Solheim Cup 2026: Europa schlägt die USA 15:13 in Bernardus
Europa hat den Solheim Cup 2026 mit 15:13 in Bernardus Golf in Cromvoirt gewonnen und sich den Pokal mit einer überlegenen Einzel-Session am Sonntag zurückgeholt. Lottie Woad brachte Europa mit einem 2&1 gegen Auston Kim an den entscheidenden Punkt, Carlota Ciganda machte es mit 4&2 gegen Jennifer Kupcho endgültig. Der Solheim Cup 2026 wird vom 11. bis 13. September in Bernardus Golf in Cromvoirt (Nordbrabant) gespielt, erstmals in den Niederlanden. Anna Nordqvist ist Kapitänin Europas, Angela Stanford führt die USA, die als Titelverteidigerinnen anreisen (Sieg 2024 in Virginia). Europa: Lottie Woad, Charley Hull, Maja Stark, Linn Grant, Céline Boutier, Carlota Ciganda, Nanna Koerstz Madsen, Esther Henseleit sowie die Wildcards Leona Maguire, Julia López Ramírez, Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes. USA: Nelly Korda, Angel Yin, Jennifer Kupcho, Yealimi Noh, Auston Kim, Lauren Coughlin, Allisen Corpuz, Andrea Lee, Alison Lee sowie Lindy Duncan, Meghan Khang und Rose Zhang. Quellen: Solheim Cup, LPGA, Sky Sports, CBS Sports, Golf Digest.
Der Kontext
Europa hat den Solheim Cup 2026 mit 15:13 gewonnen und sich den Pokal am Sonntag, 13. September, in Bernardus Golf zurückgeholt. Entschieden wurde die Woche in den Einzeln: Lottie Woad, eine Debütantin, schlug Auston Kim mit 2&1 und brachte Europa über die 14,5 Punkte, die als Herausfordererinnen nötig waren, Carlota Ciganda machte mit 4&2 gegen Jennifer Kupcho den Deckel drauf. Was folgt, ist die Ausgangslage dieses Matches.
Der Solheim Cup kommt am 11. September zum ersten Mal in die Niederlande, wenn Europa und die USA in Bernardus Golf in Cromvoirt drei Tage Lochspiel beginnen. Anna Nordqvist führt Europa, Angela Stanford die Amerikanerinnen, und die Gäste reisen als Titelverteidigerinnen an, nach dem Sieg 2024 in Virginia. Dieses Detail prägt die ganze Woche: Ein 14:14 lässt den Cup in amerikanischer Hand, Europa muss also klar gewinnen, 14,5 der 28 möglichen Punkte.
Nordqvists Team ist jung. Lottie Woad und Charley Hull führten die direkte Qualifikation an, dazu kamen Maja Stark, Linn Grant, Céline Boutier, Carlota Ciganda, Nanna Koerstz Madsen und Esther Henseleit, die einzige Deutsche im Aufgebot. Ihre vier Wildcards gingen an Leona Maguire, deren Solheim-Bilanz die Nominierung zur Formsache machte, und an drei Debütantinnen: Julia López Ramírez, Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes. Hull, zum achten Mal in Folge dabei, und Ciganda, seit Jahren europäische Identifikationsfigur in diesem Wettbewerb, tragen den Großteil der Erfahrung.
Auf amerikanischer Seite beginnt alles bei Nelly Korda, Weltranglistenerste nach einer Saison mit vier LPGA-Siegen, darunter zwei Majors. Angel Yin, Jennifer Kupcho, Yealimi Noh, Auston Kim, Lauren Coughlin, Allisen Corpuz, Andrea Lee und Alison Lee qualifizierten sich mit ihr, Stanford wählte Lindy Duncan, Meghan Khang und Rose Zhang. Khangs Bilanz von 7 Siegen, 3 Niederlagen und 3 Unentschieden aus vier Teilnahmen ist genau die Art Zahl, auf der Kapitäninnen ihre Paarungen aufbauen. Lindy Duncan wird mit 35 erstmals nominiert.
Das Format bleibt unverändert, und genau deshalb funktioniert der Wettbewerb überall. Freitag und Samstag je vier Foursomes und vier Fourballs, sechzehn Punkte, am Sonntag zwölf Einzel. Das Foursome mit abwechselnden Schlägen ist das Format, in dem Paarungen öffentlich funktionieren oder auseinanderfallen, und traditionell dort hat Europa Rückstände aufgeholt. Bernardus Golf ist ein Kyle-Phillips-Entwurf von 2018, ein moderner Parkland-Kurs mit viel Wasser, und hat noch nie etwas in dieser Größenordnung ausgerichtet.
Für die Ladies European Tour ist die Woche wirtschaftlich so wichtig wie sportlich. Der Solheim Cup ist ihre größte Bühne, die eine Woche, in der sie verlässlich ein Publikum erreicht, das Damengolf sonst nicht Woche für Woche verfolgt. Ihn in ein Land ohne Solheim-Geschichte zu tragen, ist eine Wette auf die Erweiterung der Landkarte statt auf ihre Verteidigung. Ob sich das niederländische Publikum wie das in Gleneagles oder wie das in Finca Cortesín verhält, gehört zu den spannenderen offenen Fragen.
Tag eins in Bernardus beginnt am Freitag, dem 11. September, um 7:40 Uhr, mit vier Foursomes im Zwölf-Minuten-Takt. Nordqvist schickt Charley Hull und Lottie Woad als Erste gegen Nelly Korda und Allisen Corpuz, auf beiden Seiten die schwerste Paarung der Session. Dahinter: Nanna Koerstz Madsen und Céline Boutier gegen Alison Lee und Lauren Coughlin, Esther Henseleit und Leona Maguire gegen Andrea Lee und Lindy Duncan, Maja Stark und Linn Grant gegen Rose Zhang und Jennifer Kupcho. Nachmittags folgen die Fourballs, am Samstag dasselbe noch einmal, am Sonntag zwölf Einzel.
Die historische Bilanz lautet USA 11, Europa 7, ein Unentschieden aus 19 Auflagen. Sie schmeichelt den Amerikanerinnen: Europa holte zwischen 2011 und 2023 fünf von acht Pokalen, darunter das 14:14 von Finca Cortesín, mit dem der Titel blieb. Die 12,5:15,5-Niederlage 2024 in Virginia beendete die Serie, und genau deshalb braucht Europa diese Woche den zusätzlichen halben Punkt.