Presidents Cup 2026: Termine, Teams und Modus in Medinah
Die 16. Presidents Cup läuft vom 24. bis 27. September 2026 im Medinah Country Club Nr. 3 bei Chicago. Brandt Snedeker führt die USA, Geoff Ogilvy das International Team, auf einem Platz, den Ogilvys eigenes Architekturbüro umgebaut hat. 30 Matches, je ein Punkt, 15,5 Punkte zum Sieg. Die USA führen die Bilanz mit 13-1-1, das International Team hat seit 1998 nicht mehr gewonnen. Quellen: Presidents Cup, PGA Tour, Golf Channel, Golf Digest.
Der Kontext
Die Presidents Cup 2026 macht vom 24. bis 27. September im Medinah Country Club Station, die 16. Auflage des anderen großen Teamwettbewerbs im Golf und der erste große Termin auf einem Platz, den Chicago kaum wiedererkennt. Platz Nr. 3 schloss im Oktober 2022 und öffnete 2024 wieder, nach einem Umbau für 23,5 Millionen Dollar durch das australische Büro OCM Golf: drei neue Löcher, ein neu geführter Schluss entlang des Lake Kadijah und der Abschied vom weichen Parkland zugunsten einer Anmutung nahe am Melbourne Sandbelt.
Der Mann, der diesen Umbau verantwortet hat, ist zugleich Kapitän des International Teams. Geoff Ogilvy, US-Open-Sieger von 2006, ist Partner bei OCM. Damit ist dies einer der seltenen Teamwettbewerbe, bei denen ein Kapitän zwei Jahre lang mit Plänen in der Hand über den Gastgeberplatz gelaufen ist. Ob sich das in Punkte übersetzt, ist eine andere Frage, denn die Bilanz, die er bewegen will, ist bitter: 13 US-Siege, ein internationaler Sieg, ein Remis in fünfzehn Auflagen, und für seine Seite seit Royal Melbourne 1998 nichts mehr.
Das Team von Brandt Snedeker sieht wieder aus wie erwartet. Scottie Scheffler, Cameron Young, Wyndham Clark, Russell Henley, Sam Burns und Collin Morikawa qualifizierten sich direkt. Die sechs Picks vom 1. September mischen das Naheliegende (Xander Schauffele, Justin Thomas, Patrick Cantlay) mit drei Debütanten: Chris Gotterup, Jacob Bridgeman und der 21-jährige Jackson Koivun, der nach seinem Wechsel ins Profilager bereits bei seinem dritten Start gewann.
Ogilvys Zwölf sind Si Woo Kim, Hideki Matsuyama, Ryan Fox, Tom Kim, Min Woo Lee und Adam Scott über die Qualifikation, dazu Christiaan Bezuidenhout, Corey Conners, Nico Echavarria, Ryo Hisatsune, Sungjae Im und Nick Taylor. Scott ist die Konstante, bei seiner elften Presidents Cup. Echavarria, Hisatsune und Taylor sind Neulinge. Der einzige Name, den ihm das Format verwehrt, ist der eines Europäers: Der Ryder Cup hat sich den Kontinent gesichert, der die Amerikaner tatsächlich schlägt.
Die Rechnung ist simpel. 30 Punkte, einer pro Match, 15,5 zum Sieg. Fünf Vierball am Donnerstag, fünf Foursomes am Freitag, vier und vier am Samstag, dann zwölf Einzel am Sonntag. Wenn die Schlusssession beginnt, ist noch fast die Hälfte aller Punkte offen, was das Format als Versprechen versteht, dass ein Rückstand aufholbar bleibt. Übertragen wird auf Golf Channel, NBC und Peacock in den USA und Sky Sports Golf in Großbritannien, und niemand spielt um einen Scheck: Die Presidents Cup reicht ihre Einnahmen an Organisationen weiter, die die Spieler selbst benennen.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Europäer sind per Reglement ausgeschlossen. Das International Team lässt Europa außen vor, das ist der ganze Sinn des Formats. (Presidents Cup)
Einmal, 1998 in Royal Melbourne, dazu ein Remis 2003. Ein Sieg aus fünfzehn Versuchen, aber eben nicht null. (Presidents Cup)
Gleicher Club, weitgehend neuer Platz. OCM Golf hat ihn zwischen 2022 und 2024 komplett umgebaut, inklusive drei neuer Löcher. (Golf Digest)
Geoff Ogilvys Büro OCM Golf leitete den Umbau für 23,5 Millionen Dollar. Ein Kapitän, der weiß, wohin jedes Grün abweist, hat einen echten Vorteil. (Golf Digest)
Kein Preisgeld. Die Einnahmen gehen an gemeinnützige Organisationen, die Spieler und Kapitäne benennen. (Presidents Cup)
Er führt die sechs automatisch Qualifizierten an, vor Young, Clark, Henley, Burns und Morikawa. (PGA Tour)