ATP Finals 2026: Termine, Turin und wer schon qualifiziert ist
Die Nitto ATP Finals 2026 laufen vom 15. bis 22. November in der Inalpi Arena in Turin, im sechsten Jahr in Folge in der Stadt. Jannik Sinner, Alexander Zverev und Carlos Alcaraz haben ihre Plätze sicher; die übrigen sind ungewöhnlich offen, mit Ben Shelton, Flavio Cobolli, Frances Tiafoe, Arthur Fils und Daniil Medvedev in Reichweite. Acht Spieler, zwei Vorrundengruppen, dann Halbfinale und Finale. Quellen: ATP Tour, Nitto ATP Finals.
Der Kontext
Die Nitto ATP Finals 2026 laufen vom 15. bis 22. November in der Inalpi Arena in Turin, die sechste Auflage in Folge in der Stadt, seit das Turnier 2021 London verlassen hat. Es beschließt die ATP-Saison: acht Einzelspieler und acht Doppelpaarungen, Hartplatz in der Halle, und das einzige Turnier des Jahres, bei dem eine Niederlage nicht sofort die Heimreise bedeutet.
Drei Spieler waren Ende September bereits durch. Jannik Sinner qualifizierte sich als Erster, als Weltranglistenerster und Wimbledonsieger, und kommt zum vierten Mal in Folge nach Turin. Alexander Zverev folgte nach einer Saison, die seine Karriere gedreht hat, mit den French Open und anschließend den US Open, seinen ersten beiden Grand-Slam-Titeln im selben Jahr. Carlos Alcaraz sicherte seinen Platz über die Australian Open, den Titel, der seinen Karriere-Grand-Slam komplettierte. Zu dritt haben sie 2026 sämtliche Majors unter sich aufgeteilt.
Spannend ist alles darunter. Die verbleibenden fünf Plätze waren zum Start der Hallensaison wirklich offen: Ben Shelton stand nach seinem US-Open-Finale am besten da, dahinter Flavio Cobolli mit etwa 3.530 Punkten, Frances Tiafoe bei rund 3.330 und Arthur Fils bei ungefähr 3.150, während Daniil Medvedev den letzten Qualifikationsrang mit etwa 2.780 Punkten hielt. Taylor Fritz, Rafael Jodar und, deutlich weiter hinten, Novak Djokovic blieben im Rennen. Diese Zahlen sind eine Momentaufnahme von Ende September, und die Hallenturniere in Wien, Basel und Paris werden sie neu sortieren.
Die Qualifikation läuft über das PIF ATP Race to Turin, das nur das laufende Kalenderjahr zählt statt rollender 52 Wochen. Der einzige Kniff ist die Grand-Slam-Regel: Ein Major-Sieger, der das Race in den Top 20 beendet, kann einen Platz vor einem besser platzierten Spieler belegen, was den Schnitt in Jahren, in denen ein Grand-Slam-Sieger sonst schwach war, von Rang acht auf Rang sieben verschiebt.
Der Modus macht die Woche sehenswert. Zwei Vierergruppen, jeder gegen jeden, drei Partien pro Spieler, sodass jemand am Montag verlieren und am Sonntag trotzdem den Pokal heben kann. Die zwei Gruppenbesten treffen über Kreuz im Halbfinale aufeinander, und ein ungeschlagener Champion sammelt 1.500 Weltranglistenpunkte ein, zusammengesetzt aus 200 pro Gruppensieg, 400 fürs Halbfinale und 500 fürs Endspiel. Diese Summe reicht aus, dass die Jahresendnummer eins häufig hier fällt, auch wenn die Finals sie nie direkt verleihen: Sie geht an den, der bei Saisonende die ATP-Weltrangliste anführt. Quellen: ATP Tour, Nitto ATP Finals.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Er qualifizierte sich als Erster, perfekt gemacht auf dem Weg ins Wimbledonfinale. (ATP Tour)
Längst erledigt. Der Titel bei den Australian Open sicherte seinen Platz weit vor dem Herbst. (ATP Tour)
Ende September rund auf Rang 15 des Race, also weit zurück, rechnerisch aber nicht draußen, die Hallensaison steht noch aus. (ATP Tour)
Oft entscheidet es die Sache, 1.500 Punkte wiegen schwer, doch die Rangliste bleibt die Rangliste. Manche Jahre ist der Platz vor Turin vergeben.
Das ist das einzige Turnier des Jahres ohne K.-o.-System. Drei Partien sind garantiert, und es gab schon Champions mit einer Gruppenniederlage. (ATP Tour)
Nicht dieses Jahr. 2026 ist die sechste Auflage in Folge in der Inalpi Arena. Wie es danach weitergeht, ist öffentlich nicht geklärt. (Nitto ATP Finals)