Greg Abel und Berkshire Hathaway 2026
Greg Abel wurde am 1. Januar 2026 offiziell CEO von Berkshire Hathaway als Nachfolger von Warren Buffett, der als Vorstandsvorsitzender tätig bleibt. Abel investierte allein im 2. Quartal 2026 rund 35 Milliarden Dollar, sein aktivstes Quartal bisher, und baute das Portfolio im 1. Quartal massiv um (16 Positionen liquidiert, 6 reduziert). Warren Buffett kommt weiterhin täglich ins Büro. Quellen: Motley Fool, Bloomberg, August 2026.
Der Kontext
Am 1. Januar 2026 wurde Greg Abel zum CEO von Berkshire Hathaway ernannt und beendete damit eine der meistbeobachteten Nachfolgeregelungen der Unternehmensgeschichte. Warren Buffett, der einen maroden Textilbetrieb in knapp sechs Jahrzehnten zu einem der angesehensten Konglomerate der Welt geformt hatte, übernahm den Titel des Executive Chairman, kommt aber weiterhin täglich ins Büro, gemeinsam mit den Investmentmanagern Ted Weschler und Todd Combs.
Abel verlor keine Zeit. Sein erstes Quartal als CEO war von einem radikalen Portfolio-Umbau geprägt: 16 Positionen komplett liquidiert und 6 weitere reduziert, ein Ausmaß an Veränderung, das in der Buffett-Ära kaum zu beobachten war. Im 2. Quartal 2026 investierte er dann rund 35 Milliarden Dollar in neue Positionen, das aktivste Quartal in Berkshires jüngerer Geschichte. Seine Top-5-Positionen machen nun etwa 63% eines ~355-Milliarden-Dollar-Portfolios aus.
Die zentrale Frage der Finanzpresse: Ist Greg Abel der neue Buffett? Die Antwort lässt sich, wie jede Investitionsthese, erst langfristig messen. Was feststeht: Abel ist kein verwaltender CEO. Sein Hintergrund in der Energiebranche (Berkshire Hathaway Energy) prägt sein Gespür für kapitalintensive, langfristig stabile Geschäftsmodelle. Seine ersten Entscheidungen deuten auf Entschlossenheit und die Bereitschaft hin, groß zu handeln, wenn er eine Chance sieht. Quellen: Motley Fool, Bloomberg, Berkshire Hathaway Geschäftsberichte, August 2026.