Formel 1 Italien GP 2026: Monza, 4. bis 6. September
Der Große Preis von Italien 2026 findet vom 4. bis 6. September im Autodromo Nazionale Monza statt, Lauf 13 von 23 und Ferraris Heimrennen. Klassisches Wochenendformat: Monza gehört nicht zu den sechs Sprints der Saison 2026. WM-Stand vor dem Rennen, nach Zandvoort: Kimi Antonelli 242 Punkte, George Russell 183, Lewis Hamilton 183 (im Direktvergleich hinten), Lando Norris 159. Konstrukteure: Mercedes 425, Ferrari 338, McLaren 263, Red Bull 186. Norris gewann am 23. August in Zandvoort, Max Verstappen schied in der ersten Runde aus. Quellen: formula1.com, monzanet.it, RacingNews365, Crash.net.
Der Kontext
Die Formel 1 kommt am 4. September nach Monza, zum dreizehnten Lauf einer Saison, die Mercedes weitgehend kontrolliert hat. Kimi Antonelli führt die Fahrerwertung nach seinem zweiten Platz in Zandvoort mit 242 Punkten an, 59 vor George Russell und Lewis Hamilton, die mit je 183 Punkten gleichauf liegen, Russell im Direktvergleich vorn. Mercedes hat 425 Punkte in der Konstrukteurswertung, 87 mehr als Ferrari. Der Große Preis von Italien ist ein klassisches Drei-Tage-Wochenende, kein Sprint: Freitag Training, Samstag Qualifying, Sonntagnachmittag Rennen.
Das vorige Rennen hat die Geschichten geliefert. Lando Norris gewann in Zandvoort mit 11,5 Sekunden Vorsprung auf Antonelli, sein McLaren setzte das Tempo endlich in ein Ergebnis um, während Max Verstappen in Runde eins in der überhöhten letzten Kurve einschlug und eine rote Flagge auslöste. Es war Zandvoorts Abschied vom Kalender, das niederländische Publikum bekam also das denkbar schlechteste Ende. Red Bull verlässt die Niederlande als Vierter der Konstrukteurswertung mit 186 Punkten, weit entfernt von dem Jahrzehnt, das das Team hinter sich hat.
Monza ist die schnellste Strecke der Formel 1 und belohnt ein anderes Auto als fast jeder andere Kurs. Die Teams nehmen Abtrieb für die vier langen Geraden heraus, die Fahrer geben rund 80 Prozent der Runde Vollgas, die Spitzen liegen über 350 km/h. Der Windschatten macht das Qualifying chaotisch und kann mehrere Zehntel wert sein, weshalb Monza-Sessions oft mit einer Schlange von Autos enden, in der niemand vorn fahren will. Historisch schmeichelte das Layout starken Antrieben, und Ferrari hat allen Grund zu hoffen, dass das vor den Tifosi noch gilt.
Für Ferrari trägt das Heimrennen das übliche Gewicht und in diesem Jahr ein konkretes. Hamilton liegt punktgleich auf Rang zwei der Fahrerwertung, das Team ist Zweiter bei den Konstrukteuren, nah genug an Mercedes, dass ein gutes Monza zählt, und weit genug weg, dass ein einzelnes Ergebnis die Saison nicht dreht. Die Zukunft der Strecke selbst ist immerhin geklärt: Die Formel 1 hat Monzas Vertrag im November 2024 bis 2031 verlängert, hier steht also kein Abschied an.
Nach Italien bleiben zehn Läufe, darunter der Sprint in Singapur vom 9. bis 11. Oktober. Antonellis Vorsprung ist groß, aber rechnerisch nicht sicher, und die zweite Saisonhälfte mischt Stadtkurse und Strecken mit hohem Abtrieb, die Ferrari und McLaren bisher mehr entgegenkamen als die Vollgas-Layouts. Monza ist der letzte reine Speed-Kurs vor diesem Wechsel, und damit ein brauchbarer Hinweis darauf, ob der Mercedes-Vorteil aerodynamisch, mechanisch oder schlicht eine Frage der Umsetzung ist.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Von Veranstaltern und der Formel 1 bestätigt: Das Rennen am 23. August 2026 war die sechste und letzte Ausgabe, ab 2027 kein Niederlande-GP mehr. (Formula 1)
Eher das Gegenteil. Die Formel 1 hat den Großen Preis von Italien in Monza bereits im November 2024 bis 2031 verlängert. (Motorsport.com)
Die sechs Sprints 2026 sind Shanghai, Miami, Montreal, Silverstone, Zandvoort und Singapur. Monza fährt das klassische Format. (Formula 1, FIA)
59 Punkte Vorsprung bei zehn ausstehenden Rennen sind komfortabel, aber nicht entschieden: über 200 Punkte sind noch zu vergeben. (Crash.net)
Rund 80 Prozent der Runde Vollgas und Spitzen über 350 km/h, die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit der Saison. (Formula 1)
Abflug in der überhöhten letzten Kurve von Zandvoort in Runde 1, Rennabbruch per roter Flagge. Keine Punkte, kein Abschied. (FIA)