Epstein-Akten 2026: Was das DOJ veröffentlichte und die wichtigsten Enthüllungen
Das US-Justizministerium (DOJ) veröffentlichte Anfang 2026 im Rahmen des Epstein Files Transparency Act 3,5 Millionen Seiten Ermittlungsakten zu Jeffrey Epstein, darunter rund 2.000 Videos und 180.000 Bilder. Schlüsselentdeckungen: E-Mails der ehemaligen Obama-Rechtsberaterin Kathryn Ruemmler, die Epstein 'Uncle Jeffrey' nannte, ein Organigramm seines Netzwerks mit Maxwell sowie anhaltende Fragen dazu, warum nur 3,5 von 6 Millionen gesammelten Seiten veröffentlicht wurden.
Der Kontext
Das Epstein Files Transparency Act verpflichtete das US-Justizministerium, die Ermittlungsunterlagen zur Jeffrey-Epstein-Untersuchung zu veröffentlichen. Das DOJ kam dieser Pflicht mit der Veröffentlichung von rund 3,5 Millionen Seiten, 2.000 Videos und etwa 180.000 Bildern nach — eine der umfangreichsten Dokumentenveröffentlichungen in der Geschichte der US-Strafverfolgung.
Die Akten haben sofortige öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregt wegen der Erkenntnisse über Epsteins Netzwerk. Zu den meistdiskutierten Enthüllungen: E-Mails zeigen, dass Kathryn Ruemmler, frühere Rechtsberaterin des Weißen Hauses unter Obama, Epstein als »Uncle Jeffrey« bezeichnete und Geschenke von ihm annahm — darunter eine Handtasche im Wert von 9.000 Dollar —, während sie ihm angeblich riet, wie er Fragen zu seinem Sexualleben beantworten solle. Thomas Pritzker, Vorsitzender von Hyatt Hotels, erscheint in Unterlagen, die zeigen, dass er nach Epsteins Verurteilung 2008 weiterhin Kontakt zu ihm pflegte. Ein Organigramm zeigt Epsteins inneren Kreis mit Verbindungen zu Ghislaine Maxwell, Anwälten und Finanzberatern.
Kritiker — Überlebende und Abgeordnete beider Parteien — haben eine zentrale Frage aufgeworfen: Das DOJ räumte ein, mehr als 6 Millionen Seiten gesammelt zu haben, veröffentlichte jedoch nur 3,5 Millionen. Die Lücke zwischen dem Gesammelten und dem Veröffentlichten ist ein wichtiger Untersuchungsgegenstand: Opferschutzorganisationen argumentieren, das zurückgehaltene Material könnte Beweise für weitere Täter und Unterstützer enthalten. Die Analyse der veröffentlichten Dokumente läuft weltweit in Redaktionen und Parlamenten.