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News ▲ Heiß Trend-Score 88 · Veröffentlicht 7. Juni 2026 · Aktualisiert 8. August 2026

Iran und die Straße von Hormus (2026)

UPDATE (8. August): Iran und Oman einigten sich am 5. August auf geografische Koordinaten für Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus, was nach Angaben beider Seiten keiner vollständigen Wiedereröffnung gleichkommt. USA, Iran und Oman verhandeln über eine Übergangsregelung (einlaufende Schiffe durch iranische, auslaufende durch omanische Gewässer). Die Angriffe gehen weiter: der LNG-Tanker Gaslog Shanghai wurde am 31. Juli manövrierunfähig, der Massengutfrachter Minoan Pioneer am 3. August getroffen, sein dritter Ingenieur wird weiter vermisst. ADNOC meldet 15 getroffene eigene Schiffe seit dem 28. Februar. Brent ist auf rund 79-81 $/Barrel zurückgefallen. Quellen: Reuters, Euronews, Al Jazeera, Seatrade Maritime, Maritime Executive.

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Iran und die Straße von Hormus (2026)
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Der Kontext

1.-7. August 2026, ein verwalteter Korridor entsteht, die Angriffe gehen weiter. Die wichtigste Entwicklung der Woche ist diplomatisch. Am 5. August einigten sich Iran und Oman auf die geografischen Koordinaten der Schifffahrtsrouten durch die Meerenge, drei Tage nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am 2. August erklärt hatte, beide Länder stünden kurz vor einer Vereinbarung zur Steuerung des Verkehrs. Beide Seiten betonen, dies sei keine vollständige Wiedereröffnung. Parallel verhandeln Washington, Teheran und Maskat über eine Übergangsregelung: einlaufende Schiffe durch iranische Hoheitsgewässer, auslaufende durch omanische Gewässer, abgestimmt mit Teheran. Möglich wurden die Gespräche erst durch die Aussetzung der US-Angriffe.

Die Angriffe hörten währenddessen nicht auf. Am 31. Juli um 23:30 UTC wurde der LNG-Tanker Gaslog Shanghai unter Bermuda-Flagge mit katarischer Ladung nahe dem Maschinenraum getroffen, rund 11 Seemeilen nordöstlich von Limah: vollständiger Energieausfall, manövrierunfähig, Besatzung unverletzt. Am 3. August um 22:00 UTC traf es den liberianischen Massengutfrachter Minoan Pioneer etwa 20 Seemeilen nordöstlich von Chasab in Oman, mit beschädigtem Maschinenraum, komplettem Blackout, Feuer im Decksaufbau und einem vermissten dritten Ingenieur. Zwei Tage später lag das Schiff unverändert, das Feuer brannte weiter. Am 7. August teilte ADNOC mit, dass seit dem 28. Februar 15 eigene Schiffe in der Meerenge von Raketen oder Drohnen getroffen wurden. Kuwaits Verteidigungsministerium meldete zudem am 1. August, iranische Drohnen im eigenen Luftraum erfasst und abgefangen zu haben.

Wirtschaftlich ist ein Teil des Verkehrs zurück. Der Irak exportierte zwischen dem 4. Juli und dem 4. August über 30 Millionen Barrel Rohöl durch die Meerenge, 62 Schiffe mit indischer Besatzung absolvierten die Passage, mehr als 4.000 indische Seeleute wurden aus der Region repatriiert. Die Märkte haben die Deeskalation eingepreist: Brent lag am 5. August bei rund 79,43 Dollar und im Wochenverlauf bei etwa 81 Dollar, deutlich unter den 89,53 Dollar vom 29. Juli und weit entfernt vom Märzhoch von 118 bis 120 Dollar. Der Stand zum 8. August ist damit eine gemanagte, keine gelöste Krise: ein ausgehandelter Korridor, kein Waffenstillstand, und weiterhin getroffene Schiffe. Quellen: Reuters, Euronews, Al Jazeera, Seatrade Maritime, Maritime Executive, Bloomberg, Asharq Al-Awsat, Kuwait Times, Trading Economics.


