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Geld ▲ Steigend Trend-Score 60 · Veröffentlicht 17. August 2026 · Aktualisiert 17. August 2026

DAX 40: Liste aller Unternehmen im deutschen Leitindex

Der DAX 40 ist der Leitindex der Deutschen Börse und bündelt die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands; diese Übersicht listet alle Mitglieder mit Branche und Sitz, erklärt Aufnahmekriterien, Kappungsgrenze und den Unterschied zwischen Performance- und Kursindex.

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Der Kontext

Vom Frankfurter Leitindex zur erweiterten DAX-40-Familie

Der DAX ist der Leitindex der Deutschen Börse und bildet die Kursentwicklung der größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands ab. Berechnet wird er seit dem 1. Juli 1988, rückgerechnet auf einen Basiswert von 1000 Punkten zum 31. Dezember 1987. In den ersten gut drei Jahrzehnten seiner Geschichte umfasste er 30 Werte, eine Zahl, die lange als selbstverständlich galt, bis ein einzelner Bilanzskandal das gesamte Regelwerk in Frage stellte.

Auslöser der Reform war der Zusammenbruch des Zahlungsdienstleisters Wirecard im Sommer 2020. Das Unternehmen war jahrelang DAX-Mitglied, obwohl sich später ein milliardenschwerer Bilanzbetrug herausstellte, und blieb bis kurz vor der Insolvenz im Index. Die Deutsche Börse reagierte im November 2020 mit einer grundlegenden Indexreform: Zum 20. September 2021 wurde der DAX von 30 auf 40 Werte erweitert. Seither muss ein Unternehmen für die Aufnahme eine ausreichende Streubesitz-Marktkapitalisierung und Mindestliquidität im Handel nachweisen, einen testierten Jahresabschluss vorlegen, in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren ein positives EBITDA erzielen und einen Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat sowie eine Pflicht zu Quartalsberichten vorweisen. Diese Kriterien sollen verhindern, dass ein Unternehmen wie Wirecard trotz erkennbarer Warnsignale im Index verbleibt.

Damit kein einzelner Titel den gesamten Index dominiert, gilt eine Kappungsgrenze von 10 Prozent Indexgewicht pro Unternehmen, die vierteljährlich überprüft und korrigiert wird. In der Praxis ist es meist SAP, das als größtes DAX-Unternehmen an diese Grenze stößt. Bei der Berechnung selbst wird üblicherweise der DAX-Performanceindex zitiert, bei dem Dividendenausschüttungen rechnerisch sofort wieder reinvestiert werden. Daneben existiert der weniger bekannte DAX-Kursindex, der nur die reinen Kursbewegungen ohne Dividenden abbildet und deshalb spürbar niedriger notiert. Wie stark sich Unternehmensbewertungen und damit auch Indexgewichte verschieben können, hängt eng mit dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld zusammen, etwa mit Zinsentscheidungen der Federal Reserve oder mit der Entwicklung der Inflation im Euroraum.

Die Deutsche Börse überprüft die Zusammensetzung des DAX planmäßig zweimal jährlich, im März und im September, anhand der aktuellen Rangfolgen nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz, und veröffentlicht Auf- und Abstiege vorab. Unterhalb des DAX bilden MDAX, SDAX und TecDAX die restliche deutsche Indexfamilie: der MDAX bündelt die nächstgrößeren Nebenwerte, der SDAX kleinere Unternehmen darunter, der TecDAX die 30 größten Technologiewerte außerhalb des DAX. Auch innerhalb des DAX selbst gab es seit der Erweiterung 2021 mehrere Rotationen: Rheinmetall, die GEA Group und Scout24 kamen neu hinzu, und am 22. Juni 2026 löste Hochtief die Porsche Automobil Holding im Index ab. Ein DAX-Mitglied wie Volkswagen betreibt zudem eigene Finanzprodukte für Privatanleger, etwa über die VW Bank Tagesgeld, die unabhängig vom Aktienkurs des Konzerns funktionieren.

