COP31 in Antalya 2026: Termin, Ort, Präsidentschaft und worum es geht
Die COP31, die UN-Klimakonferenz, findet vom 9. bis 20. November 2026 im Antalya Expo Center in der Türkei statt, mit einem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 11. und 12. November. Erstmals ist die Leitung geteilt: Der türkische Umweltminister Murat Kurum ist COP-Präsident, der Australier Chris Bowen "Präsident der Verhandlungen" mit "ausschließlicher Befugnis" über die Gespräche. Im September sagte Kurum, beide Länder seien "keine Ko-Präsidenten", die letzte Entscheidung liege bei der Präsidentschaft. Eine Pre-COP fand vom 5. bis 8. Oktober in Fidschi und Tuvalu statt. Themen: unzureichende Klimapläne (NDCs), Klimafinanzierung, Anpassung und der bei der COP30 in Belém offen gebliebene Ausstieg aus fossilen Energien. Quellen: Wikipedia, Climate Home News, AFP/France 24, Yeni Şafak, PINA, C2ES.
Der Kontext
Die COP31 in Antalya vom 9. bis 20. November 2026
Die COP31, die 31. UN-Klimakonferenz, beginnt am 9. November 2026 im Antalya Expo Center an der türkischen Mittelmeerküste und soll am 20. November enden. Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am 11. und 12. November, nicht wie bei früheren Konferenzen gleich zu Beginn. Erdoğan, UN-Generalsekretär Guterres und Australiens Premier Anthony Albanese sollen den Gipfel eröffnen.
Ungewöhnlich ist diese COP schon vor dem Start. Die Türkei und Australien wollten beide Gastgeber sein, die Blockade löste sich erst bei der COP30 in Belém im November 2025: Die Türkei richtet aus und stellt mit Umweltminister Murat Kurum den Präsidenten, der Australier Chris Bowen leitet als “Präsident der Verhandlungen” mit ausschließlicher Befugnis die formellen Gespräche. Das sorgt bereits für Reibung: Am 10. September erklärte Kurum, beide Länder seien keine Ko-Präsidenten und die letzte Entscheidung liege bei der türkischen Präsidentschaft, während Canberra betont, die Zusammenarbeit laufe reibungslos.
Im Gegenzug bekam Australien eine Pre-COP im Pazifik. Die Minister trafen sich vom 5. bis 8. Oktober in Nadi (Fidschi), mit einem Besuch in Tuvalu, einem der vom Meeresspiegelanstieg am stärksten bedrohten Staaten. Das Treffen verabschiedete die Taku-Pakasoa-Erklärung (1,5 Grad, zuschussbasierte Finanzierung, Abkehr von fossilen Energien), allerdings reisten nur wenige Staatschefs von außerhalb der Region an.
Inhaltlich erbt die COP31 die offenen Baustellen von Belém: nationale Klimapläne, die laut der jüngsten UN-Synthese die Emissionen bis 2035 nur um etwa 12 Prozent unter das Niveau von 2019 senken würden, statt der für 1,5 Grad nötigen rund 60 Prozent; das Ziel, die Anpassungsfinanzierung bis 2035 zu verdreifachen; einen Just-Transition-Mechanismus, der arbeitsfähig werden muss; und einen Fossil-Fahrplan, der nicht im formellen Beschluss landete. Die USA, die das Pariser Abkommen am 27. Januar 2026 verlassen haben, haben keine Teilnahme angekündigt. Die COP32 folgt 2027 in Addis Abeba.
Quellen: Wikipedia, Climate Home News, AFP/France 24, Yeni Şafak, PINA, C2ES, UNFCCC, E&E News, Carbon Brief.