Kim Jong-un - Häufige Fragen
Kim Jong-un ist seit Dezember 2011 der Machthaber Nordkoreas und Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, international bekannt durch das nordkoreanische Atomprogramm und Gipfeltreffen mit Donald Trump und Wladimir Putin.
Wer ist Kim Jong-un?
Kim Jong-un wurde als dritter Sohn Kim Jong-ils geboren, ein genaues, amtlich bestätigtes Geburtsdatum hat Nordkorea jedoch nie veröffentlicht. Üblich ist die Angabe des 8. Januar, während das Geburtsjahr je nach Quelle zwischen 1982 und 1984 schwankt. Als Enkel des Staatsgründers Kim Il-sung wuchs er innerhalb der herrschenden Kim-Dynastie auf und verbrachte in den 1990er Jahren, unter falschem Namen und offiziell als Sohn eines Botschaftsangehörigen ausgegeben, mehrere Jahre an einer Schule in der Schweiz.
Nach seiner Rückkehr wurde er ab 2009 innerhalb der Partei der Arbeit Koreas gezielt als Nachfolger aufgebaut, 2010 folgten rasche militärische Beförderungen. Als sein Vater Kim Jong-il am 17. Dezember 2011 starb, übernahm Kim Jong-un die Führung des Landes und ließ sich in den Folgejahren als Erster Sekretär der Partei, Vorsitzender der Staatsangelegenheiten und oberster Befehlshaber der Streitkräfte bestätigen. In den ersten Regierungsjahren festigte er seine Macht auch durch Säuberungen im engsten Führungszirkel.
Im Zentrum seiner Politik steht seit Jahren der Ausbau des Atom- und Raketenprogramms. Nordkorea hat unter seiner Führung wiederholt Atomtests und Interkontinentalraketen getestet, worauf der UN-Sicherheitsrat mit mehreren Verschärfungen internationaler Sanktionen reagierte, unter anderem gegen Rohstoff- und Ölhandel sowie Finanztransaktionen. Trotz der wirtschaftlichen Isolation hat das Land sein Arsenal nach Einschätzung westlicher Geheimdienste kontinuierlich erweitert.
Diplomatisch suchte Kim Jong-un 2018 und 2019 die direkte Begegnung mit dem Westen: im Juni 2018 traf er in Singapur erstmals einen amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump, ein zweiter Gipfel im Februar 2019 in Hanoi endete ohne Einigung, ein drittes, kurzes Treffen fand im Juni 2019 an der innerkoreanischen Grenze statt. Parallel traf er mehrfach den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und pflegte engere Kontakte zu Xi Jinping, dessen Land Nordkoreas wichtigster wirtschaftlicher und diplomatischer Rückhalt bleibt.
Seit dem Scheitern des Hanoi-Gipfels hat sich Kim Jong-uns Außenpolitik stärker Richtung Russland verschoben. Er traf Wladimir Putin unter anderem im September 2023 im Kosmodrom Wostotschny, wo beide über militärische und Raumfahrtkooperation sprachen, ein Austausch, den Beobachter mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine und mutmaßlichen nordkoreanischen Waffenlieferungen in Verbindung bringen.
Innenpolitisch stützt sich Kim Jong-un stark auf seine jüngere Schwester Kim Yo-jong, die als eine der einflussreichsten Funktionärinnen des Landes gilt und regelmäßig scharf formulierte außenpolitische Erklärungen abgibt. Seine Ehefrau Ri Sol-ju wurde 2012 erstmals offiziell vorgestellt und begleitet ihn seither bei zahlreichen Staatsanlässen. Seit 2022 tritt zudem wiederholt eine Tochter der beiden öffentlich bei Militärparaden und anderen Staatsterminen auf, ohne dass Nordkorea weitere Angaben zu ihr veröffentlicht hat. Wiederkehrende Gerüchte über eine schwere Erkrankung oder den Tod Kim Jong-uns haben sich bislang stets als unbegründet erwiesen.
Deine Suchanfragen: Nordkorea droht wegen US-südkoreanischer Militärübungen 2026, nordkorea militärübungen 2026