Binance
Binance ist die größte Kryptobörse der Welt – und gleichzeitig eine der meistbestraften Finanzplattformen der Geschichte.
Binance: Weltmarktführer mit krimineller Akte
Binance wurde 2017 von Changpeng Zhao (bekannt als „CZ”) gegründet und wuchs in Rekordzeit zur volumenstärksten Kryptobörse der Welt. Täglich werden dort Milliarden von Dollar in Bitcoin, Ethereum und Hunderten Altcoins gehandelt. Der Hauptsitz ist bewusst vage – Binance hat lange keinen festen Sitz kommuniziert, was Regulatoren weltweit zur Weißglut gebracht hat.
2023 eskalierte der Konflikt mit den US-Behörden dramatisch: Das US-Justizministerium und die CFTC klagten Binance und CZ persönlich an. Im November 2023 bekannte sich CZ schuldig, gegen US-Geldwäschegesetze verstoßen zu haben. Binance zahlte eine Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Dollar – eine der höchsten in der Finanzgeschichte. CZ trat als CEO zurück und wurde im April 2024 zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
Für europäische und deutsche Nutzer ist die Rechtslage komplex: Binance operiert in der EU unter verschiedenen Lizenzen, ist aber nicht vollständig im Sinne der neuen MiCA-Verordnung harmonisiert. In Deutschland ist die Plattform nutzbar, unterliegt aber keiner direkten BaFin-Vollaufsicht als Bank. Das Finanzamt hingegen schaut sehr wohl hin.
Die Nutzerbasis bleibt trotz allem riesig: Über 170 Millionen registrierte Nutzer weltweit zeigen, dass Bequemlichkeit und Liquidität Regulierungssorgen oft übertrumpfen. Wer Binance nutzt, sollte aber wissen: Es ist keine Bank, es gibt keine gesetzliche Einlagensicherung, und die Vergangenheit der Plattform ist alles andere als makellos.