Israel greift Syrien an, um türkischen Militäreinsatz zu verhindern (August 2026)
Israel griff den syrischen Militärflughafen Abu al-Duhur im Nordwesten Syriens in der Nacht vom 17. auf den 18. August 2026 an, um nach eigenen Angaben den Einsatz türkischer Soldaten dort zu verhindern. Israel erklärte, Syrien sei 'kurz davor, den bilateralen Sicherheits-Status-quo zu verletzen', indem es türkische Truppen nahe Aleppo erlaubt habe. Die Türkei bestritt die Anwesenheit ihrer Truppen und verurteilte die Angriffe als 'rücksichtslos'. Die USA sprachen von einer 'unnötigen Eskalation'. Netanjahu warnte Ankara direkt. Quellen: Jerusalem Post, Haaretz, Axios, Bloomberg.
Der Kontext
Israel führte in der Nacht vom 17. auf den 18. August 2026 Luftangriffe auf den Militärflughafen Abu al-Duhur im Nordwesten Syriens durch, eine der bedeutendsten israelischen Militäraktionen seit dem Sturz der Assad-Regierung im Dezember 2024. Das Büro von Premierminister Netanjahu erklärte, Syrien sei „kurz davor gewesen, den bilateralen Sicherheits-Status-quo zu verletzen”, indem es türkischen Soldaten erlaubt hatte, sich auf der Basis nahe Aleppo zu stationieren, etwa 70 Kilometer östlich der türkischen Grenze. Die Angriffe, berichten zufolge zwischen vier und acht Einsätze gegen Start- und Landebahn sowie Lagerstätten, forderten laut dem syrischen Staatssender Ekhbariya keine Opfer.
Premierminister Benjamin Netanjahu richtete am 19. August eine direkte öffentliche Warnung an den türkischen Präsidenten Erdoğan und erklärte, Israel habe eine „klare Botschaft” übermittelt und werde nicht dulden, dass türkische Streitkräfte ihre Präsenz weiter nach Süden durch syrisches Territorium ausdehnen. Das türkische Verteidigungsministerium bestritt, dass türkische Soldaten auf der angegriffenen Basis anwesend waren, und verurteilte Israels Aktion als „rücksichtslos und eine Überschreitung”, während Ankaras Kommunikationsdirektorium Netanjahu „expansionistische Politik im Vorfeld der israelischen Wahlen” vorwarf. US-Sondergesandter Tom Barrack distanzierte sich von den Angriffen und bezeichnete sie als „unnötige Eskalation, die die regionale Stabilität nicht fördert”.
Der Vorfall offenbart eine wachsende Bruchlinie im Nahen Osten nach Assad. Die Türkei hat ihren politischen und sicherheitspolitischen Einfluss in Syrien seit Dezember 2024 stetig ausgebaut, während Israel an seiner Strategie festhält, keine Macht, ob Iran, Hisbollah oder jetzt die Türkei, eine Militärpräsenz aufbauen zu lassen, die es als Bedrohung seiner nördlichen Sicherheitszone wertet. Beide Länder haben seit Anfang 2024 keine formellen Botschaftsbeziehungen mehr, und die Angriffe vom August 2026 markieren ein neues Kapitel ihrer Rivalität auf syrischem Boden. Quellen: Jerusalem Post, Haaretz, Axios, Bloomberg, Long War Journal, Washington Times.