Amanda Knox 'Cartwheel' beim Edinburgh Fringe 2026
Amanda Knox' erstes One-Woman-Stand-up-Programm 'Cartwheel' feiert am 7. August 2026 Premiere beim Edinburgh Fringe (Gilded Balloon Teviot, 7.–17. Aug.). Das Programm verbindet schwarzen Humor über Identität und das Leben nach Knox' rechtswidriger Inhaftierung in Italien. Der Anwalt der Familie Kercher nannte es 'beleidigend und verwerflich'. Knox erwidert, sie mache keine Witze über Merediths Tod. Quellen: Broadway World, The Scotsman.
Der Kontext
Amanda Knox kommt mit ihrem Debüt-Stand-up-Programm ‘Cartwheel’ (7.–17. August 2026, Gilded Balloon Teviot) zum Edinburgh Festival Fringe, fast zwei Jahrzehnte, nachdem ihr Name zum Synonym für einen der polarisierendsten Kriminalfälle des 21. Jahrhunderts geworden ist.
Knox wurde vom italienischen Kassationsgericht im März 2015 endgültig freigesprochen vom Mord an ihrer britischen Mitbewohnerin Meredith Kercher in Perugia 2007, nach acht Jahren Prozessen, Freisprüchen, Verurteilungen und internationaler Medienobsession. Das einzige rechtskräftige Urteil für Kerchers Mord liegt gegen Rudy Guede vor, der separat verurteilt und 2021 aus einem italienischen Gefängnis entlassen wurde.
Der Titel des Programms bezieht sich auf das berühmte ‘Cartwheel’ (Rad schlagen), das Knox während einer Pause bei einem Polizeiverhör im November 2007 ausführte, ein Moment, der von den Medien weitgehend als Schuldzeichen missverstanden wurde, statt als nervöse Energie einer erschöpften 20-jährigen Studentin. Knox beschreibt ‘Cartwheel’ als Versuch, diesen Moment und ihre eigene Geschichte zurückzugewinnen.
Die Kontroverse ist real: Ein Anwalt der Familie Kercher hat das Programm öffentlich als „beleidigend und verwerflich” verurteilt. Knox hat klargestellt, dass die Show Merediths Tod nicht ins Lächerliche zieht, sie handelt davon, was Knox selbst erlebte: den Identitätsverlust, die mediale Dämonisierung und den langen Weg zurück in ein Leben, das mehr ist als eine Boulevardgeschichte.