Xi Jinping
Xi Jinping ist der mächtigste chinesische Politiker seit Mao Zedong – Staatschef, Parteichef und Oberbefehlshaber in Personalunion, ohne erkennbares Ablaufdatum.
Wer ist Xi Jinping?
Xi Jinping (* 15. Juni 1953 in Peking) ist seit 2012 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), seit 2013 Staatspräsident der Volksrepublik China und zugleich Vorsitzender der Zentralen Militärkommission. Er vereint damit mehr Macht in einer Hand als jeder chinesische Führer seit Jahrzehnten.
Aufstieg zur Macht
Xi entstammt einer revolutionären Kadersfamilie – sein Vater Xi Zhongxun war ein hochrangiger Parteifunktionär. Dennoch verbrachte Xi Jinping während der Kulturrevolution als Jugendlicher Jahre in ländlicher Armut in der Provinz Shaanxi, bevor er sich durch die Parteireihen nach oben arbeitete. Diese Biografie ist in China offiziell zur Heldengeschichte stilisiert worden.
Warum suchen Menschen nach ihm?
Xi Jinping dominiert die Weltpolitik: Handelskrieg mit den USA, Taiwan-Konflikt, Chinas Rolle im Ukraine-Krieg, die Unterdrückung in Xinjiang und Hongkong – kaum eine geopolitische Frage ist ohne ihn zu verstehen. Gleichzeitig ist er in China allgegenwärtig und im Westen schwer greifbar, was die Neugier anhält.
Machtkonsolidierung ohne Präzedenz
2018 ließ Xi die Verfassung so ändern, dass die zuvor geltende Zwei-Amtszeiten-Begrenzung für den Staatspräsidenten entfiel. 2022 sicherte er sich auf dem 20. Parteitag eine historische dritte Amtszeit als Generalsekretär. Er hat sich als „Kern” der Partei und als ideologische Leitfigur – „Xi-Jinping-Gedankengut” ist in der Verfassung verankert – nahezu unangreifbar gemacht.