25.–29. Juli 2026, USA setzen Luftangriffe aus; fragiler Stillstand, kein Waffenstillstand. Die USA setzten ihre Angriffe gegen den Iran am 25. und 26. Juli für zwei aufeinanderfolgende Tage aus. Trump erklärte, der Stopp erfolge „auf Bitten des iranischen Regimes” und warnte, dass die Angriffe ohne eine neue Vereinbarung wieder aufgenommen würden. Iranische Beamte erklärten jedoch am 27. Juli öffentlich, es gebe „keine aktuellen Verhandlungen mit den USA”, was die Fragilität der Pause unterstreicht. Es gibt keinen formellen Waffenstillstand: das MOU vom Juni ist faktisch tot. Pakistan und Katar drängen aktiv auf eine Wiederaufnahme der Gespräche. Die Straße von Hormus bleibt stark gestört, der Transitverkehr fiel Ende Juli auf rund 10–21 Schiffe pro Tag (gegenüber dem Vorkriegsstandard von 88–140 täglich). Brent notiert zum 29. Juli bei rund 89,53 $/Barrel. Quellen: CNN, NPR, Al Jazeera, Washington Post.

21. Juli 2026, neunter aufeinanderfolgender Tag von US-Angriffen; Friedensgespräche gescheitert. Das US-CENTCOM führt seit dem 12. Juli täglich Angriffe auf iranische Militärziele durch, am 21. Juli bereits im neunten aufeinanderfolgenden Tag. Die laufenden Friedensgespräche, die mit internationaler Unterstützung geführt wurden, sind vollständig gescheitert: Beide Seiten konnten keine Einigung über die Schließung der Straße von Hormus erzielen. Der Iran beharrt darauf, dass die Straße geschlossen ist; die USA und ihre Verbündeten widersprechen dies und führen Geleitoperationen durch, um den Schiffsverkehr aufrechtzuerhalten. Brent notiert bei etwa 78–80 USD/Barrel. Der UN-Generalsekretär appelliert weiterhin zur maximalen Zurückhaltung. Die Lage bleibt hochvolatil, bitte aktuelle Nachrichtenquellen konsultieren. Quellen: CNBC, CNN, Al Jazeera, NPR.


11.–13. Juli 2026, Dritte US-Angriffswelle; Iran erklärt Straße „geschlossen”

Am 11. Juli griffen die IRGC ein Containerschiff unter zyprischer Flagge in der Straße von Hormus an; ein Besatzungsmitglied wurde als vermisst gemeldet. Die USA starteten noch am selben Tag neue Vergeltungsangriffe. Am 12. Juli führte das CENTCOM seine bis dato umfangreichste Angriffsaktion durch und traf rund 140 iranische Ziele: Raketen- und Drohnenstellungen, Marinekapazitäten, Munitionslager, Kommunikationsnetzwerke und Küstenüberwachungsanlagen. Der Iran antwortete mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien, Kuwait, Bahrain und Oman. Teheran erklärte daraufhin die Straße von Hormus „bis auf Weiteres geschlossen”; das CENTCOM wies dies zurück und erklärte, es führe weiterhin Operationen durch, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Die omanische Regierung legte einen Vorschlag für einen Zwei-Routen-Korridor vor. UN-Generalsekretär Guterres forderte beide Seiten auf, „maximale Zurückhaltung” zu üben. Brent stieg am 12.–13. Juli um 3,5 % auf 78,67 USD/Barrel; WTI um 3,4 % auf 73,87 USD/Barrel. Quellen: CNBC, Bloomberg, CNN, Al Jazeera, NPR.


7.–9. Juli 2026, Waffenstillstand gescheitert: Iran greift Schiffe an, US-Angriffe wieder aufgenommen

Irans Revolutionsgarden (IRGC) griffen am 7. Juli 2026 mindestens drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus an und verletzten damit direkt das „Islamabad-Memorandum” vom 17. Juni. Zu den angegriffenen Schiffen gehörten die Al Rekayat, ein katarischer LNG-Tanker (Feuer im Maschinenraum, Explosionsgefahr), und der Wedyan, ein saudi-arabischer Supertanker mit erheblichen Schäden. Katar beschuldigte den Iran offiziell.

Das US CENTCOM schlug am 7. Juli über 80 Ziele im Iran an und führte am 8. Juli eine zweite Angriffswelle mit rund 90 Militärzielen durch, darunter iranische Luftabwehrsysteme, Führungs- und Kontrollnetzwerke, Küstenradaranlagen, Schiffsabwehrraketen und mehr als 60 IRGC-Schnellboote in und um die Meerenge. Iranische Staatsmedien bestätigten Treffer auf Kharg Island (Irans wichtigstes Rohöl-Exportterminal), Bandar Abbas, Sirik und Qeschm Island.

