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Kim Jong-un - Häufige Fragen

Kim Jong-un ist seit Dezember 2011 der Machthaber Nordkoreas und Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, international bekannt durch das nordkoreanische Atomprogramm und Gipfeltreffen mit Donald Trump und Wladimir Putin.

By · datastats · Aktualisiert 17. August 2026
Kim Jong-un
Владимир Смирнов / ТАСС · CC BY 4.0

Wer ist Kim Jong-un?

Kim Jong-un wurde als dritter Sohn Kim Jong-ils geboren, ein genaues, amtlich bestätigtes Geburtsdatum hat Nordkorea jedoch nie veröffentlicht. Üblich ist die Angabe des 8. Januar, während das Geburtsjahr je nach Quelle zwischen 1982 und 1984 schwankt. Als Enkel des Staatsgründers Kim Il-sung wuchs er innerhalb der herrschenden Kim-Dynastie auf und verbrachte in den 1990er Jahren, unter falschem Namen und offiziell als Sohn eines Botschaftsangehörigen ausgegeben, mehrere Jahre an einer Schule in der Schweiz.

Nach seiner Rückkehr wurde er ab 2009 innerhalb der Partei der Arbeit Koreas gezielt als Nachfolger aufgebaut, 2010 folgten rasche militärische Beförderungen. Als sein Vater Kim Jong-il am 17. Dezember 2011 starb, übernahm Kim Jong-un die Führung des Landes und ließ sich in den Folgejahren als Erster Sekretär der Partei, Vorsitzender der Staatsangelegenheiten und oberster Befehlshaber der Streitkräfte bestätigen. In den ersten Regierungsjahren festigte er seine Macht auch durch Säuberungen im engsten Führungszirkel.

Im Zentrum seiner Politik steht seit Jahren der Ausbau des Atom- und Raketenprogramms. Nordkorea hat unter seiner Führung wiederholt Atomtests und Interkontinentalraketen getestet, worauf der UN-Sicherheitsrat mit mehreren Verschärfungen internationaler Sanktionen reagierte, unter anderem gegen Rohstoff- und Ölhandel sowie Finanztransaktionen. Trotz der wirtschaftlichen Isolation hat das Land sein Arsenal nach Einschätzung westlicher Geheimdienste kontinuierlich erweitert.

Diplomatisch suchte Kim Jong-un 2018 und 2019 die direkte Begegnung mit dem Westen: im Juni 2018 traf er in Singapur erstmals einen amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump, ein zweiter Gipfel im Februar 2019 in Hanoi endete ohne Einigung, ein drittes, kurzes Treffen fand im Juni 2019 an der innerkoreanischen Grenze statt. Parallel traf er mehrfach den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und pflegte engere Kontakte zu Xi Jinping, dessen Land Nordkoreas wichtigster wirtschaftlicher und diplomatischer Rückhalt bleibt.

Seit dem Scheitern des Hanoi-Gipfels hat sich Kim Jong-uns Außenpolitik stärker Richtung Russland verschoben. Er traf Wladimir Putin unter anderem im September 2023 im Kosmodrom Wostotschny, wo beide über militärische und Raumfahrtkooperation sprachen, ein Austausch, den Beobachter mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine und mutmaßlichen nordkoreanischen Waffenlieferungen in Verbindung bringen.

Innenpolitisch stützt sich Kim Jong-un stark auf seine jüngere Schwester Kim Yo-jong, die als eine der einflussreichsten Funktionärinnen des Landes gilt und regelmäßig scharf formulierte außenpolitische Erklärungen abgibt. Seine Ehefrau Ri Sol-ju wurde 2012 erstmals offiziell vorgestellt und begleitet ihn seither bei zahlreichen Staatsanlässen. Seit 2022 tritt zudem wiederholt eine Tochter der beiden öffentlich bei Militärparaden und anderen Staatsterminen auf, ohne dass Nordkorea weitere Angaben zu ihr veröffentlicht hat. Wiederkehrende Gerüchte über eine schwere Erkrankung oder den Tod Kim Jong-uns haben sich bislang stets als unbegründet erwiesen.

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Häufige Fragen

Kim Jong-un ist seit dem Tod seines Vaters Kim Jong-il im Dezember 2011 der oberste Machthaber Nordkoreas. Er ist Vorsitzender der Staatsangelegenheiten, oberster Befehlshaber der Streitkräfte und Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas. Als Enkel des Staatsgründers Kim Il-sung führt er die dritte Generation der Kim-Dynastie an der Spitze des Landes an und lenkt Wirtschafts-, Militär- und Außenpolitik weitgehend allein.

Ein offizielles Geburtsdatum hat Nordkorea nie eindeutig veröffentlicht. Üblicherweise wird der 8. Januar als Geburtstag genannt, das Geburtsjahr schwankt je nach Quelle zwischen 1982, 1983 und 1984, südkoreanische und westliche Nachrichtendienste sind sich uneinig. Ohne amtliche Bestätigung lässt sich sein exaktes Alter daher nicht verlässlich angeben, gängige Schätzungen setzen ihn Mitte bis Ende vierzig.

Nordkorea macht keine amtlichen Angaben zu Größe und Gewicht seines Machthabers. Schätzungen südkoreanischer Geheimdienste und internationaler Medien, unter anderem des südkoreanischen Nachrichtendienstes NIS, gehen von einer Körpergröße um 1,70 bis 1,75 Meter und einem Gewicht deutlich über 100 Kilogramm aus, teils werden Werte nahe 130 Kilogramm genannt. Es handelt sich stets um Schätzungen, nicht um bestätigte Messwerte.

