US-Staatsschulden überschreiten 40 Billionen Dollar
Die US-Staatsverschuldung hat am 19. August 2026 erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar (40.000 Mrd.) überschritten, eine Verdoppelung in weniger als zehn Jahren. Die Bundesregierung leiht sich täglich 6 Milliarden Dollar, mehr als die Hälfte davon fließt in die Zinszahlungen. Der Meilenstein kam Monate früher als erwartet, unter anderem wegen entgangener Zolleinnahmen. Beim aktuellen Tempo werden 50 Billionen in etwa sechs Jahren erreicht. Quellen: Washington Post, CBS News, PBS News, Al Jazeera.
Der Kontext
Die US-Staatsverschuldung hat am 18.–19. August 2026 erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar durchbrochen, ein Meilenstein, den das Finanzministerium in seinem täglichen Finanzbericht mit 40,05 Billionen Dollar bestätigte. Er kam Monate früher als von Märkten erwartet, unter anderem wegen Einnahmeausfällen durch angefochtene oder ungültig erklärte Zölle, auf dem Fundament struktureller Haushaltsdefizite, die nun seit mehr als zwei Jahrzehnten anhalten.
Die Geschwindigkeit der Verdoppelung ist bemerkenswert: Die Verschuldung lag 2017 noch bei rund 20 Billionen Dollar und hat sich in weniger als neun Jahren auf 40 Billionen verdoppelt. Zum Vergleich: Es dauerte fast 200 Jahre, bis die USA ihre ersten 1 Billion Dollar angehäuft hatten; heute fügt die Bundesregierung diesen Betrag in unter fünf Monaten hinzu.
Die Dynamik der Schulden verstärkt sich selbst. Die US-Bundesregierung leiht sich täglich rund 6 Milliarden Dollar, davon fließt mehr als die Hälfte direkt in Zinszahlungen auf die bestehende Schuld, über 3 Milliarden täglich allein für Zinsen, ein Betrag, der den gesamten jährlichen Verteidigungshaushalt überschreitet. Beim aktuellen Tempo werden 50 Billionen Dollar innerhalb von rund sechs Jahren erwartet, also ungefähr 2032.
Wem gehören diese 40 Billionen? Ein erheblicher Teil, etwa 7–8 Billionen, ist staatsintern, in den Treuhandfonds der Sozialversicherung und Medicare. Der Rest gehört der Öffentlichkeit: amerikanische Pensionsfonds, die Federal Reserve, und ausländische Gläubiger, wobei Japan und China historisch die größten ausländischen Inhaber von US-Staatsanleihen sind. Ob diese Schuldenquote tragfähig ist, bleibt umstritten: Die USA profitieren vom Reservewährungsstatus des Dollars, der für strukturelle globale Nachfrage nach Treasuries sorgt; doch steigende Zinskosten verdrängen zunehmend andere Ausgaben und engen den fiskalischen Spielraum für künftige Krisen ein. Quellen: Washington Post, CBS News, PBS News, Al Jazeera, House Budget Committee.