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News ● Höhepunkt Trend-Score 90 · Veröffentlicht 12. Juli 2026 · Aktualisiert 4. August 2026

Sonnenfinsternis 12. August 2026 - Deutschland und Europa

Totale Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August 2026, am Abend. Der Totalitätspfad zieht über Grönland, Island und Nordspanien. In Deutschland gibt es eine tiefe partielle Finsternis: Beginn gegen 19:10 bis 19:25 Uhr, Maximum zwischen 20:05 und 20:15 Uhr, Bedeckung rund 85 bis 90 Prozent (Berlin 84,9 %, München 88,8 %, Freiburg ca. 90 %). Die Sonne steht dabei sehr tief im Westnordwesten. Quellen: NASA, IGN Spanien, BfS.

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Der Kontext

Die totale Sonnenfinsternis vom Mittwoch, 12. August 2026, ist das größte astronomische Ereignis in Westeuropa seit einer Generation, und der Punkt, den fast alle falsch erinnern, ist die Uhrzeit. Es handelt sich um eine Abendfinsternis. Der Mondschatten kommt von Norden, zieht über den äußersten Nordosten Sibiriens, Ostgrönland und die Westküste Islands und erreicht erst am Ende seiner Bahn Nordspanien und einen kleinen Zipfel im Nordwesten Portugals, mit einer Sonne, die dann nur noch wenige Grad über dem Horizont steht.

In Deutschland bedeutet das eine tiefe partielle Finsternis am frühen Abend. Die Bedeckung liegt bei rund 85 bis 90 Prozent, mit dem Südwesten im Vorteil: Berlin erreicht etwa 84,9 Prozent um 20:08 Uhr (Beginn 19:15, Ende 20:58), München rund 88,8 Prozent um 20:15 Uhr (Beginn 19:23, Ende 21:06), Freiburg kommt auf etwa 90 Prozent. Praktisch heißt das: freier Blick nach Westnordwesten suchen und die Finsternisbrille die gesamte Zeit aufbehalten, denn Deutschland liegt außerhalb des Totalitätspfads.

Wer die Korona sehen will, muss reisen. In Nordspanien ist der Pfad etwa 290 km breit und zieht von A Coruña und Oviedo über León, Valladolid, Burgos, Santander und Bilbao bis Saragossa, València und Palma de Mallorca. Dort beginnt die partielle Phase gegen 19:30 Uhr und das Maximum fällt auf etwa 20:30 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang. Oviedo hat mit rund 1 Minute 48 Sekunden die längste Totalität aller spanischen Provinzhauptstädte; das weltweite Maximum beträgt lediglich 2 Minuten 18 Sekunden.

Beim Augenschutz gibt es keinen Spielraum. Der ungeschützte Blick in die teilverfinsterte Sonne schädigt die Netzhaut dauerhaft und völlig schmerzfrei. Erforderlich sind Finsternisbrillen nach ISO 12312-2 oder ein echter Sonnenfilter, während des gesamten Ereignisses. Sonnenbrillen, Rußglas und Röntgenaufnahmen sind kein Ersatz, und auch der Blick durch Fernglas oder Teleskop ohne Objektivfilter ist gefährlich.

Zum Schluss noch ein Bonus in derselben Nacht: die Perseiden. Eine totale Sonnenfinsternis kann es nur bei Neumond geben, und dieser Neumond fällt exakt auf das Maximum des Sternschnuppenstroms. Auf die Finsternis am Abend folgt also ein vollständig mondloser Himmel in der Nacht auf den 13. August, mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde an einem dunklen Standort. Wer für die Finsternis ohnehin unterwegs ist, sollte draußen bleiben. Quellen: NASA, IGN Spanien, BfS, ESA, EarthSky.

Häufige Fragen

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Am **Mittwoch, 12. August 2026**. Es ist eine totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne innerhalb eines schmalen Totalitätspfads vollständig bedeckt. Wichtig und meist falsch erinnert: In Europa ist es eine **Abendfinsternis**, nicht eine zur Mittagszeit. Quellen: NASA, IGN.

Die partielle Phase beginnt je nach Ort etwa zwischen **19:10 und 19:25 Uhr MESZ**, das **Maximum liegt zwischen 20:05 und 20:15 Uhr**, und gegen 21:00 Uhr ist alles vorbei. Konkret: **Berlin** Beginn 19:15, Maximum 20:08, Ende 20:58 Uhr. **München** Beginn 19:23, Maximum 20:15, Ende 21:06 Uhr. Die Sonne steht dabei tief im Westnordwesten. Quellen: deutsche Sternwarten, BfS.

Rund **85 bis 90 Prozent**, mit Vorteil für den Südwesten. **Berlin** kommt auf etwa **84,9 %**, **München** auf rund **88,8 %**, **Freiburg** auf etwa **90 %**. Das ist eine außergewöhnlich tiefe partielle Finsternis für Mitteleuropa, aber eben keine Totalität: Die Sonnenkorona wird von Deutschland aus nicht sichtbar. Quellen: deutsche Sternwarten, BfS.

