UN-Generalversammlung 2026: Termine, Redner und worum es geht
Die Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung läuft von Dienstag, 22. September, bis Montag, 28. September 2026 in New York, eingebettet in eine High-Level-Woche bis zum 29. September. Khalilur Rahman aus Bangladesch führt den Vorsitz, das Motto lautet «Vertrauen wiederherstellen, Wandel gestalten». Donald Trump und Emmanuel Macron sprechen am Eröffnungstag, Wolodymyr Selenskyj und Masud Peseschkian am Mittwoch. Es ist die letzte Generalversammlung, die unter António Guterres beginnt, dessen Amtszeit am 31. Dezember endet. Quellen: Vereinte Nationen, UN News, CNN, NPR.
Der Kontext
Die Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung beginnt am Dienstag, 22. September 2026, und läuft bis Montag, 28. September, eingebettet in eine High-Level-Woche, die bis zum 29. reicht. Die Sitzungsperiode startete formal am 8. September unter dem Vorsitz von Khalilur Rahman aus Bangladesch, doch entscheidend ist diese Woche: die, in der Präsidenten und Regierungschefs aller 193 Mitgliedstaaten ans grüne Marmorpult in New York treten.
Das gewählte Motto, «Vertrauen wiederherstellen, Wandel gestalten: Vereinte Nationen, die für alle liefern», liest sich wie die Antwort einer Institution auf einen Vorwurf. Die UN geht in diese Sitzungsperiode unter dem Druck der Regierungen, die sie finanzieren, und mit der Skepsis der Bevölkerungen, denen sie dienen soll. Die Tagesordnung ist entsprechend auf Ergebnisse hin geordnet: Konflikt und internationale Sicherheit, Klimawandel, Pandemievorsorge, Anstieg des Meeresspiegels und die sichtbar im Rückstand liegenden Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Der Eröffnungstag setzt den Ton. Generalsekretär António Guterres spricht zuerst, gefolgt von US-Präsident Donald Trump, wobei auch der französische Präsident Emmanuel Macron zu den Hauptrednern des Dienstags zählt. Wolodymyr Selenskyj und der iranische Präsident Masud Peseschkian folgen am Mittwoch. Diese letzte Paarung ist die härteste Kante der Woche: US-Angriffe auf Ziele der Revolutionsgarden, geflogen nach versuchten Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus und auf US-Kräfte in der Region, führen dazu, dass Washington und Teheran innerhalb von achtundvierzig Stunden zum selben Saal sprechen.
Unter den Reden läuft die eigentliche Arbeit, eine Nachfolge. Guterres’ zweite und letzte Amtszeit endet am 31. Dezember 2026, womit dies die letzte Generalversammlung ist, die unter ihm beginnt, und das Rennen um seine Nachfolge bindet den Großteil der Flurdiplomatie. Der Sicherheitsrat hat bereits drei informelle Probeabstimmungen über ein Bewerberfeld aus Lateinamerika, der Karibik und Afrika abgehalten; die förmliche Ernennung nimmt am Ende die Versammlung auf Empfehlung des Rates vor.
Die Grenzen der Versammlung sollte man dabei im Blick behalten. Ihre Resolutionen sind rechtlich nicht bindend, anders als die des Sicherheitsrats, und keine Rede dieser Woche verpflichtet irgendeine Regierung zu irgendetwas. Was die Generalversammlung bietet, ist etwas anderes und keineswegs wertlos: die einzige jährliche Gelegenheit, bei der jeder Staat, groß oder klein, gleichberechtigt zum selben Publikum spricht, und die dichteste Ansammlung bilateraler Treffen im diplomatischen Kalender. Die komplette Debatte läuft live und kostenlos auf UN Web TV in allen sechs Amtssprachen. Quellen: Vereinte Nationen, UN News, CNN, NPR, ABC News.