Día de los Muertos 2026: Termine, Parade in Mexiko-Stadt, Bräuche
Der mexikanische Día de los Muertos (Día de Muertos) fällt 2026 auf Sonntag, den 1., und Montag, den 2. November, also auf dieselben Tage wie Allerheiligen und Allerseelen. In Mexiko-Stadt startet die große Parade, die 10. Ausgabe, am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) am Diana-Cazadora-Brunnen am Paseo de la Reforma und zieht zum Zócalo, wo ab 29. Oktober eine Mega-Ofrenda zu Ehren von José Guadalupe Posada steht. Das Fest gehört seit 2008 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO (Proklamation 2003), die Parade gibt es dagegen erst seit 2016, angeregt durch den James-Bond-Film Spectre. Quellen: UNESCO, Fox Sports México, Chilango, Expansión, PBS NewsHour.
Der Kontext
Der Día de los Muertos 2026 fällt auf Sonntag, den 1., und Montag, den 2. November, also genau auf Allerheiligen und Allerseelen. Der erste Tag gehört traditionell den verstorbenen Kindern, der zweite den Erwachsenen, doch das Fest beginnt früher: In vielen mexikanischen Familien steht der Altar schon am Abend des 31. Oktober, und der Volkskalender empfängt einzelne Seelen bereits ab Ende Oktober. Die UNESCO, die das indigene Fest zu Ehren der Toten 2008 eingetragen hat, nachdem sie es 2003 proklamiert hatte, beschreibt die kurze Rückkehr der Verstorbenen zu ihren Familien am Ende des Maiszyklus.
Wo man im deutschsprachigen Raum an Allerheiligen still die Gräber besucht und Grablichter anzündet, feiert Mexiko ein Wiedersehen. Auf der Ofrenda stehen Fotos, Kerzen, Wasser, Salz, Copal, Zuckerschädel, Pan de muerto, das Lieblingsessen der Toten, bunte Papel-picado-Girlanden und die orangefarbenen Blüten der Cempasúchil, die den Seelen den Weg nach Hause zeigen sollen. Vielerorts verbringen Familien die Nacht auf dem Friedhof und schmücken die Gräber. Mit Halloween hat das wenig zu tun, auch wenn sich beide inzwischen die Schaufenster teilen.
In Mexiko-Stadt ist der große Termin der Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr (21 Uhr MEZ): Die 10. große Parade zum Día de Muertos zieht vom Diana-Cazadora-Brunnen am Paseo de la Reforma zum Zócalo, mit mehr als 4.000 Mitwirkenden, 12 Festwagen und Ehrungen für Juan Gabriel, Juan Rulfo, Nellie Campobello und Emilio “El Indio” Fernández. Die Parade ist jung: Es gibt sie erst seit 2016, nachdem der Bond-Film Spectre 2015 eine für seine Eröffnungsszene erfunden hatte. Die Mega-Ofrenda auf dem Zócalo, Posada gewidmet und mit einer 32 Meter hohen Catrina, öffnet am 29. Oktober.
Die elegante Skelettdame La Catrina stammt von José Guadalupe Posada, der sie um 1912 radierte; Diego Rivera gab ihr in einem Wandbild der 1940er-Jahre ihren Namen, und Pixars Coco (2017) machte die Bilderwelt des Festes weltweit bekannt. Quellen: UNESCO, Fox Sports México, Chilango, Récord, Publimetro, Expansión, PBS NewsHour, N+, WikiArt.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Die erste Parade fand 2016 statt, nachdem der Film Spectre (2015) eine erfunden hatte. 2026 ist die 10. Ausgabe. (PBS NewsHour, Publimetro)
Ein eigenständiges Fest aus indigenen Bräuchen und den katholischen Festen Allerheiligen und Allerseelen, das die Toten ehrt statt zu gruseln. (UNESCO)
2003 proklamiert, 2008 in die Repräsentative Liste eingetragen. (UNESCO)
Posada schuf die Figur um 1912 als Calavera Garbancera; Rivera gab ihr in seinem Alameda-Wandbild den Namen. (WikiArt, Milenio)
Er steht nicht in Artikel 74 des Bundesarbeitsgesetzes; nur die Schulen schließen. (Expansión)
Die Stadt strebt den Rekord an; er gilt erst nach Prüfung durch Guinness World Records. (Expansión, Chilango)