Der Kernschatten des Mondes streift den äußersten Nordosten **Sibiriens**, zieht dann über **Ostgrönland** und die **Westküste Islands** und erreicht zuletzt **Nordspanien** sowie einen schmalen Streifen im Nordwesten **Portugals**. Nordspanien ist der mit Abstand am leichtesten erreichbare Abschnitt, dort ist der Pfad etwa **290 km** breit. Quellen: NASA, IGN.

Nach **Nordspanien** oder nach **Island**. In Spanien zieht der Pfad von Nordwesten nach Südosten und erfasst unter anderem **A Coruña, Oviedo, León, Valladolid, Burgos, Santander, Bilbao, Vitoria-Gasteiz, Logroño, Saragossa, Teruel, Lleida, Tarragona, Castelló, València** und **Palma de Mallorca**. **Oviedo** hat mit rund **1 Minute 48 Sekunden** die längste Totalität aller spanischen Provinzhauptstädte. Quelle: IGN Spanien.

Kurz. Das **weltweite Maximum liegt bei 2 Minuten und 18 Sekunden**, die meisten Orte im Pfad bleiben deutlich darunter: etwa 1 Minute 48 Sekunden in Oviedo, rund 104 Sekunden in Burgos. Weil die Sonne in Spanien nur wenige Grad über dem Horizont steht, ist ein völlig freier Blick nach Westen genauso entscheidend wie die Lage im Pfad selbst. Quellen: NASA, IGN.

Nur mit zertifiziertem Schutz. Der Blick in die teilweise verfinsterte Sonne ohne Filter führt zu dauerhaften Netzhautschäden, und zwar schmerzfrei, also ohne Warnsignal. Nötig sind **Finsternisbrillen nach ISO 12312-2** oder ein geeigneter Sonnenfilter. Sonnenbrillen, Röntgenbilder, berußtes Glas und Handydisplays schützen nicht. Mit bloßem Auge ist nur die **Totalität selbst** sicher, und die gibt es in Deutschland nicht: hier bleibt die Brille die gesamte Zeit auf. Quellen: BfS, NASA, ESA.

Weil der Mondschatten von Norden kommt: Er überquert die Arktis und den Nordatlantik und erreicht die Iberische Halbinsel erst ganz am Ende seiner Bahn. Wenn er Spanien kreuzt, steht die Sonne nur noch wenige Grad hoch, im Südosten des Pfades geht sie sogar noch verfinstert unter. Genau das macht diese Finsternis optisch besonders: Totalität knapp über dem Horizont, mit der Korona direkt über der Landschaft. Quellen: NASA, IGN.

Ja, und das ist kein Zufall. Eine totale Sonnenfinsternis ist nur bei **Neumond** möglich, und der Neumond vom 12. August 2026 fällt genau auf das Maximum der **Perseiden**. Am Abend also die Finsternis, danach ein komplett mondloser Himmel für den Sternschnuppenstrom in der Nacht auf den 13. August, mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde an einem dunklen Standort. Quellen: NASA, EarthSky.

Die letzte **totale** Sonnenfinsternis über Deutschland war am **11. August 1999**, mit dem Kernschatten über Süddeutschland. Partielle Finsternisse gab es seitdem mehrfach, zuletzt deutlich schwächere als die von 2026. Die nächste Totalität über Mitteleuropa lässt noch lange auf sich warten, weshalb der Weg nach Nordspanien für viele Beobachter die realistische Option bleibt. Quellen: NASA, timeanddate.com.

Ja, aber der Filter gehört vor die Linse, nicht nur vor die Augen. Ein Sensor, der lange auf die ungefilterte Sonne gerichtet ist, kann Schaden nehmen, und das Ergebnis ist ohnehin meist nur ein kleiner weißer Fleck. Was wirklich funktioniert, ist die Szene drumherum: das seltsame Abendlicht, die verdunkelte Landschaft, die Reaktionen der Menschen. Weitwinkelaufnahmen mit Horizont sind hier deutlich lohnender als der Zoom auf die Sonne. Quellen: NASA, ESA.

Weniger dramatisch, als die Zahl vermuten lässt. Bis etwa 95 Prozent bleibt es vor allem eine Abdunklung mit einem eigentümlich metallischen Licht und einem spürbaren Temperaturabfall, Vögel werden ruhiger. Weil die Sonne 2026 zusätzlich tief steht, wirkt der Effekt in Deutschland eher wie eine vorgezogene Dämmerung. Der qualitative Sprung zur Korona passiert erst bei 100 Prozent, und den gibt es nur im Pfad. Quellen: NASA, ESA.

Ja, ebenfalls als tiefe partielle Finsternis am Abend, mit ähnlichem Zeitfenster wie in Süddeutschland und tendenziell etwas höherer Bedeckung, je weiter westlich und südlich der Standort liegt. Auch dort gilt: freier Blick nach Westnordwesten und durchgehend zertifizierte Finsternisbrille. Quellen: timeanddate.com, Sternwarten.

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