Die folgende Tabelle listet alle 40 aktuellen DAX-Mitglieder mit Branche und Sitz, Stand 22. Juni 2026 (letzte Änderung der Zusammensetzung: Hochtief rückte für die Porsche Automobil Holding nach). Da die Deutsche Börse die Zusammensetzung regelmäßig überprüft und Änderungen jeweils vorab bekannt gibt, kann die aktuell gültige Liste zwischenzeitlich von dieser Übersicht abweichen; die tagesaktuelle Fassung veröffentlicht die Deutsche Börse selbst. Diese Seite dient der Orientierung und stellt keine Anlageberatung, Kursprognose oder Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar.

Alle 40 DAX-Mitglieder im Überblick

UnternehmenBrancheSitz
AdidasSportartikelHerzogenaurach
AirbusLuft- und RaumfahrtToulouse (Frankreich)
AllianzVersicherungMünchen
BASFChemieLudwigshafen am Rhein
BayerPharma und AgrochemieLeverkusen
BeiersdorfKonsumgüter und KosmetikHamburg
BMWAutomobilMünchen
BrenntagChemikaliendistributionEssen
CommerzbankBankFrankfurt am Main
ContinentalAutomobilzuliefererHannover
Daimler TruckNutzfahrzeugeStuttgart
Deutsche BankBankFrankfurt am Main
Deutsche BörseBörsenbetreiberFrankfurt am Main
Deutsche Post (DHL Group)LogistikBonn
Deutsche TelekomTelekommunikationBonn
E.ONEnergieversorgerEssen
FreseniusGesundheitswesenBad Homburg
Fresenius Medical CareDialyse und GesundheitswesenBad Homburg
GEA GroupMaschinenbauDüsseldorf
Hannover RückRückversicherungHannover
Heidelberg MaterialsBaustoffeHeidelberg
HochtiefBau und InfrastrukturEssen
HenkelKonsumgüter und ChemieDüsseldorf
Infineon TechnologiesHalbleiterNeubiberg bei München
Mercedes-Benz GroupAutomobilStuttgart
Merck KGaAPharma und ChemieDarmstadt
MTU Aero EnginesLuftfahrtantriebeMünchen
Munich ReRückversicherungMünchen
QiagenBiotechnologieVenlo (Niederlande)
RheinmetallWehrtechnik und AutomobilzulieferungDüsseldorf
RWEEnergieversorgerEssen
SAPUnternehmenssoftwareWalldorf
Scout24Online-MarktplätzeMünchen
SiemensIndustrietechnikMünchen
Siemens EnergyEnergietechnikMünchen
Siemens HealthineersMedizintechnikErlangen
SymriseDuft- und AromastoffeHolzminden
VolkswagenAutomobilWolfsburg
VonoviaImmobilienBochum
ZalandoE-Commerce und ModeBerlin

Häufige Fragen

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Der DAX (Deutscher Aktienindex) ist der wichtigste Aktienindex Deutschlands und bildet die Kursentwicklung der größten und liquidesten an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmen ab. Er wird von der Deutschen Börse berechnet, startete am 1. Juli 1988 mit einem rückgerechneten Basiswert von 1000 Punkten zum 31. Dezember 1987 und dient seither als wichtigster Gradmesser für die deutsche Wirtschaft an der Börse.

Seit September 2021 umfasst der DAX 40 Unternehmen, davor waren es seit der Einführung 1988 durchgehend 30. Die Erweiterung um zehn Werte war eine direkte Reaktion auf den Wirecard-Bilanzskandal von 2020, der Zweifel an der Qualität der bisherigen Aufnahmekriterien geweckt hatte. Die Deutsche Börse wollte den Index dadurch breiter und robuster gegenüber Einzelfällen aufstellen.

Der DAX wurde am 1. Juli 1988 von der Deutschen Börse eingeführt. Als rechnerischer Startpunkt diente der 31. Dezember 1987 mit einem Indexstand von 1000 Punkten, sodass sich die spätere Entwicklung direkt an dieser Ausgangsbasis ablesen lässt. Seit 2021 firmiert der Index offiziell unter der Bezeichnung DAX 40.

