Halloween 2026: auf welchen Tag es fällt und warum das zählt
Halloween 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober, das erste Halloween an einem Samstag seit 2020. In neun Bundesländern ist dieser 31. Oktober zugleich der Reformationstag und damit gesetzlicher Feiertag, der 2026 allerdings auf ein Wochenende fällt. Allerheiligen am 1. November ist ein Sonntag, die Zeitumstellung war am 25. Oktober. Der Handelsverband HDE rechnet mit 537 Millionen Euro Halloween-Umsatz in Deutschland (plus 3,3 Prozent), die US-Händler mit einem Rekord von 13,5 Milliarden Dollar. Quellen: HDE, NRF, MLB, Britannica, Snopes.
Der Kontext
Halloween 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober. Das Datum selbst verschiebt sich nie, weil Halloween am Vorabend von Allerheiligen liegt, der Wochentag aber schon, und dieses Jahr erwischt es den besten verfügbaren. Es ist das erste Halloween an einem Samstag seit 2020, das nächste kommt erst 2037: Party und Süßes-oder-Saures finden am Abend selbst statt statt am nächstgelegenen Wochenende, und niemand muss am Morgen danach zur Schule oder zur Arbeit.
In Deutschland trifft dieser Termin auf einen doppelt belegten Kalender. Der 31. Oktober ist als Reformationstag gesetzlicher Feiertag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, fällt 2026 aber auf einen Samstag und bringt damit keinen freien Werktag. Allerheiligen am 1. November ist Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland und liegt 2026 auf einem Sonntag. Dazu kommt die Zeit: Die Sommerzeit endete in der EU schon am Sonntag, dem 25. Oktober, während die USA und Kanada erst am 1. November umstellen, sodass der Abstand zwischen Berlin und New York in dieser Woche fünf statt sechs Stunden beträgt.
Wirtschaftlich bleibt Halloween hierzulande ein Nischengeschäft mit leichtem Aufwind. Der HDE erwartet 537 Millionen Euro Umsatz, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr, obwohl der Anteil der Käufer leicht auf 14,9 Prozent sinkt: Dekoration, Lebensmittel und Getränke legen zu, Süßigkeiten und Schminke verlieren. In den USA rechnet die National Retail Federation mit einem Rekord von 13,5 Milliarden Dollar, 115,14 Dollar pro Kopf, wobei die Hexe das beliebteste Erwachsenenkostüm bleibt und Spider-Man das der Kinder. Wer Grusel sucht, hat im Europa-Park bis 1. November Halloween-Saison und mit Traumatica bis 7. November den Abend-Horror. Und falls die World Series zwischen den Rays und den Brewers ein siebtes Spiel braucht, findet es in der Halloween-Nacht in Milwaukee statt.
Die Geschichte ist älter und weniger amerikanisch, als die moderne Form vermuten lässt. Halloween stammt von Samhain, dem irisch-schottischen Keltenfest zum Ende der Ernte und zum Beginn des Winters, in dessen Nacht die Grenze zwischen Lebenden und Toten als dünn galt. Als die Kirche im 8. Jahrhundert Allerheiligen auf den 1. November legte, wurde der Vorabend zu All Hallows’ Eve und daraus Halloween. Irische und schottische Auswanderer brachten Souling und Guising nach Nordamerika, woraus Süßes oder Saures wurde, und die geschnitzte Rübenlaterne, aus der der Kürbis wurde.
In Deutschland selbst ist das Fest eine späte Einfuhr. Den Anstoß gab der Golfkrieg 1991: Weil Karnevalssitzungen und Umzüge abgesagt wurden, blieb die Kostüm- und Spielwarenbranche auf ihrer Ware sitzen und suchte anschließend gezielt einen zweiten Verkleidungstermin im Jahr. Durchgesetzt hat sich Halloween dann Ende der 1990er-Jahre. Halloween ist hier bis heute eher eine städtische Verkleidungsparty und ein Handelsdatum als ein Familienbrauch, und es konkurriert mit zwei Gedenktagen, die am selben Datum etwas ganz anderes bedeuten. In Mexiko wiederum ist der Día de Muertos am 1. und 2. November eine eigenständige Tradition und ausdrücklich kein mexikanisches Halloween. Quellen: HDE, NRF, MLB, Europa-Park, Google Frightgeist via FOX, Old Farmer’s Almanac, Britannica, History.com, Library of Congress, Snopes.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Jahrzehntelange Überprüfungen durch Volkskundler und Polizei haben nie einen bestätigten Fall ergeben, in dem ein Fremder Halloween-Süßigkeiten vergiftet hätte. Die hartnäckigste Großstadtlegende des Fests. (Snopes)
Der Soziologe Joel Best zählte seit 1959 rund 80 Meldungen über scharfe Gegenstände: Fast alle waren Falschmeldungen, etwa zehn führten überhaupt zu einer leichten Verletzung. (Joel Best, Snopes)
Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag, das erste Halloween an einem Samstag seit 2020 und das letzte bis 2037. (Britannica)
Nur in neun Bundesländern, als Reformationstag. In Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und im Saarland ist stattdessen Allerheiligen am 1. November frei. (Landesrecht der Bundesländer)
Es waren Rüben und Rote Beten, geschnitzt in Irland und Schottland. Der Kürbis ist ein amerikanisches Upgrade, größer und deutlich messerfreundlicher. (History.com)
Das Fest ist irisch-schottischen Ursprungs, über Samhain und den Vorabend von Allerheiligen. Erfunden hat Amerika die kommerzielle Version, und die dann zurückexportiert. (Britannica)
Veröffentlicht am 22. September 2026: 13,5 Milliarden Dollar, 115,14 Dollar pro Kopf, 74 Prozent der Amerikaner feiern mit. (NRF)
Rays gegen Brewers begann am 23. Oktober, Spiel 7 ist, falls nötig, für Samstag, den 31. Oktober, in Milwaukee angesetzt. Ob die Serie so weit kommt, steht auf einem anderen Blatt. (MLB)
Nicht durchgehend: Für 2025 erwartete der HDE einen Rückgang von knapp 4 Prozent auf 520 Millionen Euro, erst 2026 soll der Umsatz wieder um 3,3 Prozent auf 537 Millionen Euro steigen. (HDE)
Der Oktober-Vollmond ist am 26. Oktober. In der Halloween-Nacht ist der Mond abnehmend und zu etwa zwei Dritteln beleuchtet. (Old Farmer's Almanac)