Was sind die BRICS
BRICS ist das Bündnis der großen Schwellenländer, das den westlich dominierten Weltordnung eine Alternative entgegensetzen will – und seit 2024 wächst es rasant.
Der Kontext
Was steckt hinter BRICS?
BRICS ist ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss großer Schwellenländer. Das Kürzel stand ursprünglich für Brasilien, Russia, Indien, China – die vier Gründer, die sich 2009 zu ihrem ersten Gipfel trafen. 2010 kam Südafrika hinzu, womit aus BRIC die bekannte Abkürzung BRICS wurde.
Das Bündnis funktioniert ohne Gründungsvertrag und ohne festes Sekretariat. Es lebt von jährlichen Gipfeltreffen und gemeinsamen Initiativen – allen voran der Neuen Entwicklungsbank (NDB), die Infrastrukturprojekte im globalen Süden finanziert. Entscheidungen werden im Konsens getroffen, niemand hat ein formales Vetorecht.
Seit 2024 hat sich das Bündnis deutlich ausgeweitet: Ägypten, Äthiopien, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien gehören zu den neu hinzugekommenen Mitgliedern. Daneben wurde eine Kategorie „Partnerländer” eingeführt, die als Vorstufe zur Vollmitgliedschaft dient. Das genaue Mitgliederbild ist im Fluss – rund ein Dutzend Staaten zählen heute zum Block.
Das politische Leitmotiv ist Reform der globalen Governance: Die BRICS-Staaten streben nach mehr Gewicht in Institutionen wie IWF und Weltbank und wollen Alternativen zum Dollar-dominierten Finanzsystem erkunden. Über konkrete Schritte – etwa eine gemeinsame Währung – bestehen intern unterschiedliche Positionen, die bislang zu keinem Beschluss geführt haben.
Warum ist das Thema gerade jetzt im Trend? Die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und Ländern wie Russland und China lassen viele Menschen fragen, welche Kraft BRICS als Gegengewicht entfaltet. Neue Beitritte, Gipfeldiplomatie und Debatten über eine mögliche BRICS-Währung sorgen regelmäßig für Schlagzeilen und treiben die Suchanfragen nach oben.