Auslöser war der Zusammenbruch des Zahlungsdienstleisters Wirecard im Sommer 2020, der als DAX-Mitglied trotz eines milliardenschweren Bilanzbetrugs jahrelang im Index verblieben war. Die Deutsche Börse reagierte im November 2020 mit einer Indexreform: Zum 20. September 2021 wurde der DAX von 30 auf 40 Mitglieder erweitert, und die Aufnahmehürden wurden gleichzeitig verschärft, etwa durch die Pflicht zu einem testierten Jahresabschluss.

Über die Zusammensetzung entscheidet die Deutsche Börse anhand fester, öffentlich einsehbarer Regeln, nicht ein Gremium nach eigenem Ermessen. Maßgeblich sind Rangfolgen nach Streubesitz-Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Die Deutsche Börse überprüft die Liste regelmäßig, in der Regel zweimal jährlich im März und September, und veröffentlicht mögliche Auf- und Abstiege jeweils vorab.

Ein Unternehmen braucht unter anderem eine ausreichende Streubesitz-Marktkapitalisierung und Mindestliquidität im Handel, einen testierten Jahresabschluss, in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren ein positives EBITDA sowie einen Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat. Zusätzlich besteht Pflicht zu Quartalsberichten. Diese Regeln gelten seit der Indexreform von 2021 und sollen bilanzielle Risikofälle wie Wirecard künftig ausschließen.

Die Kappungsgrenze begrenzt das Gewicht eines einzelnen Unternehmens im DAX auf maximal 10 Prozent des Index, damit kein einzelner Wert den Kursverlauf dominiert. Die Deutsche Börse überprüft und korrigiert die Gewichtung vierteljährlich. In der Praxis stößt vor allem SAP als aktuell größtes DAX-Unternehmen regelmäßig an diese Obergrenze.

Der DAX wird in zwei Varianten berechnet. Im Performanceindex, der Version, die in Nachrichten und an der Börse üblicherweise gemeint ist, werden Dividendenausschüttungen rechnerisch sofort wieder in die Indexwerte reinvestiert. Der Kursindex berücksichtigt dagegen nur die reinen Kursbewegungen ohne Dividenden und liegt deshalb spürbar niedriger als der bekanntere Performanceindex.

Die vier Indizes bilden zusammen die deutsche Indexfamilie der Deutschen Börse. Der DAX enthält die 40 größten Werte, der MDAX die nächstgrößeren Nebenwerte, der SDAX kleinere Unternehmen darunter und der TecDAX die 30 größten Technologiewerte außerhalb des DAX. Ein Unternehmen kann bei Auf- oder Abstufungen zwischen diesen Indizes wechseln: wer aus dem DAX absteigt, landet in der Regel im MDAX.

Die Deutsche Börse überprüft die Zusammensetzung des DAX planmäßig zweimal im Jahr, jeweils im März und im September, anhand der aktuellen Rangfolgen nach Marktkapitalisierung und Handelsumsatz. Änderungen werden vorab angekündigt und treten in der Regel zeitnah nach der Überprüfung in Kraft. Außerplanmäßige Anpassungen sind bei besonderen Ereignissen wie Übernahmen möglich.

SAP ist seit mehreren Jahren durchgehend das höchstgewichtete Unternehmen im DAX und stößt dabei regelmäßig an die zehnprozentige Kappungsgrenze der Deutschen Börse. Auf den weiteren Plätzen folgen meist Siemens und Allianz. Die genaue Reihenfolge verschiebt sich mit den Kursbewegungen der einzelnen Werte und wird vierteljährlich neu berechnet.

Seit der Erweiterung auf 40 Werte im September 2021 hat die Deutsche Börse die Liste mehrfach angepasst: Rheinmetall, die GEA Group und Scout24 rückten in den Index auf, zuletzt nahm am 22. Juni 2026 Hochtief den Platz der Porsche Automobil Holding ein. Solche Wechsel zeigen, wie stark sich Marktkapitalisierung und Branchengewichte innerhalb des Index verschieben.

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