Fjord: Cristian Mungius Goldene Palme 2026
Fjord, inszeniert vom Rumänen Cristian Mungiu mit Sebastian Stan und Renate Reinsve, gewann die Goldene Palme beim Filmfestival Cannes 2026. Der Film folgt einer konservativen rumänischen Evangelikalen-Familie in Norwegen, deren Kinder vom Jugendamt entzogen werden. Es ist Mungius zweite Goldene Palme, 19 Jahre nach 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage (2007). Quellen: Screen Daily, Variety, NPR, Wikipedia.
Der Kontext
Fjord, das jüngste Werk des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu, gewann die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 und macht Mungiu zu einem der wenigen Filmemacher, die den Hauptpreis zweimal errungen haben (sein erstes war 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage im Jahr 2007). Der Film ist ein moralisch vielschichtiges Drama, das eine konservative rumänische Evangelikalen-Familie mit dem norwegischen Rechtssystem konfrontiert, und die Frage aufwirft, ob kulturelle Verschiedenheit je rechtfertigen kann, was eine Gesellschaft als Kindesmisshandlung definiert.
Sebastian Stan spielt Mihai, einen rumänischen Patriarchen, der seine Familie von Bukarest in die norwegische Provinz überführt, auf der Suche nach einem besseren Leben. Renate Reinsve, die norwegische Schauspielerin, die international mit The Worst Person in the World bekannt wurde, spielt Lisbet, seine Ehefrau. Als ihre Teenager-Tochter mit Blutergüssen in der Schule erscheint, eröffnen die Jugendbehörden eine Untersuchung, die sich zu einem umfassenden Konflikt ausweitet: Glaube, Elternschaft und Zugehörigkeit stehen vor Gericht.
Fjord ist Mungius sechster Spielfilm und sein fünfter im Offiziellen Wettbewerb von Cannes. Die US-Rechte liegen bei Neon, das damit sieben aufeinanderfolgende Goldene Palmen seit Parasite (2019) vertreibt. Quellen: Screen Daily, Variety, Deadline, Hollywood Reporter, NPR.