Stefan Raab - Häufige Fragen
Stefan Raab ist ein deutscher Entertainer und Fernsehmacher, der mit TV total, Schlag den Raab und dem Eurovision-Sieg 2010 von Lena Meyer-Landrut das deutsche Fernsehen prägte und 2024 mit einer neuen RTL-Show zurückkehrte.
Stefan Raab: vom Metzgerlehrling zum prägenden Gesicht des deutschen Fernsehens
Stefan Raab wurde am 20. Oktober 1966 in Köln geboren und wuchs dort auf. Nach der Schule begann er zunächst eine Ausbildung zum Metzger, bevor er über Kölner Lokalradios als Diskjockey und Moderator den Weg ins Fernsehen fand. 1993 gehörte er zu den ersten Gesichtern des neu gegründeten Musiksenders Viva, wo er mit schnellem Mundwerk und Selbstironie schnell zur eigenständigen Marke wurde und erste eigene Formate entwickelte.
Der eigentliche Durchbruch kam 1999 mit TV total, seiner Late-Night-Show auf ProSieben. Über 16 Jahre hinweg, bis zur letzten Ausgabe am 26. November 2015, mischte die Sendung Comedy-Sketche, Prominenteninterviews und Musikauftritte und wurde zum festen Bestandteil des deutschen TV-Alltags. Während Guenther Jauch zur selben Zeit mit „Wer wird Millionär?” das seriöse Quizformat besetzte, stand Raab für die freche, respektlose Gegenwelt des Fernsehens, in der niemand, nicht einmal er selbst, vor Spott sicher war.
Aus TV total gingen mehrere eigenständige Formate hervor. Die Wok-WM, ab 2003 mehrfach ausgetragen, schickte Prominente in umgebauten Küchenwoks eine Bobbahn hinunter. Schlag den Raab, von 2006 bis 2015 auf Sendung, ließ Kandidaten in bis zu 15 Disziplinen live gegen Raab selbst antreten, mit einer Million Euro als möglichem Hauptgewinn. Der Bundesvision Song Contest wiederum ließ von 2005 bis 2013 alle 16 Bundesländer musikalisch gegeneinander antreten, nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest.
Genau dieser Wettbewerbsgeist brachte Raab 2010 seinen größten internationalen Erfolg: Mit der von ihm entdeckten und begleiteten Lena Meyer-Landrut gewann er als Mentor und Produzent den Eurovision Song Contest in Oslo, mit dem Song „Satellite” und 246 Punkten, der erste deutsche Sieg seit Nicole 1982. Während Raab die junge Sängerin über sein eigenes Castingformat aufbaute, verfolgte Dieter Bohlen bei DSDS einen deutlich schärferen, konfrontativeren Umgang mit seinen Talenten, ein Kontrast, der beide über Jahre zu prägenden, aber sehr unterschiedlichen Figuren des deutschen Castingfernsehens machte.
Ende 2015 beendete Raab TV total aus eigenem Antrieb, mit der Begründung, lieber auf dem Höhepunkt aufzuhören als eine erfolgreiche Sendung auslaufen zu lassen. Es folgten fast neun Jahre, in denen er sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzog und stattdessen seine Produktionsfirma Brainpool TV sowie unternehmerische Projekte abseits der Kameras weiterführte, ohne dass Details davon regelmäßig an die Öffentlichkeit drangen.
Das Comeback kam im September 2024: Mit der Live-Show „Stefan Raab” kehrte er bei RTL ins Fernsehen zurück, bewusst am selben Samstagabend platziert wie Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?” im ZDF, was Medien als direktes Quotenduell zweier TV-Urgesteine inszenierten. 2025 übernahm Raab zudem mit der Show „Chefsache ESC” die deutsche Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest, aus der das Duo Abor & Tynna mit dem Song „Baller” als deutscher Beitrag für den Wettbewerb in Basel hervorging.
Der Moderator, an dem sich seine Generation messen musste: Thomas Gottschalk.