der 31. Oktober ist als Reformationstag gesetzlicher Feiertag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, fällt 2026 aber auf einen Samstag und bringt damit keinen freien Werktag. Allerheiligen am 1. November ist Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland und liegt 2026 auf einem Sonntag. Dazu kommt die Zeit: Die Sommerzeit endet in der EU schon am Sonntag, dem 25. Oktober, während die USA und Kanada erst am 1. November umstellen, sodass der Abstand zwischen Berlin und New York in dieser Woche fünf statt sechs Stunden beträgt.
Die Geschichte ist älter und weniger amerikanisch, als die moderne Form vermuten lässt. Halloween stammt von Samhain, dem irisch-schottischen Keltenfest zum Ende der Ernte und zum Beginn des Winters, in dessen Nacht die Grenze zwischen Lebenden und Toten als dünn galt. Als die Kirche im 8. Jahrhundert Allerheiligen auf den 1. November legte, wurde der Vorabend zu All Hallows’ Eve und daraus Halloween. Irische und schottische Auswanderer brachten Souling und Guising nach Nordamerika, woraus Süßes oder Saures wurde, und die geschnitzte Rübenlaterne, aus der der Kürbis wurde.
In Deutschland selbst ist das Fest eine späte Einfuhr. Den Anstoß gab der Golfkrieg 1991: Weil Karnevalssitzungen und Umzüge abgesagt wurden, blieb die Kostüm- und Spielwarenbranche auf ihrer Ware sitzen und suchte anschließend gezielt einen zweiten Verkleidungstermin im Jahr. Durchgesetzt hat sich Halloween dann Ende der 1990er-Jahre. Halloween ist hier bis heute eher eine städtische Verkleidungsparty und ein Handelsdatum als ein Familienbrauch, und es konkurriert mit zwei Gedenktagen, die am selben Datum etwas ganz anderes bedeuten. In Mexiko wiederum ist der Día de Muertos am 1. und 2. November eine eigenständige Tradition und ausdrücklich kein mexikanisches Halloween.
Beim Geld lohnt Vorsicht mit den kursierenden Zahlen. Die letzte tatsächlich veröffentlichte Summe der National Retail Federation ist der Rekord von 13,1 Milliarden Dollar, die 2025 in den USA ausgegeben wurden. Die Umfrage für 2026 erscheint Ende September, jede früher genannte Jahreszahl ist also eine Schätzung. Was die Trenddaten hergeben: Dekoration ist seit mehreren Jahren die am schnellsten wachsende Kategorie. Quellen: NRF, Britannica, History.com, Library of Congress, MLB, Snopes.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Jahrzehntelange Überprüfungen durch Volkskundler und Polizei haben nie einen bestätigten Fall ergeben, in dem ein Fremder Halloween-Süßigkeiten vergiftet hätte. Die hartnäckigste Großstadtlegende des Fests. (Snopes)
Der Soziologe Joel Best zählte seit 1959 rund 80 Meldungen über scharfe Gegenstände: Fast alle waren Falschmeldungen, etwa zehn führten überhaupt zu einer leichten Verletzung. (Joel Best, Snopes)
Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag, das erste Halloween an einem Samstag seit 2020. Gute Nachricht für alle, die ungern dienstags feiern.
Nur in neun Bundesländern, als Reformationstag. In Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und im Saarland ist stattdessen Allerheiligen am 1. November frei. (Landesrecht der Bundesländer)
Es waren Rüben und Rote Beten, geschnitzt in Irland und Schottland. Der Kürbis ist ein amerikanisches Upgrade, größer und deutlich messerfreundlicher. (History.com)
Das Fest ist irisch-schottischen Ursprungs, über Samhain und den Vorabend von Allerheiligen. Erfunden hat Amerika die kommerzielle Version, und die dann zurückexportiert. (Britannica)
Noch nicht. Der Rekord von 13,1 Milliarden Dollar aus 2025 ist die aktuellste veröffentlichte Zahl, die Umfrage für 2026 kommt Ende September. (NRF)
Spiel 1 ist am 23. Oktober, eine volle Serie über sieben Spiele endet am 31. Oktober. Ob sie so weit kommt, steht auf einem anderen Blatt. (MLB)