Es gibt keine verlässliche, geprüfte Zahl zu einem persönlichen Vermögen Kim Jong-uns, da Nordkoreas Staatsfinanzen und die private Vermögenslage der Führungsfamilie nicht offengelegt werden. Medienberichte spekulieren über verdeckte Auslandskonten, belastbare aktuelle Quellen mit einer konkreten Summe existieren jedoch nicht. Ein Nettovermögen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt daher nicht seriös beziffern.

Kim Jong-un ist mit Ri Sol-ju verheiratet, die im Juli 2012 erstmals offiziell als seine Frau in nordkoreanischen Staatsmedien vorgestellt wurde. Über ihre Herkunft kursieren verschiedene Angaben, teils wird eine frühere Ausbildung als Sängerin genannt. Sie begleitet ihren Mann regelmäßig bei Staatsbesuchen und Gipfeltreffen, etwa 2018 in Singapur, und tritt seither wiederholt öffentlich an seiner Seite auf.

Nordkorea hat Zahl und Namen seiner Kinder nie offiziell bestätigt. Bekannt wurde vor allem eine Tochter, die seit 2022 wiederholt bei öffentlichen Staatsanlässen wie Raketentests und Militärparaden an der Seite ihres Vaters auftrat. Zu weiteren Kindern oder ihrem genauen Alter gibt es keine offiziell bestätigten Angaben, Berichte darüber beruhen auf Einschätzungen südkoreanischer Stellen.

Kim Yo-jong ist die jüngere Schwester Kim Jong-uns und eine der einflussreichsten Funktionärinnen Nordkoreas. Sie leitet wichtige Abteilungen der Partei der Arbeit Koreas, äußert sich regelmäßig in scharf formulierten Erklärungen zur Außenpolitik, insbesondere gegenüber Südkorea und den USA, und gilt vielen Nordkorea-Beobachtern als mögliche Nachfolgerin oder zumindest als zentrale Machtstütze ihres Bruders.

Kim Jong-un übernahm die Führung Nordkoreas nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il am 17. Dezember 2011. Er war zuvor als jüngster Sohn intern als Nachfolger aufgebaut worden, unter anderem durch rasche militärische Beförderungen im Jahr 2010. Nach einer kurzen Übergangsphase wurde er 2012 offiziell Erster Sekretär der Partei und oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

Kim Jong-un verbrachte in den 1990er Jahren mehrere Jahre unter falschem Namen an einer Schule in der Schweiz bei Bern, offiziell als Sohn eines nordkoreanischen Botschaftsangehörigen ausgegeben. Mitschüler und Lehrer erkannten seine wahre Identität damals nicht. Diese Auslandsjahre werden in Analysen häufig als Erklärung für seine Vertrautheit mit westlicher Popkultur, etwa Basketball und Filmen, angeführt.

Kim Jong-un traf den damaligen US-Präsidenten Donald Trump dreimal: im Juni 2018 in Singapur zum ersten direkten Gipfel eines amtierenden US-Präsidenten mit einem nordkoreanischen Machthaber, im Februar 2019 in Hanoi, wo die Gespräche ohne Abschlussvereinbarung endeten, und im Juni 2019 bei einem kurzen, spontanen Treffen an der innerkoreanischen Grenze in Panmunjom.

Ja, Kim Jong-un und der russische Präsident trafen sich mehrfach, unter anderem im September 2023 im russischen Kosmodrom Wostotschny, wo beide über militärische und Raumfahrtkooperation sprachen. Beobachter sehen die Annäherung im Zusammenhang mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine und möglichen nordkoreanischen Waffenlieferungen an Russland, während Nordkorea im Gegenzug auf technologische und wirtschaftliche Unterstützung aus Moskau hofft.

Der UN-Sicherheitsrat hat seit 2006 mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, verschärft insbesondere nach Atomtests und Raketenstarts unter Kim Jong-un ab 2016 und 2017. Die Maßnahmen richten sich gegen Rohstoffexporte, Ölimporte und Finanztransaktionen und sollen das Atom- und Raketenprogramm eindämmen. Nordkorea hat trotz der Sanktionen weiterhin Raketentests durchgeführt und sein Arsenal nach Einschätzung westlicher Geheimdienste stetig ausgebaut.

Nein, wiederholt kursierende Gerüchte über eine schwere Erkrankung oder den angeblichen Tod Kim Jong-uns, etwa 2020, haben sich bislang jedes Mal als unbegründet erwiesen. Er trat jeweils kurz darauf wieder öffentlich auf, zuletzt unter anderem bei Militärparaden und Staatsbesuchen. Belastbare Quellen für gesundheitliche Details liegen nicht vor, Spekulationen beruhen meist auf seiner Abwesenheit bei einzelnen öffentlichen Terminen.

Kim Jong-un führt weiterhin Nordkorea als Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas und oberster Befehlshaber, mit Schwerpunkt auf dem Ausbau des Raketen- und Atomwaffenprogramms sowie der militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland. Diplomatische Kontakte zu den USA und Südkorea liegen seit dem gescheiterten Hanoi-Gipfel 2019 weitgehend brach, während sich Nordkorea außenpolitisch stärker an Russland und China orientiert.

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