Matthias Schweighöfer - Häufige Fragen
Matthias Schweighöfer, geboren 1981 in Anklam, ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Produzent, der mit „Army of the Dead“, „Army of Thieves“ und einer Nebenrolle in „Oppenheimer“ auch international bekannt wurde.
Vom Ostseestädtchen zum internationalen Kino
Matthias Schweighöfer wurde am 11. März 1981 in Anklam geboren, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern, die zu seiner Kindheit noch zur DDR gehörte. Als Teenager zog er nach Berlin, um Schauspiel zu lernen, und stand bereits Ende der 1990er Jahre für erste Fernsehrollen vor der Kamera. Den Durchbruch beim deutschen Publikum brachten ihm der Fernsehfilm „Kammerflimmern” (2001) und die Kinokomödie „Soloalbum” (2003) nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre, gefolgt 2008 von der Hauptrolle als Jagdflieger Manfred von Richthofen im aufwendig produzierten Kriegsdrama „Der Rote Baron”.
Ab Ende der 2000er Jahre verlagerte Schweighöfer den Schwerpunkt zunehmend hinter die Kamera. 2010 gründete er gemeinsam mit Dan Maag die Produktionsfirma Pantaleon Films und übernahm mit „Der Nanny” (2010) und „What a Man” (2011) Regie, Drehbuch und Hauptrolle in einem Zug, ein Muster, das seine Karriere seither prägt. Ähnlich wie Christian Ulmen, der in Deutschland ebenfalls Regie, Produktion und Hauptrolle in eigenen Serien und Filmen verbindet, verlagerte Schweighöfer damit die kreative Kontrolle über seine Projekte konsequent in die eigene Firma statt sie Studios zu überlassen.
2017 folgte mit „You Are Wanted” ein weiterer Meilenstein: die erste deutsche Amazon-Original-Serie, die Schweighöfer entwickelte, inszenierte und in der Hauptrolle spielte, an der Seite von Karoline Herfurth und Alexander Held. Eine zweite Staffel erschien 2021, danach endete die Reihe. Im selben Jahr gelang Schweighöfer mit Zack Snyders Netflix-Produktion „Army of the Dead” (Mai 2021) der internationale Durchbruch: Als deutscher Schlossknacker Ludwig Dieter, der für einen Heist in einem von Zombies belagerten Las-Vegas-Casino angeheuert wird, wurde er einem breiten US-Publikum bekannt. Im Prequel „Army of Thieves” (Oktober 2021) führte er zusätzlich erstmals bei einer englischsprachigen Netflix-Produktion selbst Regie.
2023 folgte mit Christopher Nolans oscarprämiertem Biopic „Oppenheimer” die bislang prominenteste internationale Besetzung: Schweighöfer spielte den deutschen Physiker Werner Heisenberg, der im nationalsozialistischen Deutschland am Uranprojekt beteiligt war, in einer Nebenrolle neben Cillian Murphy. Parallel zu seiner Schauspiel- und Regiekarriere versuchte sich Schweighöfer über mehrere Jahre, vor allem in den 2010er Jahren, auch als Sänger und veröffentlichte eigene Musik, ein Nebenprojekt, das nie den kommerziellen Stellenwert erreichte, den etwa Dieter Bohlen mit Modern Talking und als langjähriges Jurymitglied bei „Deutschland sucht den Superstar” in der deutschen Popkultur einnahm.
Sein Privatleben hält Schweighöfer weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Aus einer langjährigen, mittlerweile beendeten Beziehung mit der Unternehmerin und Stylistin Ani Schromm hat er einen Sohn, zu dem er öffentlich kaum Details preisgibt. Im März 2026 wurde er 45 Jahre alt. Über Pantaleon Films bleibt er weiterhin sowohl als Produzent neuer Kino- und Serienprojekte als auch als gefragter Schauspieler in internationalen Produktionen aktiv.
Vor ihm stand Mario Adorf für den deutschen Charakterdarsteller mit internationaler Karriere.