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Stefan Raab - Häufige Fragen

Stefan Raab ist ein deutscher Entertainer und Fernsehmacher, der mit TV total, Schlag den Raab und dem Eurovision-Sieg 2010 von Lena Meyer-Landrut das deutsche Fernsehen prägte und 2024 mit einer neuen RTL-Show zurückkehrte.

By · datastats · Aktualisiert 16. August 2026
Stefan Raab
Daniel Kruczynski · CC BY-SA 2.0

Stefan Raab: vom Metzgerlehrling zum prägenden Gesicht des deutschen Fernsehens

Stefan Raab wurde am 20. Oktober 1966 in Köln geboren und wuchs dort auf. Nach der Schule begann er zunächst eine Ausbildung zum Metzger, bevor er über Kölner Lokalradios als Diskjockey und Moderator den Weg ins Fernsehen fand. 1993 gehörte er zu den ersten Gesichtern des neu gegründeten Musiksenders Viva, wo er mit schnellem Mundwerk und Selbstironie schnell zur eigenständigen Marke wurde und erste eigene Formate entwickelte.

Der eigentliche Durchbruch kam 1999 mit TV total, seiner Late-Night-Show auf ProSieben. Über 16 Jahre hinweg, bis zur letzten Ausgabe am 26. November 2015, mischte die Sendung Comedy-Sketche, Prominenteninterviews und Musikauftritte und wurde zum festen Bestandteil des deutschen TV-Alltags. Während Guenther Jauch zur selben Zeit mit „Wer wird Millionär?” das seriöse Quizformat besetzte, stand Raab für die freche, respektlose Gegenwelt des Fernsehens, in der niemand, nicht einmal er selbst, vor Spott sicher war.

Aus TV total gingen mehrere eigenständige Formate hervor. Die Wok-WM, ab 2003 mehrfach ausgetragen, schickte Prominente in umgebauten Küchenwoks eine Bobbahn hinunter. Schlag den Raab, von 2006 bis 2015 auf Sendung, ließ Kandidaten in bis zu 15 Disziplinen live gegen Raab selbst antreten, mit einer Million Euro als möglichem Hauptgewinn. Der Bundesvision Song Contest wiederum ließ von 2005 bis 2013 alle 16 Bundesländer musikalisch gegeneinander antreten, nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest.

Genau dieser Wettbewerbsgeist brachte Raab 2010 seinen größten internationalen Erfolg: Mit der von ihm entdeckten und begleiteten Lena Meyer-Landrut gewann er als Mentor und Produzent den Eurovision Song Contest in Oslo, mit dem Song „Satellite” und 246 Punkten, der erste deutsche Sieg seit Nicole 1982. Während Raab die junge Sängerin über sein eigenes Castingformat aufbaute, verfolgte Dieter Bohlen bei DSDS einen deutlich schärferen, konfrontativeren Umgang mit seinen Talenten, ein Kontrast, der beide über Jahre zu prägenden, aber sehr unterschiedlichen Figuren des deutschen Castingfernsehens machte.

Ende 2015 beendete Raab TV total aus eigenem Antrieb, mit der Begründung, lieber auf dem Höhepunkt aufzuhören als eine erfolgreiche Sendung auslaufen zu lassen. Es folgten fast neun Jahre, in denen er sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzog und stattdessen seine Produktionsfirma Brainpool TV sowie unternehmerische Projekte abseits der Kameras weiterführte, ohne dass Details davon regelmäßig an die Öffentlichkeit drangen.

Das Comeback kam im September 2024: Mit der Live-Show „Stefan Raab” kehrte er bei RTL ins Fernsehen zurück, bewusst am selben Samstagabend platziert wie Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?” im ZDF, was Medien als direktes Quotenduell zweier TV-Urgesteine inszenierten. 2025 übernahm Raab zudem mit der Show „Chefsache ESC” die deutsche Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest, aus der das Duo Abor & Tynna mit dem Song „Baller” als deutscher Beitrag für den Wettbewerb in Basel hervorging.

Der Moderator, an dem sich seine Generation messen musste: Thomas Gottschalk.

Häufige Fragen

Stefan Raab, geboren am 20. Oktober 1966 in Köln, ist ein deutscher Entertainer, Musikproduzent und Fernsehmacher. Bekannt wurde er in den 1990er-Jahren beim Musiksender Viva und vor allem durch seine tägliche Late-Night-Show TV total, die von 1999 bis 2015 auf ProSieben lief. Er erfand Formate wie Schlag den Raab und die Wok-WM, produzierte 2010 mit Lena Meyer-Landrut den deutschen Eurovision-Sieg und kehrte ab 2024 mit einer eigenen Show bei RTL ins Fernsehen zurück.

Stefan Raab wurde am 20. Oktober 1966 in Köln geboren und ist damit, Stand August 2026, 59 Jahre alt. Aufgewachsen ist er im Kölner Raum, wo er nach der Schule zunächst eine Ausbildung machte, bevor er über Lokalradio und den Musiksender Viva den Sprung ins Fernsehen schaffte.

Vor seiner Fernsehkarriere begann Raab eine Ausbildung zum Metzger im Kölner Umfeld seiner Familie, wechselte dann aber in eine ganz andere Richtung: Er arbeitete als Diskjockey und Moderator bei Kölner Lokalradios, wo er sein Talent für schnelle Wortgefechte und Musikmoderationen entdeckte. Diese Radioerfahrung öffnete ihm 1993 die Tür zum jungen Musiksender Viva, dem eigentlichen Startpunkt seiner Fernsehlaufbahn.