Auf dem NATO-Gipfel in Ankara erklärte Präsident Trump den Waffenstillstand des MOU für „beendet”, nannte Verhandlungen „Zeitverschwendung” und drohte mit einer möglichen Übernahme von Kharg Island. Die IRGC antworteten am 8. Juli mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain (NSA Bahrain/Juffair, Sheikh-Isa-Luftwaffenstützpunkt) und Kuwait (Ali-Al-Salem-Luftwaffenstützpunkt, Camp Arifjan). Bahrain und Kuwait meldeten, ihre Luftabwehr habe den Großteil der eingehenden Projektile abgefangen; keine Todesopfer bestätigt.

Die Rohölpreise stiegen am 8. Juli stark: Brent kletterte 6,3 % auf 78,80 USD/Barrel, WTI stieg 6,4 % auf 75,00 USD/Barrel, und machte damit die Erholung vom Kriegshoch von ~92 USD/Barrel im Juni zunichte. US-Militäraktionen dauerten am 9. Juli an. Quellen: CNBC, CNN, NBC News, Al Jazeera, NPR.


Update 19.–21. Juni 2026: Die geplante Unterzeichnungszeremonie in Genf am 19. Juni wurde abgesagt, nachdem erneute Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon den Zeitplan durchkreuzt hatten. Der Iran drohte erneut mit der Schließung der Straße. VP Vance reiste am 20.–21. Juni in die Schweiz für neue technische Gespräche mit den iranischen Unterhändlern (Parlamentspräsident Qalibaf und Außenminister Araghchi). Das MOU-Rahmenwerk gilt weiterhin, die formelle Ratifizierung und die Nuklearverhandlungen sind jedoch blockiert. Ölsanktionslockerung und das Einfrieren von ~24 Mrd. Dollar iranischer Auslandsguthaben hängen von der Umsetzung ab.

Stand: ~6.–7. Juni 2026 (Grundlage) / aktualisiert 21. Juni 2026, Lage entwickelt sich schnell, bitte mit aktuellen Quellen abgleichen.

Die Straße von Hormus ist das engste und strategisch wichtigste Nadelöhr der Weltenergieversorgung: Rund 20 % des global gehandelten Öls passieren diesen schmalen Meeresarm zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Wer hier den Hahn zudreht, schüttelt die gesamte Weltwirtschaft durch.

Der unmittelbare Auslöser der aktuellen Eskalation: Ein am 8. April 2026 unter pakistanischer Vermittlung geschlossener US-iranischer Waffenstillstand wurde mehrfach von beiden Seiten gebrochen. Am 1. Juni 2026 erklärte der Iran offiziell, die Straße schließen zu wollen. Am 5. Juni schossen US-Streitkräfte iranische Drohnen ab und bombardierten iranische Küstenradaranlagen; der Iran feuerte daraufhin ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain, die größtenteils abgefangen wurden.

Entscheidend für die Märkte: Eine vollständige Schließung der Straße ist bislang Absichtserklärung, kein vollendeter Fakt. Stand 5. Juni 2026 war der Seeweg noch operativ – allerdings mit drastisch reduziertem Tankerverkehr. Der Brent-Ölpreis hatte sich zwischenzeitlich erholt (er lag zuletzt bei rund 92 US-Dollar pro Barrel, Stand Anfang Juni 2026 – dieser Wert ändert sich täglich), ist aber weiterhin hochvolatil.

Die geopolitischen Fronten sind komplex: Die USA schützen die Durchfahrtsfreiheit militärisch, während der Iran die Straße als letztes großes Druckmittel betrachtet. Regionalmächte wie Saudi-Arabien und die VAE sind unmittelbar betroffen – ebenso Großabnehmer wie China, Indien, Japan und Südkorea, die den Löwenanteil des Hormus-Öls importieren.

