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Kultur ▲ Heiß Trend-Score 65 · Veröffentlicht 30. Juli 2026 · Aktualisiert 30. Juli 2026

Aktenzeichen XY ungelöst: die Sendung vom 29. Juli 2026 und was dahintersteckt

Am 29. Juli 2026 lief die 629. Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst im ZDF: Rudi Cerne präsentierte unter anderem den Cold Case Lieselotte Hohlmann aus Essen und den Vermisstenfall Inga Gehricke. Was die Kultsendung seit 1967 ausmacht, wann sie läuft und wo man sie streamen kann.

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Der Kontext

Am Mittwochabend, dem 29. Juli 2026, lief die 629. Ausgabe von „Aktenzeichen XY … ungelöst“ im ZDF, und wie fast jeden Monat schoss die Sendung anschließend in die deutschen Suchtrends. Der Reflex ist immer derselbe: Wer die Fälle gesehen hat, will wissen, was dahintersteckt; wer sie verpasst hat, will wissen, worum es ging.

Die Ausgabe vom 29. Juli hatte eine für das Format typische Mischung. Ein Juwelierüberfall zweier Männer, von denen einer ein auffälliges Erkennungsmerkmal trägt. Ein Einbruch, bei dem ein Mann nachts plötzlich zwei Maskierte in der Schlafzimmertür stehen sah. Dazu zwei Fälle, die Deutschland seit Jahren beschäftigen: der ungelöste Mord an der 78-jährigen Millionenerbin Lieselotte Hohlmann, die 1997 in ihrer Villa in Essen-Burgaltendorf getötet wurde, und das Verschwinden der fünfjährigen Inga Gehricke, die seit einem Familienausflug bei Stendal im Mai 2015 spurlos fehlt. Für Hinweise im Fall Inga sind inzwischen 25.000 Euro Belohnung ausgelobt, und zu keinem Fall des Abends gingen laut ZDF mehr Anrufe ein.

Dass eine Fernsehsendung aus dem Jahr 1967 im Jahr 2026 noch Trend-Charts anführt, liegt am Konzept, das Eduard Zimmermann damals erfand und das bis heute funktioniert: reale, ungelöste Fälle als nachgestellte Filmszenen, dazu die direkte Bitte an das Publikum, der Polizei zu helfen. Rudi Cerne, seit Januar 2002 das Gesicht der Sendung, nimmt die Entwicklungen live im Studio entgegen. Nach ZDF-Angaben wird rund 40 Prozent der vorgestellten Fälle gelöst, das Format inspirierte internationale Ableger von „Crimewatch“ bis „America’s Most Wanted“.

Wer die Ausgabe verpasst hat, findet sie kostenlos in der ZDFmediathek. Die nächste reguläre Folge läuft wie gewohnt an einem Mittwoch um 20:15 Uhr im ZDF; die genauen Termine stehen in der Programmvorschau. Und wer etwas zu einem der Fälle weiß: Die Hinweistelefone der ermittelnden Dienststellen werden in der Sendung und auf zdf.de zu jedem Fall eingeblendet.

Häufige Fragen

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„Aktenzeichen XY … ungelöst“ ist die dienstälteste True-Crime-Sendung des deutschen Fernsehens. Seit dem 20. Oktober 1967 stellt das ZDF darin ungelöste Kriminalfälle mit nachgestellten Filmszenen vor und bittet die Zuschauer live um Hinweise, in direkter Zusammenarbeit mit der Polizei. Erfunden wurde das Format von Eduard Zimmermann; es gilt als Blaupause für internationale Ableger wie „Crimewatch“ (BBC) und „America's Most Wanted“ (USA).

Die 629. Ausgabe vom 29. Juli 2026 behandelte unter anderem: einen Überfall zweier Männer auf ein Juweliergeschäft, bei dem ein Täter ein auffälliges Erkennungsmerkmal hat; einen Wohnungseinbruch, bei dem plötzlich zwei maskierte Männer im Schlafzimmer standen; den ungelösten Mord an der 78-jährigen Millionenerbin Lieselotte Hohlmann aus Essen-Burgaltendorf aus dem Jahr 1997; und den Vermisstenfall der kleinen Inga Gehricke aus Sachsen-Anhalt. Quellen: ZDF, Ruhr Nachrichten.

