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News ▲ Steigend Trend-Score 82 · Veröffentlicht 21. Oktober 2026 · Aktualisiert 21. Oktober 2026

COP31 in Antalya 2026: Termin, Ort, Präsidentschaft und worum es geht

Die COP31, die UN-Klimakonferenz, findet vom 9. bis 20. November 2026 im Antalya Expo Center in der Türkei statt, mit einem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 11. und 12. November. Erstmals ist die Leitung geteilt: Der türkische Umweltminister Murat Kurum ist COP-Präsident, der Australier Chris Bowen "Präsident der Verhandlungen" mit "ausschließlicher Befugnis" über die Gespräche. Im September sagte Kurum, beide Länder seien "keine Ko-Präsidenten", die letzte Entscheidung liege bei der Präsidentschaft. Eine Pre-COP fand vom 5. bis 8. Oktober in Fidschi und Tuvalu statt. Themen: unzureichende Klimapläne (NDCs), Klimafinanzierung, Anpassung und der bei der COP30 in Belém offen gebliebene Ausstieg aus fossilen Energien. Quellen: Wikipedia, Climate Home News, AFP/France 24, Yeni Şafak, PINA, C2ES.

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COP31 in Antalya 2026: Termin, Ort, Präsidentschaft und worum es geht
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Der Kontext

Die COP31 in Antalya vom 9. bis 20. November 2026

Die COP31, die 31. UN-Klimakonferenz, beginnt am 9. November 2026 im Antalya Expo Center an der türkischen Mittelmeerküste und soll am 20. November enden. Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am 11. und 12. November, nicht wie bei früheren Konferenzen gleich zu Beginn. Erdoğan, UN-Generalsekretär Guterres und Australiens Premier Anthony Albanese sollen den Gipfel eröffnen.

Ungewöhnlich ist diese COP schon vor dem Start. Die Türkei und Australien wollten beide Gastgeber sein, die Blockade löste sich erst bei der COP30 in Belém im November 2025: Die Türkei richtet aus und stellt mit Umweltminister Murat Kurum den Präsidenten, der Australier Chris Bowen leitet als “Präsident der Verhandlungen” mit ausschließlicher Befugnis die formellen Gespräche. Das sorgt bereits für Reibung: Am 10. September erklärte Kurum, beide Länder seien keine Ko-Präsidenten und die letzte Entscheidung liege bei der türkischen Präsidentschaft, während Canberra betont, die Zusammenarbeit laufe reibungslos.

Im Gegenzug bekam Australien eine Pre-COP im Pazifik. Die Minister trafen sich vom 5. bis 8. Oktober in Nadi (Fidschi), mit einem Besuch in Tuvalu, einem der vom Meeresspiegelanstieg am stärksten bedrohten Staaten. Das Treffen verabschiedete die Taku-Pakasoa-Erklärung (1,5 Grad, zuschussbasierte Finanzierung, Abkehr von fossilen Energien), allerdings reisten nur wenige Staatschefs von außerhalb der Region an.

Inhaltlich erbt die COP31 die offenen Baustellen von Belém: nationale Klimapläne, die laut der jüngsten UN-Synthese die Emissionen bis 2035 nur um etwa 12 Prozent unter das Niveau von 2019 senken würden, statt der für 1,5 Grad nötigen rund 60 Prozent; das Ziel, die Anpassungsfinanzierung bis 2035 zu verdreifachen; einen Just-Transition-Mechanismus, der arbeitsfähig werden muss; und einen Fossil-Fahrplan, der nicht im formellen Beschluss landete. Die USA, die das Pariser Abkommen am 27. Januar 2026 verlassen haben, haben keine Teilnahme angekündigt. Die COP32 folgt 2027 in Addis Abeba.

Quellen: Wikipedia, Climate Home News, AFP/France 24, Yeni Şafak, PINA, C2ES, UNFCCC, E&E News, Carbon Brief.

Häufige Fragen

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Die COP31 läuft von Montag, 9. November, bis Freitag, 20. November 2026. Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs ist für den 11. und 12. November angesetzt, also für den dritten und vierten Konferenztag und nicht wie bei früheren COPs für den Auftakt. UN-Klimaverhandlungen überziehen ihr offizielles Ende oft um einen Tag oder mehr; einige türkische Medien nennen bereits den 21. November. Quellen: Wikipedia, Climate Home News, Yeni Şafak.

