Quentin Tarantino
Quentin Tarantino ist der einflussreichste Autorenfilmer Hollywoods seit den 1990ern – ein Videotheksjunkie, der das Kino neu erfand.
Quentin Tarantino – Der Mann, der Hollywood mit einer Videothekskarte umprogrammierte
Quentin Jerome Tarantino, geboren am 27. März 1963 in Knoxville, Tennessee, ist US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und gelegentlicher Schauspieler. Er gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sein Stil – nichtlineare Erzählstruktur, knallharte Dialoge, exzessiver Verweis auf Popkultur und stilisierte Gewalt – ist so unverkennbar, dass „tarantinesk” längst ein eigenes Adjektiv geworden ist.
Sein Durchbruch kam 1992 mit Reservoir Dogs, der Legende nach am Schreibtisch einer Videothek in Manhattan Beach geschrieben. Zwei Jahre später lieferte Pulp Fiction (1994) einen der größten Schocks der Filmgeschichte: ein Schwarzmarkt-Epos, das die Goldene Palme in Cannes gewann und das Kino dauerhaft veränderte. Ohne Filmhochschule, nur mit tausenden gesehenen Filmen als Ausbildung.
Tarantino hat seinen zehnten Film als sein letztes Werk angekündigt – eine Selbstbeschränkung, die er öffentlich mehrfach bekräftigt hat. The Movie Critic war zeitweise im Gespräch, er hat das Projekt aber 2024 öffentlich wieder verworfen. Was sein tatsächliches finales Werk wird, ist Stand 2025 noch offen.
Er ist auch als leidenschaftlicher Filmkritiker und Buchautor aktiv: Sein Buch Cinema Speculation (2022) ist ein ausgewachsenes Stück Filmkritik aus der Perspektive eines Cineasten, der in den 1970ern aufgewachsen ist. Tarantino polarisiert – zwischen Kritikern, die ihn als Genie feiern, und jenen, die sein Werk als pure Gewalt-Ästhetik ohne Substanz abtun.