Häufige Fragen

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Teilweise, und eher als verwalteter Korridor denn als normale Wiedereröffnung. Am **5. August 2026** erzielten Iran und Oman eine Verständigung über die **geografischen Koordinaten der Schifffahrtsrouten** durch die Meerenge, nachdem die USA ihre Angriffe eingestellt hatten. Iranische Vertreter stellten ausdrücklich klar, dass dies **keiner vollständigen Wiedereröffnung** entspricht. Parallel verhandeln **Washington, Teheran und Maskat** über eine Übergangsregelung, nach der einlaufende Schiffe **iranische Hoheitsgewässer** und auslaufende Schiffe **omanische Gewässer** nutzen würden, abgestimmt mit Teheran. Ein Teil des Verkehrs läuft wieder: Der Irak exportierte zwischen dem 4. Juli und dem 4. August über **30 Millionen Barrel** Rohöl durch die Meerenge, 62 Schiffe mit indischer Besatzung passierten sie. Quellen: Reuters, Euronews, Al Jazeera, Asharq Al-Awsat.

Zwei Schiffe wurden Anfang August 2026 getroffen. Der unter Bermuda-Flagge fahrende LNG-Tanker **Gaslog Shanghai** mit katarischer Ladung wurde am **31. Juli um 23:30 UTC** im Bereich des Maschinenraums getroffen, rund 11 Seemeilen nordöstlich von Limah. Das Schiff verlor die gesamte Energieversorgung und wurde manövrierunfähig, **ohne Verletzte an Bord**. Drei Tage später, am **3. August um 22:00 UTC**, wurde der liberianische Massengutfrachter **Minoan Pioneer** etwa 20 Seemeilen nordöstlich von Chasab in Oman getroffen: Maschinenraum beschädigt, vollständiger Blackout, Feuer im Decksaufbau, der **dritte Ingenieur wird vermisst**. Zwei Tage danach lag das Schiff unverändert an derselben Position, das Feuer brannte weiter. Quellen: Maritime Executive, Seatrade Maritime, Riviera, Bloomberg.

Eine einheitliche amtliche Zählung gibt es nicht, die Größenordnung zeigen aber die Angaben der Reeder. **ADNOC**, die Ölgesellschaft von Abu Dhabi, meldete am **7. August**, dass **15 ihrer Schiffe** seit dem **28. Februar 2026** von Raketen oder Drohnen getroffen wurden. Allein für Juli reicht die dokumentierte Liste von der Al Rekayat und der Wedyan (6. Juli) über die GFS Galaxy, Stolt Magnesium, Mombasa B, Al Bahyah, Kavomaleas, Acheloos und Kaifan, mehrere davon mit Todesopfern in der Besatzung, bis zu Gaslog Shanghai und Minoan Pioneer im August. Quellen: Reuters, Wikipedia (Krise in der Straße von Hormus 2026), Seatrade Maritime.

Brent ist vom Kriegshoch deutlich zurückgefallen. Der Preis lag am **5. August 2026 bei rund 79,43 US-Dollar je Barrel** und stieg nach drei Verlusttagen im Wochenverlauf wieder auf etwa **81 Dollar**. Zum Vergleich: Am 29. Juli notierte Brent bei rund **89,53 Dollar**, im März 2026 hatte er auf dem Höhepunkt der Störung nahezu **118 bis 120 Dollar** erreicht. In dieser Krise reagiert der Ölpreis unmittelbar auf Schlagzeilen, die Zahlen hier sind datierte Anhaltspunkte und ersetzen keinen Blick auf aktuelle Marktdaten. Quellen: Trading Economics, CNBC, Reuters.

Die Straße von Hormus ist kein Handelsplatz mit eigenem Preis – Öl wird an globalen Börsen gehandelt, der Referenzpreis ist der Brent-Kurs. Anfang Juni 2026 lag Brent bei rund 92 US-Dollar pro Barrel, nachdem er durch die Eskalation zunächst kräftig gestiegen war und dann wieder nachgab. Dieser Wert ändert sich täglich und sollte mit einer aktuellen Börsenmeldung gegengeprüft werden.

Sort of – aber kaum nennenswert. Der Iran verfügt über eine Pipeline zum Exportterminal Jask am Golf von Oman, der die Straße von Hormus umgeht, doch deren Kapazität ist begrenzt und reicht bei Weitem nicht aus, um Exporte in halbwegs relevantem Umfang aufrechtzuerhalten. Ein vollständiger Verzicht auf die Straße würde den Iran wirtschaftlich weitgehend isolieren – was erklärt, warum die Drohung einer Schließung ein gegenseitiges Instrument des Drucks ist.

