Fields-Medaille 2026
Fields-Medaille 2026 am 23. Juli beim ICM in Philadelphia verliehen an vier Mathematiker unter 40: Hong Wang (NYU, 3. Frau der Geschichte, bewies die 3D-Kakeya-Vermutung), Yu Deng (UChicago, Boltzmann-Gleichung), John Pardon (Stony Brook, symplektische Geometrie), Jacob Tsimerman (Toronto, algebraische Geometrie). Erstmals zwei Gewinner chinesischer Herkunft. Quellen: Simons Foundation, Quanta Magazine, Nature.
Der Kontext
Die Fields-Medaille 2026, die höchste Auszeichnung der Mathematik weltweit, wurde am 23. Juli bei der Eröffnungsfeier des Internationalen Mathematikerkongresses (ICM) in Philadelphia verliehen. Vier Mathematiker unter 40 Jahren wurden ausgezeichnet: Hong Wang, Yu Deng, John Pardon und Jacob Tsimerman.
Im Mittelpunkt steht Hong Wang, außerordentliche Professorin am Courant Institute der NYU. Sie ist erst die dritte Frau in der 90-jährigen Geschichte des Preises, die ihn erhält. Ihre Auszeichnung würdigt den Beweis, den sie im Februar 2025 gemeinsam mit Joshua Zahl (UBC) veröffentlichte: die Lösung der dreidimensionalen Kakeya-Vermutung, ein seit über einem Jahrhundert offenes Problem der harmonischen Analysis. Terence Tao, selbst Fields-Medaillist, bezeichnete diesen Beweis als eine der größten mathematischen Leistungen des 21. Jahrhunderts.
Die anderen drei Laureaten spiegeln die Breite der modernen Mathematik wider. Yu Deng (University of Chicago), 37, wird für tiefgreifende Arbeiten zu partiellen Differentialgleichungen und der Boltzmann-Gleichung geehrt. John Pardon (Stony Brook) löste fundamentale Probleme der symplektischen Geometrie mit Auswirkungen auf die theoretische Physik. Jacob Tsimerman (Toronto), 38, revolutionierte die Anwendung der O-Minimalität in der algebraischen Geometrie und bewies die Vermutungen von Griffiths und André-Oort.