In Antalya, Türkei, an der Mittelmeerküste, im Antalya Expo Center. Ursprünglich hatte die Türkei den Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Istanbul angekündigt, ein Schreiben der Präsidentschaft vom April 2026 verlegte ihn aber ebenfalls nach Antalya. In Antalya gilt türkische Zeit (UTC+3), im November also 2 Stunden später als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Quellen: Wikipedia, Climate Home News.

Murat Kurum, türkischer Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, ist COP31-Präsident. Australiens Minister für Klimawandel und Energie, Chris Bowen, ist Vizepräsident und "Präsident der Verhandlungen" und leitet die formellen Verhandlungen. Die Türkei verantwortet die Action Agenda, den nicht verhandelten Teil. Weitere Posten: Fatma Varank (COP31-CEO), Samed Ağırbaş (High-Level Champion für Klima) und die australische Rinderzüchterin Sally Higgins als Jugend-Klimachampion. Quellen: Wikipedia, Climate Home News.

Beide Länder hatten sich beworben, und nach UN-Regeln ist Konsens nötig. Australien warb rund drei Jahre lang für Adelaide, mit Unterstützung der Pazifikstaaten, die Türkei zog ihre Kandidatur nicht zurück. Ohne Einigung wäre die Konferenz automatisch in Bonn gelandet. Nach einer Woche Verhandlungen bei der COP30 in Belém im November 2025 einigte man sich: Die Türkei richtet aus und führt die Präsidentschaft, Australien zieht seine Bewerbung zurück, leitet dafür die Verhandlungen und erhält eine Pre-COP im Pazifik. Es ist der erste UN-Klimagipfel, bei dem die Befugnisse der Präsidentschaft auf zwei Länder verteilt sind. Quellen: Wikipedia, AFP/France 24, Climate Home News.

Um das letzte Wort. Am 10. September 2026 sagte Kurum in Trabzon vor Journalisten, die Türkei und Australien seien "keine Ko-Präsidenten" und "die endgültige Entscheidung liegt bei der COP31-Präsidentschaft"; zugleich sprach er von "guter Harmonie". Das offizielle Modalitäten-Dokument gibt dem australischen Vertreter jedoch die "ausschließliche Befugnis" über die Verhandlungen und sieht vor, dass bei Meinungsverschiedenheiten so lange beraten wird, bis eine Lösung "zur beiderseitigen Zufriedenheit" gefunden ist. Australien antwortete nicht direkt und verwies auf Bowens Aussage vom Juni, beide Länder arbeiteten "nahtlos und mit einem Ziel" zusammen. Von AFP zitierte Fachleute warnen, die unklare Rollenverteilung könne von den Inhalten ablenken. Quellen: Climate Home News, AFP/France 24.

Das Ministertreffen fand vom 5. bis 8. Oktober 2026 in Nadi (Fidschi) statt, mit einem Leaders-Event in Tuvalu am 6. Oktober; Gastgeber waren Fidschi, Tuvalu, Australien und das UN-Klimasekretariat. Vertreter aus rund 50 Ländern reisten an, Deutschland vertrat Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth, der mit der EU auf schnellere Elektrifizierung und eine Abkehr von fossilen Energien bei der COP31 drängt. Verabschiedet wurde die Taku-Pakasoa-Erklärung: Sie fordert den Schutz der 1,5-Grad-Grenze und direkte, zuschussbasierte Klimafinanzierung und bekräftigt die Ziele, Erneuerbare zu verdreifachen, Energieeffizienz zu verdoppeln und aus fossilen Energien auszusteigen. Kurum nannte 1,5 Grad eine "Frage des Überlebens" für den Pazifik. Für die Pacific Resilience Facility sind rund 200 Millionen Dollar zugesagt (etwa 15 Millionen bei der Pre-COP), Ziel sind 500 Millionen bis zur COP31. Nur wenige Staatschefs von außerhalb der Region kamen. Quellen: PINA, Climate Home News, BMUKN.

