Terrorverurteilung Hadi Matar: Angreifer von Salman Rushdie schuldig gesprochen
Am 30. Juli 2026 sprach ein Bundesgericht in Buffalo (New York) Hadi Matar in allen Anklagepunkten des Terrorismus für das Messerattentat auf Autor Salman Rushdie 2022 schuldig. Matar (28) wurde wegen materieller Unterstützung der Hisbollah und internationalen Terrorismus verurteilt. Er verbüßt bereits 25 Jahre wegen versuchten Mordes und riskiert nun lebenslange Haft. Die Bundesstrafe wird am 3. November 2026 verkündet. Quellen: US News, Al Jazeera, UPI.
Der Kontext
Am 30. Juli 2026 fällte eine Bundesgeschworenenkommission in Buffalo (New York) ein schnelles und einstimmiges Urteil: Hadi Matar wurde in allen Terrorismuspunkten für das Attentat auf Salman Rushdie 2022 schuldig gesprochen. Die Jury beriet lediglich zwei Stunden, ein Zeichen für die Stärke des Anklagefalls. Matar (28) hatte Rushdie am 12. August 2022 auf der Bühne der Chautauqua Institution im Bundesstaat New York angegriffen und ihm fünfzehn Messerstiche versetzt, vor einem entsetzten Publikum, das sich versammelt hatte, um den Autor über die Sicherheit von Schriftstellern sprechen zu hören.
Die Bundesanklagepunkte, materielle Unterstützung der Hisbollah, grenzüberschreitender Terrorismus und materielle Unterstützung von Terroristen, sehen eine Höchststrafe von lebenslanger Haft vor. Matar verbüßt bereits 25 Jahre aufgrund eines Urteils des Staatsgerichts New York wegen versuchten Mordes vom Mai 2025. Die Bundesstrafe wird am 3. November 2026 in Buffalo verkündet.
Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass Matar über ein Jahr lang die Fatwa des Ayatollahs Chomeini von 1989 studiert hatte, die Rushdies Tod nach der Veröffentlichung von Die satanischen Verse forderte, und sich vor dem Anschlag in die Hisbollah-Ideologie vertieft hatte. Rushdie, der überlebte, aber die Sehkraft auf dem rechten Auge verlor, veröffentlichte 2024 ein Memoir über den Angriff, Knife. Diese Verurteilung schließt das Bundeskapitel eines Falls, der die Literaturwelt erschütterte und die globale Debatte über Meinungsfreiheit und religiös motivierte Gewalt neu entfachte.