Ein echter, anhaltender Verschluss würde einen Preisschock auslösen, der die Ölkrisen der 1970er-Jahre in den Schatten stellen könnte – rund 20 % des weltweiten Ölhandels hätten keinen Abfluss mehr. Analysten und Energiemärkte haben auf die bloße Ankündigung des Irans am 1. Juni 2026 bereits mit starken Ausschlägen reagiert. Wie weit die Preise tatsächlich stiegen, hängt von der Dauer und dem tatsächlichen Ausmaß einer Sperrung ab – konkrete Zahlen für ein Szenario wären Spekulation.

Der weitaus größte Abnehmer iranischen Öls ist **China**, das trotz westlicher Sanktionen erhebliche Mengen importiert – oft über Drittstaaten und mit verschleierten Schiffsbewegungen. Kleinere Mengen gehen nach Syrien, Venezuela und in andere Länder, die westliche Sanktionsregime nicht mitragen. Westliche Länder importieren offiziell kein iranisches Öl.

Dasselbe wie bei Frage 3: Eine tatsächliche Schließung würde die globalen Ölpreise schlagartig und massiv in die Höhe treiben, da ein Fünftel des weltweiten Angebots wegfiele. Reservekapazitäten der OPEC-Länder und strategische Reserven der Verbraucherstaaten würden sofort aktiviert, könnten einen Schock aber nicht vollständig abfedern. Stand 5.–6. Juni 2026 ist die Straße noch offen – die Lage ist jedoch hochinstabil.

Hochgefährlich und eskalierend – Stand 9. Juli 2026. Irans IRGC griff am 7. Juli mindestens drei Handelsschiffe an, darunter den LNG-Tanker Al Rekayat (Feuer im Maschinenraum) und den Supertanker Wedyan, und brach damit das MOU vom 17. Juni. Die USA schlugen am 7. Juli mit über 80 Zielen (Kharg Island, Bandar Abbas, Sirik, Qeschm) zurück und griffen am 8. Juli mit rund 90 Zielen erneut an. Trump erklärte den Waffenstillstand auf dem NATO-Gipfel in Ankara für 'beendet'. Der Iran beschoss US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait mit Drohnen und Raketen. Brent stieg am 8. Juli um 6,3 % auf 78,80 USD/Barrel. Live-Tracking: MarineTraffic, Kpler. Quellen: CNBC, CNN, Al Jazeera, NPR.

Weil der Iran am 7. Juli 2026 tatsächlich Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen und damit den Waffenstillstand gebrochen hat. Die USA schlugen mit massiven Luftangriffen zurück (80+ Ziele am 7. Juli, ~90 am 8. Juli). Präsident Trump erklärte das Friedensabkommen für 'beendet'. Der Iran beschoss US-Basen in Bahrain und Kuwait. Brent stieg daraufhin am 8. Juli um 6,3 % auf 78,80 USD/Barrel, nachdem er nach dem MOU vom Juni auf rund 70 USD/Barrel gefallen war. Märkte reagieren auf die Eskalation, die ~20 % des Weltöls bedroht. Quellen: CNBC, Al Jazeera, ABC News.

Hauptabnehmer sind die großen asiatischen Volkswirtschaften: **China, Indien, Japan und Südkorea** sind für den größten Teil des Hormus-Öls verantwortlich. Aber auch europäische Länder und die USA beziehen über diesen Seeweg einen Teil ihres Rohöls, vor allem aus Saudi-Arabien, den VAE, Kuwait, dem Irak und Katar.

Rund **20 % des gesamten weltweiten Ölhandels** passieren die Straße von Hormus – das entspricht nach Angaben der US-Energiebehörde EIA ca. 17 bis 21 Millionen Barrel täglich (Zahlen variieren je nach Quelle und Jahr). Keine andere einzelne Meerenge der Welt ist für die Energieversorgung auch nur annähernd so bedeutsam.

Deutschland bezieht seinen Rohöl-Import seit der Umstrukturierung nach dem Ukrainekrieg ab 2022 überwiegend aus Norwegen, den USA und Kasachstan – der direkte Anteil der Hormus-Route an deutschen Importen ist gering und lässt sich nicht auf eine exakte Zahl festlegen. Indirekt trifft ein Preisschock am Hormus aber auch Deutschland hart, da Öl ein globaler Markt ist und Preissteigerungen überall ankommen.

Dazu liegen keine verifizierten Zahlen aus den aktuellen Quellen vor – das ist unbestätigt. Bekannt ist, dass der Tankerverkehr seit dem 1. Juni 2026 stark zurückgegangen ist; ob und wie viele Schiffe konkret blockiert oder festgehalten sind, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht seriös beziffern. Aktuelle Schifffahrts-Tracking-Dienste wie MarineTraffic sind hier die verlässlichste Quelle.

