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News ▲ Steigend Trend-Score 79 · Veröffentlicht 29. August 2026 · Aktualisiert 29. August 2026

Hurrikansaison 2026: Prognose, Stürme und Namen

Die atlantische Hurrikansaison 2026 hat den ruhigsten Start seit fast 40 Jahren. Bis Ende August wurden nur vier tropische Stürme benannt (Arthur, Bertha, Cristobal und ein kurzlebiges Dolly), ein Hurrikan ist noch gar nicht entstanden. In einer Durchschnittssaison fällt der vierte Sturm auf den 15. August, der erste Hurrikan auf den 11. August. Hauptgrund ist ein sich verstärkender El Nino, der die Windscherung über dem Atlantik erhöht. Die NOAA rechnet mit 7 bis 13 benannten Stürmen und 75 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine unterdurchschnittliche Saison. Sie läuft bis zum 30. November, der Höhepunkt liegt um den 10. September. Quellen: NOAA, Colorado State University, National Hurricane Center, weather.com.

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Der Kontext

Die atlantische Hurrikansaison 2026 hinkt deutlich hinterher, und die Zahlen sind ungewöhnlich eindeutig. Bis Ende August sind vier benannte Stürme entstanden, keiner davon wurde zum Hurrikan. In einem Durchschnittsjahr fällt der vierte benannte Sturm auf den 15. August und der erste Hurrikan auf den 11. August. 2026 liegt bei beiden Marken zurück, ausgerechnet zu Beginn der aktivsten Phase.

Gemessen an der akkumulierten Zyklonenergie, dem Maß aus Stärke und Dauer der Systeme, ist es der ruhigste Auftakt seit fast vier Jahrzehnten. Seit 1966 starteten nur vier Saisons langsamer: 1988, 1984, 1977 und 1967. Die vier Stürme dieses Jahres waren kurz. Arthur Mitte Juni, Bertha um den Monatswechsel, Cristobal Mitte August, und Dolly, am 27. August entstanden und am Morgen darauf bereits als offene tropische Welle zerfallen.

Der Hauptgrund heißt El Nino. Mit zunehmender Stärke treibt das pazifische Phänomen die Höhenwinde über dem Atlantik an, und diese Windscherung zerlegt ein System, bevor sich seine Zirkulation aufbauen kann. Dazu kommt Trockenluft aus der Sahara, die genau jene tropischen Wellen stört, aus denen die größten atlantischen Hurrikane hervorgehen. Die Hauptentstehungsregion zwischen Westafrika und der Karibik hat praktisch nichts hervorgebracht.

Die Saisonprognosen sind diesem Muster gefolgt. Die NOAA nennt in ihrem Update vom 6. August 7 bis 13 benannte Stürme, 2 bis 6 Hurrikane und höchstens zwei schwere Hurrikane, bei 75 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine unterdurchschnittliche Saison. Die Colorado State University bleibt bei neun benannten Stürmen, vier Hurrikanen und einem schweren Hurrikan. Beide Werte liegen klar unter den Mittelwerten.

Ungefährlich wird der Rest der Saison dadurch nicht. Eine Saisonprognose beschreibt ein Becken, keine Küstenlinie: Für einen konkreten Ort zählt ein einziges günstig gelegenes System mehr als die Jahresbilanz. Der September bleibt klimatologisch der aktivste Monat mit dem statistischen Höhepunkt um den 10., und das National Hurricane Center beobachtet mehrere Gebiete im Atlantik. Offiziell läuft die Saison bis zum 30. November. Quellen: NOAA, Colorado State University, National Hurricane Center, weather.com, Fox Weather.

Häufige Fragen

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Vier benannte Stürme und keinen einzigen Hurrikan. Arthur entstand Mitte Juni, Bertha um den Monatswechsel Juni/Juli, Cristobal Mitte August und Dolly am 27. August, wobei Dolly binnen gut eines Tages wieder zu einer offenen tropischen Welle zerfiel. Quellen: NOAA, weather.com.

