Französische Senatswahl 2026: Datum, Themen, Ablauf
Frankreich wählt am 27. September 2026 seinen Senat neu: 178 Sitze (Série 2 von 348) stehen auf dem Spiel. LFI kandidiert erstmals mit 90 Listen, der RN peilt seine erste Senatsgruppe an (Schwelle: 10 Senatoren), die Républicains erwarten 3–5 Verluste. Das Einberufungsdekret wurde am 6. August 2026 erlassen. Quellen: Public Sénat, Sénat.fr.
Der Kontext
Frankreich wählt am 27. September 2026 seinen Senat neu: 178 der 348 Sitze (die sogenannte Série 2) stehen auf dem Spiel, ernannt von einem Kollegium aus rund 162.000 indirekten Wahlmännern, das mehrheitlich aus Delegierten der Gemeinderäte besteht. Das Einberufungsdekret erging am 6. August 2026.
Das indirekte Wahlsystem erklärt die politische Konstante des Senats: Das ländlich und kommunal geprägte Kollegium begünstigt seit Jahrzehnten die bürgerliche Rechte. Der Senat blieb daher fast ununterbrochen in der Hand der Rechten und Mitte-Rechten, im klaren Kontrast zur wechselhafteren Nationalversammlung.
Drei Entwicklungen prägen 2026: Der RN steht zum ersten Mal kurz davor, die Schwelle von 10 Sitzen für eine eigene Senatsgruppe zu überschreiten. LFI tritt erstmals mit 90 Listen an, ein symbolischer Schritt für eine Partei ohne einzigen Senatssitz. Die Républicains erwarten leichte Verluste, behalten aber ihre dominierende Stellung. Die Ergebnisse liegen noch am Wahlabend des 27. September vor. Sources: Public Sénat, Sénat.fr, Le Monde, Le Figaro.