Ja, aber nur begrenzt. Saudi-Arabien betreibt die **East-West-Pipeline (Petroline)**, die Öl ans Rote Meer umleitet; die VAE haben eine Pipeline nach Fujairah am Golf von Oman. Diese Alternativrouten können einen Teil des Volumens auffangen – aber bei Weitem nicht alle 17–21 Millionen Barrel täglich, die sonst durch die Straße fließen. Ein vollständiger Ersatz ist nicht möglich.

Die Straße von Hormus ist schlicht das wichtigste Einzelnadelöhr der globalen Energieversorgung – kein anderer Seeweg transportiert auch nur annähernd so viel Öl und Gas. Etwa 20 % des Weltölhandels und ein erheblicher Teil des globalen LNG-Exports (vor allem aus Katar) laufen hier durch. Eine Blockade hätte Schockwellen bis in die letzte Volkswirtschaft der Welt.

Europa hat seinen Hormus-Anteil seit 2022 bewusst gesenkt, ist aber nicht unabhängig: Ein relevanter, jedoch schwer exakt bezifferbarer Teil europäischer Ölimporte – vor allem aus dem Nahen Osten – läuft noch immer durch die Straße. Schwerer wiegt der indirekte Effekt: Ein globaler Preisschock durch eine Hormus-Blockade trifft Europas Energiemärkte unabhängig davon, woher die physischen Lieferungen kommen.

**China** ist mit großem Abstand der Hauptkäufer iranischen Öls – und ignoriert dabei westliche Sanktionen. Nach verfügbaren Berichten importiert China weiterhin erhebliche Mengen, oft über verschleierte Tanker-Routen und Umschlagpunkte in Drittländern. Weitere kleinere Käufer sind Syrien, Venezuela und einzelne andere Staaten; westliche Länder kaufen offiziell kein iranisches Öl.

In normalen Zeiten passieren nach Angaben der US-Energiebehörde EIA täglich rund **20 bis 21 Öltanker** die Straße in jede Richtung – dazu kommen LNG-Tanker, Frachtschiffe und Kriegsschiffe. Stand ~6. Juni 2026 ist der Tankerverkehr nach verifizierten Informationen deutlich eingebrochen; konkrete Tageszahlen für die aktuelle Krisenphase liegen nicht vor.

Die Straße ist eine rund **54 Kilometer breite** Meeresenge zwischen dem Iran im Norden und Oman bzw. den VAE im Süden. Die Schifffahrtskorridore sind auf jeweils nur etwa **3 Kilometer Breite** pro Fahrtrichtung begrenzt, was die enge zu einem extrem leicht zu überwachenden und zu blockierenden Engpass macht. Irans Küste liegt zum Teil nur wenige Kilometer von den Hauptschifffahrtswegen entfernt.

Weil es schlicht keine vollwertige Alternative gibt. Rund 20 % des global gehandelten Öls und ein Großteil des katarischen LNG müssen durch diesen wenige Kilometer breiten Korridor. Die Alternativpipelines existieren, sind aber kapazitätsmäßig weit unterlegen. Wer die Straße kontrolliert – oder blockiert –, hat direkten Zugriff auf die Energieversorgung eines Großteils der Weltwirtschaft.

Eine genaue offizielle Prozentzahl für Deutschland und die Hormus-Route gibt es nicht, und die verifizierten Quellen dieser Situation nennen keine. Fest steht: Deutschland hat seinen Nahostanteil an Rohölimporten nach 2022 stark reduziert und deckt sich heute vorwiegend über Norwegen, die USA und Kasachstan. Der direkte Hormus-Anteil dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen – der indirekte Preiseffekt trifft Deutschland aber voll.

Nach Schätzungen westlicher Energieanalytiker (u. a. Kpler, Vortexa) importiert China rund **10–15 % seines gesamten Rohöls** aus dem Iran – trotz oder gerade wegen der Sanktionen, die iranisches Öl mit erheblichem Preisabschlag auf dem Markt anbieten. Offizielle chinesische Statistiken weisen iranisches Öl oft nicht als solches aus, weshalb alle Zahlen Schätzungen auf Basis von Tanker-Tracking-Daten sind.

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