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Kultur ▲ Steigend Trend-Score 88 · Veröffentlicht 18. Juli 2026 · Aktualisiert 18. Juli 2026

Perseiden 2026: Wann und wie man sie beobachtet

Die Perseiden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026, und dieses Jahr sind die Bedingungen nahezu ideal: Der Neumond fällt fast auf das Maximum, der Himmel bleibt also dunkel und mondlos. Unter dunklem Himmel sind 50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Die Perseiden sind Staub des Kometen 109P/Swift-Tuttle; der Strom ist von etwa dem 17. Juli bis zum 24. August aktiv. Beste Zeit: nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Quellen: EarthSky, Space.com, NASA, American Meteor Society.

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Perseiden 2026: Wann und wie man sie beobachtet
Jim Vajda from Oxford, Ohio, USA · CC BY 2.0
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Der Kontext

Die Perseiden sind der meistbeachtete Meteorstrom des Jahres auf der Nordhalbkugel, und 2026 passt der Kalender besonders gut. Das Maximum liegt in der Nacht vom 12. auf den 13. August, fast gleichzeitig mit einem Neumond. Dieses Detail zählt mehr, als es klingt: Mondlicht ist normalerweise das größte Hindernis bei der Beobachtung eines Meteorstroms, und dieses Jahr fehlt es praktisch, sodass ein dunkler Himmel bleibt, an dem selbst die schwächeren Meteore auffallen.

Unter diesen dunklen Bedingungen, weit weg von den Stadtlichtern, kann man am Maximum mit 50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Die Perseiden sind für ihre hellen, schnellen Meteore mit leuchtenden Spuren geschätzt, und der Strom erzeugt mehr Feuerbälle, diese außergewöhnlich hellen Blitze, als die meisten anderen. Diese Meteore sind Staub des Kometen 109P/Swift-Tuttle: Jeden August durchquert die Erde die Trümmerspur entlang seiner Bahn, und diese Körnchen verglühen hoch in der Atmosphäre.

Für die Beobachtung braucht man keinerlei Ausrüstung. Ein Teleskop oder ein Fernglas stören nur, denn ein Meteorstrom spielt sich am ganzen Himmel ab, und man will das weiteste Blickfeld. Das Wesentliche ist einfach: einen dunklen Ort suchen, sich hinlegen, den Augen 20 bis 30 Minuten zur Anpassung geben, das Handydisplay aus lassen und geduldig sein. Die besten Stunden reichen von nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung, wenn der Radiant im Sternbild Perseus hoch steigt und die Rate ihr Maximum erreicht, meist zwischen 2 und 4 Uhr morgens.

Wer in der Stadt festsitzt, kann das Schauspiel trotzdem sehen, muss aber mit weniger rechnen: den dunkelsten erreichbaren Ort suchen, sich von den hellsten Lichtern abwenden und mindestens eine halbe Stunde einplanen. Der Strom ist von etwa dem 17. Juli bis zum 24. August aktiv, sodass sich auch die Nächte rund um das Maximum lohnen, und eine einzelne frühe Perseide kann lange vor der großen Nacht auftauchen. Diese Seite wird zum nahenden Maximum aktualisiert. Quellen: EarthSky, Space.com, NASA, American Meteor Society, Almanac.

Häufige Fragen

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Die Perseiden erreichen ihr Maximum in der **Nacht vom 12. auf den 13. August 2026**, mit einem vorhergesagten Höhepunkt gegen 14:53 UTC am 13. August. Für Deutschland sind die besten Fenster die frühen Morgenstunden des 12. und 13. August, vor der Dämmerung. Der Strom selbst ist von etwa dem 17. Juli bis zum 24. August aktiv. Quellen: EarthSky, American Meteor Society.

Nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Die Zahl der Sternschnuppen steigt im Lauf der Nacht und ist in den Stunden vor Sonnenaufgang am höchsten, meist zwischen 2 und 4 Uhr morgens, wenn der Radiant im Sternbild Perseus hoch am Himmel steht. Man muss keinen bestimmten Punkt fixieren: Die Meteore können überall auftauchen. Quellen: NASA, Space.com.

Unter einem wirklich dunklen Himmel, fernab der Stadtlichter, kann man am Maximum mit etwa **50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde** rechnen. In der Stadt oder am Stadtrand sinkt diese Zahl stark, oft auf eine Handvoll, weil die Lichtverschmutzung die schwächeren Spuren auslöscht. Die Perseiden sind für ihre hellen und schnellen Meteore bekannt und hinterlassen oft eine leuchtende Spur. Quellen: EarthSky, NASA.