Verhandelt werden unter anderem: die Antwort auf die neuen nationalen Klimapläne (NDCs), die weit von einem 1,5-Grad-Pfad entfernt sind; die Klimafinanzierung, vor allem der Zugang für kleine Inselstaaten und die ärmsten Länder; der bei der COP30 beschlossene Mechanismus für einen gerechten Übergang (Just Transition), über dessen Ausgestaltung in der Türkei entschieden werden soll; Anpassung; und die offene Frage eines Fahrplans für den Ausstieg aus fossilen Energien. Die türkische Action Agenda setzt auf Zero Waste, Ozeane, Ernährungssicherheit, klimaresiliente Städte, grüne Industrialisierung, Elektrifizierung, Jugend und Gesundheit. Kurum räumte ein, dass sie keine ausdrückliche Initiative zu fossilen Energien enthält. Quellen: C2ES, Climate Home News, Yeni Şafak.

Die Hauptentscheidung der COP30, das "Global Mutirão", ruft dazu auf, die Anpassungsfinanzierung bis 2035 mindestens zu verdreifachen, startet die "Belém Mission to 1.5" und einen Global Implementation Accelerator, ein zweijähriges Arbeitsprogramm zur Klimafinanzierung (Artikel 9.1) und erstmals einen Dialog über Handel. Beschlossen wurden außerdem 59 Anpassungsindikatoren und ein Just-Transition-Mechanismus, der im November 2026 arbeitsfähig werden soll. Ein Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien schaffte es nicht in den Beschluss: Mehr als 80 Länder unterstützten ihn, die brasilianische Präsidentschaft verfolgt ihn außerhalb des formellen Prozesses weiter. Zudem wurde die "Baku to Belém Roadmap" zu 1,3 Billionen Dollar jährlich für Entwicklungsländer veröffentlicht. Quellen: C2ES, SEI.

Nein, laut der jüngsten veröffentlichten UN-Synthese. Das Update des UN-Klimasekretariats vom November 2025, das 113 Vertragsparteien und rund 69 Prozent der globalen Emissionen abdeckt, erwartete für 2035 Emissionen etwa 12 Prozent unter dem Niveau von 2019; der 1,5-Grad-Pfad des Weltklimarats verlangt dagegen rund 60 Prozent weniger. Kurum selbst sagte im September 2026, 1,5 Grad seien nicht mehr zu halten, eine Begrenzung auf "etwa 1,5 Grad" wäre ein Erfolg. Quellen: UNFCCC, Climate Home News.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan und UN-Generalsekretär António Guterres empfangen die Gäste; Erdoğan, Guterres und Australiens Premierminister Anthony Albanese sollen bei der Eröffnung des Gipfels sprechen, so die türkische Vize-Außenministerin. Zyperns Präsident Nikos Christodoulides hat seine Teilnahme angekündigt, obwohl die Türkei die Republik Zypern nicht anerkennt; der türkisch-zyprische Führer Tufan Erhürman gibt an, eingeladen zu sein. Türkische Medien rechnen mit rund 70 Staats- und Regierungschefs und mehr als 80.000 Teilnehmenden, das sind Schätzungen, keine offiziellen UN-Zahlen. Quellen: Yeni Şafak, Cyprus Mail, Hürriyet Daily News.

Bis zum 21. Oktober 2026 war keine offizielle Teilnahme angekündigt. Der Austritt der USA aus dem Pariser Abkommen ist seit dem 27. Januar 2026 wirksam, zudem hat die Trump-Regierung den Austritt aus der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) selbst eingeleitet. Zur COP30 schickten die USA keine offizielle Delegation, erstmals in der Geschichte der COPs. Eine Quelle aus der türkischen Hotelbranche sprach von einer Teilnahme Donald Trumps, eine Bestätigung des Weißen Hauses fehlt. Quellen: E&E News, Carbon Brief.

Das UN-Klimasekretariat überträgt traditionell Eröffnung, Plenarsitzungen und Pressekonferenzen live auf seiner Website; offizielle Seiten sind cop31.tr und unfccc.int/cop31. Zeitverschiebung beachten: Eine Sitzung um 10 Uhr in Antalya ist 8 Uhr in Berlin. Nachrichtensender berichten in der Regel live vom Gipfel am 11. und 12. November und von der Schlussnacht der Verhandlungen. Quellen: UNFCCC, Wikipedia.

Die COP32 findet 2027 in Addis Abeba, Äthiopien, statt. Mehrere Arbeitsstränge der COP30, etwa die Anpassungsindikatoren (die "Belém-Addis-Vision"), laufen bis zu dieser Konferenz. Quellen: Wikipedia, C2ES, Climate Home News.

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