Vor allem wegen El Nino. Je stärker das pazifische Phänomen wird, desto größer ist die Windscherung über dem Atlantik, und diese Scherung zerreißt die Struktur eines Systems, bevor es sich organisieren kann. Zusätzlich stört Trockenluft aus Afrika die tropischen Wellen, aus denen atlantische Hurrikane normalerweise entstehen. Quellen: weather.com, Fox Weather.

Das Update vom 6. August nennt 7 bis 13 benannte Stürme, davon 2 bis 6 Hurrikane und höchstens zwei schwere Hurrikane. Die Meteorologen geben einer unterdurchschnittlichen Saison 75 Prozent Wahrscheinlichkeit, einer durchschnittlichen 20 Prozent und einer überdurchschnittlichen 5 Prozent. Quelle: NOAA.

Am 30. November 2026. Die offizielle Saison läuft vom 1. Juni bis zum 30. November, der statistische Höhepunkt liegt um den 10. September, wenn Ozeanwärme und atmosphärische Bedingungen am besten zusammenpassen. Stürme können auch außerhalb dieses Zeitraums entstehen. Quelle: NOAA.

Die atlantischen Namenslisten rotieren in einem Sechsjahreszyklus, 2026 wird also die Liste von 2020 wiederverwendet: Arthur, Bertha, Cristobal, Dolly, danach Edouard, Fay, Gonzalo, Hanna und so weiter. Namen besonders zerstörerischer Stürme werden gestrichen und ersetzt. Quellen: NOAA, National Hurricane Center.

Nein, in dieser Saison ist bislang kein Hurrikan in der Karibik auf Land getroffen. Die Hauptentstehungsregion zwischen Westafrika und der Karibik, aus der sonst die stärksten Hurrikane mit langen Zugbahnen hervorgehen, war ungewöhnlich ruhig. Quellen: NHC, Fox Weather.

Nein, und das ist das häufigste Missverständnis. Eine Saisonbilanz sagt nichts über einen einzelnen Sturm aus. Eine unterdurchschnittliche Saison mit einem einzigen Hurrikan, der auf Land trifft, ist für diesen Ort weit schlimmer als eine aktive Saison, die auf dem Meer bleibt. An den Vorsorgeempfehlungen ändert die Saisonprognose nichts. Quelle: NOAA.

Die Augustprognose der Colorado State University bleibt bei den Julizahlen: neun benannte Stürme, vier Hurrikane und ein schwerer Hurrikan, deutlich unter den langjährigen Mittelwerten. Sie zählt die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits entstandenen Systeme mit. Quelle: Colorado State University.

Der vierte benannte Sturm der Saison, entstanden am Donnerstag, 27. August 2026, über dem Atlantik und sehr kurzlebig. Bereits am späten Vormittag des Folgetags zeigten Beobachtungen, dass er zu einer offenen tropischen Welle zerfallen war, ohne geschlossene Zirkulation und damit nicht mehr als Tropensturm eingestuft. Quelle: weather.com.

El Nino erwärmt den östlichen tropischen Pazifik und verändert die Zirkulation in den gesamten Tropen. Über dem Atlantik führt das zu stärkeren Höhenwinden und mehr Windscherung, sodass sich die Struktur eines Systems nicht vertikal stapeln kann. Dasselbe Muster belebt üblicherweise die Hurrikansaison im Pazifik. Quellen: NOAA, weather.com.

Absolut gesehen nicht, ihr Auftakt aber fast. Gemessen an der akkumulierten Zyklonenergie, die Stärke und Dauer der Systeme kombiniert, ist es der ruhigste Start seit fast 40 Jahren: Seit 1966 begannen nur 1988, 1984, 1977 und 1967 langsamer. Quelle: weather.com.

Bei offiziellen Stellen, nicht in sozialen Netzwerken. Das National Hurricane Center gibt Lagemeldungen, Wachen und Warnungen für das gesamte atlantische Becken heraus, nationale Wetterdienste verbreiten die Warnungen für eine bestimmte Küste oder Insel. Eine Warnung ergeht in der Regel rund 36 Stunden vor dem erwarteten Eintreffen von Tropensturmbedingungen. Quelle: NHC.

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