Waldbrände in Nordafrika 2026: Algerien, Marokko, Tunesien
Extreme Waldbrände und Temperaturen nahe 50 °C treffen Algerien, Marokko und Tunesien seit Mitte Juli 2026. Algerien: über 1.600 Brandherde seit Anfang Juli, mindestens 6 Tote. Tunesien: über 900 Brände in 72 Stunden. Rekordjahr für Waldbrände weltweit (150 Mio. ha verbrannt). Quellen: France 24, UN.
Der Kontext
Eine schwere Waldbrandkrise trifft Nordafrika im Juli 2026. Algerien, Marokko und Tunesien, die drei Hauptländer des Maghreb, kämpfen gleichzeitig mit Bränden von beispiellosem Ausmaß, angetrieben von einer außergewöhnlichen Hitzewelle, die die Temperaturen in der Region auf nahezu 50 °C treibt.
France 24 dokumentierte die Krise in einem Videobericht vom 24. Juli 2026, der die Schwere der Brände in allen drei Ländern beleuchtet. In Algerien haben die Zivilschutzbehörden seit Anfang Juli mehr als 1.600 Brandherde registriert, mit mindestens 6 bestätigten Todesopfern. Besonders betroffen sind die Wälder im Norden des Landes, vor allem in der Kabylei und den Küstengebieten. In Tunesien wurden beim Höhepunkt der Hitzewelle mehr als 900 Brände innerhalb von nur 72 Stunden gemeldet.
Die Bedingungen, die diese Brände begünstigen, sind extrem: Anhaltende Dürre hat die Vegetation kritisch ausgetrocknet, Temperaturen nahe 50 °C beschleunigen die Brandausbreitung, und trockene Saisonwinde wie der Scirocco tragen Funken über weite Flächen. Die Vereinten Nationen haben bereits gewarnt, dass 2026 auf dem Weg zu einem beispiellosen Jahr für Waldbrände weltweit ist, mit bereits mehr als 150 Millionen Hektar verbrannter Fläche weltweit bis Mitte des Jahres.
Diese Brände stehen im gleichen klimatischen Kontext wie die zeitgleichen Waldbrände in Frankreich und Spanien, die Ende Juli 2026 mehr als 160.000 Menschen zur Evakuierung zwangen. Sie verdeutlichen, wie das gesamte Mittelmeergebiet unter dem Einfluss des Klimawandels einem wachsenden Brandrisiko ausgesetzt ist.