1993 wurde Raab einer der ersten Moderatoren des neu gegründeten deutschen Musiksenders Viva, der als Gegenentwurf zu MTV in Köln startete. Mit schnellem Mundwerk, Musikwissen und Selbstironie hob er sich von klassischen Moderatoren ab und entwickelte dort erste eigene Comedy- und Musikprojekte. Die Viva-Jahre gelten als Talentschmiede, aus der wenig später sein eigenes Late-Night-Format hervorging.

TV total lief ab Oktober 1999 bis zum 26. November 2015 auf ProSieben, über weite Strecken viermal wöchentlich am späten Abend. Die Sendung mischte Comedy-Sketche, Prominenteninterviews, Musikauftritte und feste Rubriken und entwickelte sich über mehr als 16 Jahre hinweg zur prägenden deutschen Late-Night-Show ihrer Generation, mit der Raab ein ganzes Fernsehjahrzehnt mitgestaltete.

Die Wok-WM war ein von Raab erfundenes Show-Event, bei dem Prominente und ehemalige Wintersportler in umgebauten Küchen-Woks eine Bobbahn hinunterrasten. Die erste Austragung fand 2003 statt, es folgten weitere Ausgaben, jeweils als mehrteilige TV-total-Spezialsendungen. Das Format verband echten Wettkampfcharakter mit der Selbstironie, die für Raabs Sendungen typisch war, und zählte zu den meistdiskutierten TV-Ereignissen des jeweiligen Winters.

Schlag den Raab war eine Spielshow, die von 2006 bis 2015 auf ProSieben lief: Ein Kandidat trat gegen Stefan Raab selbst in bis zu 15 Disziplinen aus Sport, Wissen und Geschick an und konnte bei Erfolg bis zu einer Million Euro gewinnen. Das Konzept, live und über mehrere Stunden ausgetragen, machte die Show zu einem der aufwendigsten und quotenstärksten Formate des deutschen Fernsehens jener Jahre.

Der Bundesvision Song Contest war ein von Raab entwickelter Musikwettbewerb, bei dem von 2005 bis 2013 die 16 deutschen Bundesländer jeweils mit einem selbst gewählten Musikact gegeneinander antraten, nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest. Die Punkte vergaben Jurys aus den Bundesländern, der Austragungsort wechselte jährlich. Das Format lief als TV-total-Sonderausgabe auf ProSieben.

Raab entdeckte die damals 18-jährige Hannoveranerin Lena Meyer-Landrut über sein Castingformat Unser Star für Oslo und begleitete sie als Mentor und Produzent zum Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. Mit dem Song „Satellite“ gewann Lena den Wettbewerb am 29. Mai 2010 mit 246 Punkten, der erste deutsche ESC-Sieg seit Nicole 1982. Der Erfolg gilt als einer der größten Triumphe in Raabs Karriere.

Raab begründete das Ende seiner Show im Herbst 2015 damit, dass er nach 16 Jahren einen klaren Schlussstrich ziehen wolle, statt eine erfolgreiche Sendung auslaufen zu lassen. Die letzte Ausgabe von TV total lief am 26. November 2015 auf ProSieben. Anschließend zog er sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und konzentrierte sich auf seine Produktionsfirma Brainpool sowie unternehmerische Projekte abseits der Kameras.

Nach knapp neun Jahren Fernsehpause kehrte Raab im September 2024 mit der Live-Show „Stefan Raab“ bei RTL zurück, die samstagabends lief und bewusst zeitgleich mit Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?“ im ZDF programmiert wurde, was Medien als Quotenduell zweier TV-Urgesteine inszenierten. Raab knüpfte an bekannte Elemente aus TV total und Schlag den Raab an und baute sein Comeback über mehrere Staffeln aus.

Für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2025 zeichnete Raab bei RTL als treibende Kraft der Show „Chefsache ESC“ verantwortlich. Aus dem Auswahlverfahren ging Anfang 2025 das Duo Abor & Tynna mit dem Song „Baller“ als deutscher Beitrag hervor. Beim Finale des Eurovision Song Contest im Mai 2025 in Basel trat Deutschland damit unter Raabs Mitwirkung als Produzent und Konzeptgeber an.

Raab hat seine Finanzen nie öffentlich beziffert. Deutsche Wirtschaftsmedien wie das Manager Magazin führten ihn in Schätzungen der vergangenen Jahre, gestützt vor allem auf seine langjährige Beteiligung an der Produktionsfirma Brainpool TV, in einer Größenordnung von mehreren hundert Millionen Euro, in einzelnen Ranglisten mit Werten zwischen rund 400 und 600 Millionen Euro (Stand 2023). Belastbare, von Raab selbst bestätigte Zahlen existieren nicht.

Stefan Raab hält sein Privatleben äußerst konsequent aus der Öffentlichkeit heraus, eine Linie, die er seit Beginn seiner Karriere verfolgt. Bekannt ist, dass er seit vielen Jahren mit seiner Partnerin liiert ist und Vater ist, genaue Angaben zu Partnerin oder Kindern hat er in Interviews jedoch so gut wie nie gemacht. Anders als viele Kollegen aus dem Showgeschäft sucht er in diesem Bereich bewusst keine mediale Aufmerksamkeit.

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