Andy Burnham
Andy Burnham ist der frühere Bürgermeister von Greater Manchester, der am 18. Juni 2026 durch den Sieg bei der Nachwahl in Makerfield ins Parlament zurückkehrte, ein Schritt, der weithin als Vorbereitung einer Herausforderung von Keir Starmer gilt.
Andy Burnham: Der Bürgermeister, der nach Westminster zurückkehrte
Andy Burnham steht in den Schlagzeilen, weil er am 18. Juni 2026 die Nachwahl in Makerfield gewann und nach neun Jahren Abwesenheit ins Unterhaus zurückkehrte, ein Ergebnis, das in der gesamten britischen Politik sofort als Auftakt zu einer möglichen Herausforderung von Premierminister Keir Starmer gelesen wurde. Ein Abgeordnetensitz ist Voraussetzung, um für den Labour-Vorsitz zu kandidieren, und Burnhams Entscheidung, erneut einen anzustreben, entging niemandem.
Geboren am 7. Januar 1970 in Aintree nahe Liverpool, zog Burnham 2001 als Labour-Abgeordneter für Leigh erstmals ins Parlament ein. Er stieg in den Regierungen Blair und Brown auf, war von 2009 bis 2010 Gesundheitsminister und bewarb sich 2010 und 2015 zweimal erfolglos um den Labour-Vorsitz.
2017 verließ er Westminster, um erster direkt gewählter Bürgermeister von Greater Manchester zu werden, ein Amt, das er bis 2026 innehatte, mit Wiederwahlen 2021 und 2024. Als Bürgermeister baute er eine ausgeprägt regionale Machtbasis auf: Rückführung der Busse in öffentliche Kontrolle über das Bee Network, Einsatz für den Wohnungsbau und wiederholte Kritik daran, dass die britische Politik zu stark auf London konzentriert sei. Dieses Profil trug ihm den inoffiziellen Beinamen „König des Nordens” ein.
Seine Rückkehr ins Parlament lässt das Bürgermeisteramt von Greater Manchester vakant, eine Nachwahl zur Bestimmung seines Nachfolgers ist angesetzt, die Stellvertreterin überbrückt die Übergangszeit. Ob Burnham Starmer letztlich herausfordert und ob eine solche Herausforderung Erfolg hätte, ist noch offen, doch sein Sieg in Makerfield hat ihn 2026 zu einer der meistbeachteten Figuren der britischen Politik gemacht.