Weil der Mond kaum stört. Das Maximum fällt sehr nah an einen **Neumond**, der Himmel bleibt also die ganze Nacht dunkel, ohne Mondlicht, das schwache Meteore überstrahlt. Mondlicht ist normalerweise das größte natürliche Hindernis bei der Beobachtung eines Meteorstroms, und 2026 ist es am Maximum praktisch nicht vorhanden: eine der besten Konstellationen seit mehreren Jahren. Quellen: Weather.com, Space.com.

Nein. Ein Meteorstrom ist mit bloßem Auge zu beobachten, ein Teleskop oder ein Fernglas sind sogar hinderlich, weil sie das Blickfeld verkleinern. Die beste Ausrüstung sind ein Liegestuhl oder eine Decke, warme Kleidung und Geduld. Lass deine Augen 20 bis 30 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen und vermeide den Blick aufs Handy. Quellen: NASA, Planetary Society.

Es ist Staub des Kometen **109P/Swift-Tuttle**, der etwa alle 133 Jahre die Sonne umrundet. Jeden August durchquert die Erde die Staubspur, die der Komet auf seiner Bahn hinterlassen hat, und diese Teilchen verglühen in der Atmosphäre als Meteore. Der Strom trägt seinen Namen nach dem Sternbild Perseus, aus dem die Sternschnuppen zu strömen scheinen. Quellen: NASA, EarthSky.

Die Perseiden bevorzugen deutlich die **Nordhalbkugel**, wo der Radiant hoch am Himmel steht. Aus den nördlichsten Teilen der Südhalbkugel kann man einige tief am Horizont erwischen, aber die Rate ist viel geringer, und die meisten Beobachter im Süden sehen kaum welche. Es ist vor allem ein Ereignis des Nordsommers. Quellen: EarthSky, American Meteor Society.

Entferne dich so weit wie möglich von Straßenlaternen: Schon ein dunkler Park oder ein vor direktem Licht geschützter Ort hilft. Wende dich vom hellsten Teil des Himmels ab, leg dich hin, um möglichst viel Himmel zu erfassen, und bleib mindestens 30 bis 60 Minuten draußen. Du siehst weniger Meteore als auf dem Land, aber die hellsten Perseiden und ein möglicher Feuerball können sich trotzdem durchsetzen. Quellen: NASA, Space.com.

Ein Feuerball ist ein außergewöhnlich heller Meteor, mindestens so hell wie der Planet Venus. Die Perseiden gehören zu den besten Strömen für Feuerbälle, weil Swift-Tuttle relativ große Teilchen freisetzt: Neben den üblichen Spuren stehen die Chancen gut, ein paar spektakuläre, lang anhaltende Blitze zu sehen. Quellen: NASA, American Meteor Society.

Wahr oder falsch?

6 Gerüchte im Faktencheck, mit Quellen
Falsch
Man braucht ein Teleskop, um die Perseiden zu sehen.

Das Gegenteil stimmt: Sie sind mit bloßem Auge zu sehen, ein Teleskop verkleinert das Blickfeld und stört. (NASA)

Wahr
Die Perseiden 2026 erreichen ihr Maximum unter dunklem, mondlosem Himmel.

Ja, das Maximum fällt nahe an einen Neumond, also fast kein Mondlicht, das Meteore überstrahlt. (Weather.com)

Falsch
Die beste Zeit zum Beobachten ist gleich nach Sonnenuntergang.

Nein, die Rate ist nach Mitternacht am höchsten, in den frühen Morgenstunden, wenn der Radiant hoch steht. (Space.com)

Wahr
Die Meteore sind Bruchstücke eines Kometen.

Richtig, es ist Staub des Kometen 109P/Swift-Tuttle, den die Erde jeden August durchquert. (NASA)

Unbestätigt
2026 ist ein Ausbruchsjahr mit weit mehr Perseiden als üblich.

Ein Ausbruch ist nicht vorhergesagt, die Raten wirken normal. Das Besondere an 2026 ist der dunkle, mondlose Himmel, nicht mehr Meteore. (American Meteor Society)

Wahr
Die Perseiden sind von der Nordhalbkugel aus am besten zu sehen.

Ja, der Radiant steht am nördlichen Himmel hoch; Beobachter im Süden sehen weit weniger. (EarthSky)

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