WM 2026 Gruppe G: Ägypten und Belgien qualifiziert - Alle Ergebnisse und Abschlusstabelle
GRUPPE G ABGESCHLOSSEN, 1.: Ägypten 5 Pkt (qualifiziert); 2.: Belgien 5 Pkt (qualifiziert); 3.: Iran 3 Pkt (ausgeschieden); 4.: Neuseeland 1 Pkt (ausgeschieden). ST3 (26. Juni): Ägypten 1:1 Iran (Saber 5., Rezaeian 14.); Belgien 1:0 Neuseeland (Trossard 28.). ST2 (21. Juni): Ägypten 3:1 NZL (erster historischer WM-Sieg); Belgien 0:0 Iran (Ngoy Platzverweis 66.). ST1 (15. Juni): Belgien 1:1 Ägypten, Iran 2:2 NZL, Mohebi abgeschoben.
Der Kontext
Gruppe G der WM 2026 hat bereits zwei der prägendsten Geschichten des Turniers geliefert, und das nach erst einer Spieltagsrunde.
In Seattle trat Belgien am 15. Juni gegen Ägypten an und erlebte eine unerwartete Geduldsprobe. Emam Ashour erzielte in der 19. Minute das 1:0 für Ägypten, sein erstes Länderspieltor, und die Roten Teufel hatten trotz eindeutiger Überlegenheit keine Antwort. Bis zur 66. Minute versuchte Belgien vergeblich, die kompakt stehende Ägypter-Defensive zu knacken. Dann brachte Trainer Domenico Tedesco Romelu Lukaku. Was folgte, waren 23 Sekunden: Hany lenkte den Ball unter dem Druck des belgischen Mittelstürmers ins eigene Netz. Das 1:1 war schmeichelhaft für Ägypten, aber Belgien hatte zu lange auf seinen Satz gewartet.
Im SoFi Stadium in Inglewood lieferten sich Iran und Neuseeland ein packendes Tor-Spektakel. Elijah Just traf bereits in der 7. Minute für Neuseeland und erhöhte in der 54. auf 2:0, eine historisch anmutende Sensation drohte. Iran blieb im Spiel durch Rezaeian (32.) und drehte die Partie durch Mohebi (64.) auf 2:2. Das Ergebnis war am Ende verdient, der eigentliche Aufreger folgte nach Mohebis Jubel, der von Millionen als Pistolengeste gedeutet wurde und sofort weltweit für Aufruhr sorgte.
Was als Fußball-Eklat begann, entwickelte sich zur diplomatischen Affäre. Die US-Behörden schickten Mohebi noch vor dem Iran-Belgien-Duell am 21. Juni aus dem Land. Der iranische Verband protestierte bei der FIFA und sieht in der Deportation einen Eingriff in den sportlichen Wettbewerb. Mohebi fehlt Iran nun im wichtigsten Gruppenspiel, ein Verlust, der die Kräfteverhältnisse in Gruppe G deutlich verschiebt.
Der 2. Spieltag am 21. Juni hat die Gruppe G neu sortiert.
Im SoFi Stadium in Inglewood war Belgien–Iran ein zähes, torloses Duell voller Spannung. Der entscheidende Moment: Nathan Ngoy sah in der 66. Minute die Rote Karte für ein Foulspiel an Taremi, Direktrot wegen Verhinderung einer klaren Torchance. Ein Treffer Taremis wurde zuvor vom VAR wegen Abseits aberkannt. Am Ende 0:0, beide Teams bei 2 Punkten vor dem alles entscheidenden Spieltag 3.
In Vancouver schrieb Ägypten Geschichte. Finn Surman hatte Neuseeland in der 15. Minute per Kopfball in Führung gebracht, und Neuseeland hielt diesen Vorsprung bis in die zweite Hälfte. Dann kam Ägyptens Aufholjagd: Ziko glich in der 58. Minute aus, Salah erzielte das 2:1 in der 67., und Trézéguet besiegelte den 3:1-Endstand in der 82. Minute mit einem Eckball von Salah. Es ist der erste WM-Sieg in der Geschichte Ägyptens, ein historischer Moment für den afrikanischen Fußball. Ägypten führt die Gruppe G mit 4 Punkten an.
Der 3. Spieltag (26. Juni) besiegelte die Gruppe G. In Ägypten gegen Iran eröffnete Mohammed Saber in der 5. Minute das Tor für die Ägypter; Ramin Rezaeian glich in der 14. Minute für den Iran aus. Das 1:1 genügte Ägypten für Platz 1 mit 5 Punkten. Im Parallelspiel erzielte Leandro Trossard in der 28. Minute den einzigen Treffer, Belgien siegte 1:0 gegen Neuseeland und schloss als Zweiter mit 5 Punkten ab (bessere Tordifferenz als Iran). Der Iran schied mit 3 Punkten aus; Neuseeland mit 1 Punkt.