**Rudi Cerne** moderiert die Sendung seit Januar 2002. Der frühere Eiskunstläufer und Sportjournalist ist damit nach Erfinder Eduard Zimmermann das prägende Gesicht des Formats. Cerne führt durch die Filmfälle, spricht mit den ermittelnden Kommissaren im Studio und nimmt die Entwicklungen des Abends live entgegen.

Inga Gehricke verschwand am 2. Mai 2015 im Alter von fünf Jahren bei einem Familienausflug am Wilhelmshof bei Stendal (Sachsen-Anhalt), einer der bekanntesten Vermisstenfälle Deutschlands. Trotz großangelegter Suchaktionen fehlt bis heute jede Spur. In der XY-Sendung vom 29. Juli 2026 wurde der Fall erneut vorgestellt, ausgelobt sind inzwischen insgesamt 25.000 Euro Belohnung. Zu diesem Fall gingen laut ZDF die meisten Hinweise des Abends ein. Quellen: ZDF, zdfheute.

Lieselotte Hohlmann war eine 78-jährige Millionenerbin aus Essen-Burgaltendorf, die am 27. August 1997 in ihrer Villa getötet wurde. Der Fall ist bis heute ungeklärt und wurde in der Ausgabe vom 29. Juli 2026 als Cold Case der Essener Polizei neu aufgerollt, in der Hoffnung, dass sich nach fast drei Jahrzehnten doch noch Zeugen melden. Quellen: ZDF, Ruhr Nachrichten.

Aktenzeichen XY läuft in der Regel **einmal im Monat mittwochs um 20:15 Uhr im ZDF**. Die genauen Sendetermine veröffentlicht das ZDF vorab im Programm; dazu kommen Sonderformate wie „Aktenzeichen XY … gelöst“ mit aufgeklärten Fällen oder die Cold-Case-Ausgaben. Der zuverlässigste Ort für den nächsten Termin ist die ZDF-Programmvorschau oder die ZDFmediathek.

In der **ZDFmediathek**: Dort stehen die aktuellen Ausgaben nach der Ausstrahlung als Stream bereit, meist für längere Zeit abrufbar, ebenso die Spezialformate. Die Sendung vom 29. Juli 2026 ist dort ebenfalls verfügbar. Ein separates Abo braucht es nicht, die Mediathek ist kostenlos.

Das ZDF beziffert die Aufklärungsquote der in der Sendung vorgestellten Fälle auf rund **40 Prozent**, eine für ungelöste Altfälle und festgefahrene Ermittlungen bemerkenswerte Zahl. Der Mechanismus funktioniert seit fast 60 Jahren gleich: Millionenpublikum plus konkrete Fallschilderung ergibt Hinweise, die die Polizei allein nicht bekommen hätte. Quelle: ZDF.

Mit dem **XY-Preis** zeichnet die Sendung jedes Jahr Menschen aus, die durch Zivilcourage zur Aufklärung von Verbrechen oder zur Rettung anderer beigetragen haben. In der Ausgabe vom 29. Juli 2026 wurde Stephanie Schreiner aus Bayern als Kandidatin vorgestellt: Ihre Beobachtungen und ihre Meldung an die Behörden führten zur Verurteilung eines Mannes wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Quelle: ZDF.

Seit dem **20. Oktober 1967**. Erfinder und erster Moderator war Eduard Zimmermann, der das Konzept „Fernsehen hilft Verbrechen aufklären“ etablierte. Mit inzwischen 629 Ausgaben (Stand: Juli 2026) gehört die Sendung zu den langlebigsten Formaten des deutschen Fernsehens überhaupt und läuft bis heute im ZDF.

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