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Quentin Tarantino

Quentin Tarantino ist der einflussreichste Autorenfilmer Hollywoods seit den 1990ern – ein Videotheksjunkie, der das Kino neu erfand.

By · datastats · Aktualisiert 15. Juni 2026
Quentin Tarantino

Quentin Tarantino – Der Mann, der Hollywood mit einer Videothekskarte umprogrammierte

Quentin Jerome Tarantino, geboren am 27. März 1963 in Knoxville, Tennessee, ist US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und gelegentlicher Schauspieler. Er gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sein Stil – nichtlineare Erzählstruktur, knallharte Dialoge, exzessiver Verweis auf Popkultur und stilisierte Gewalt – ist so unverkennbar, dass „tarantinesk” längst ein eigenes Adjektiv geworden ist.

Sein Durchbruch kam 1992 mit Reservoir Dogs, der Legende nach am Schreibtisch einer Videothek in Manhattan Beach geschrieben. Zwei Jahre später lieferte Pulp Fiction (1994) einen der größten Schocks der Filmgeschichte: ein Schwarzmarkt-Epos, das die Goldene Palme in Cannes gewann und das Kino dauerhaft veränderte. Ohne Filmhochschule, nur mit tausenden gesehenen Filmen als Ausbildung.

Tarantino hat seinen zehnten Film als sein letztes Werk angekündigt – eine Selbstbeschränkung, die er öffentlich mehrfach bekräftigt hat. The Movie Critic war zeitweise im Gespräch, er hat das Projekt aber 2024 öffentlich wieder verworfen. Was sein tatsächliches finales Werk wird, ist Stand 2025 noch offen.

Er ist auch als leidenschaftlicher Filmkritiker und Buchautor aktiv: Sein Buch Cinema Speculation (2022) ist ein ausgewachsenes Stück Filmkritik aus der Perspektive eines Cineasten, der in den 1970ern aufgewachsen ist. Tarantino polarisiert – zwischen Kritikern, die ihn als Genie feiern, und jenen, die sein Werk als pure Gewalt-Ästhetik ohne Substanz abtun.

Häufige Fragen

Tarantino hat jahrelang in Los Angeles gelebt und ist seit seiner Heirat mit der israelischen Sängerin Daniella Pick auch längere Zeit in Tel Aviv, Israel, ansässig. Öffentlich bestätigt ist, dass er sich regelmäßig zwischen den USA und Israel aufhält – genaue Wohnadressen sind Privatsache und werden hier nicht genannt.

Tarantino ist US-amerikanischer Staatsbürger, geboren in Knoxville, Tennessee. Durch seine Ehe mit einer israelischen Staatsbürgerin hat er möglicherweise Verbindungen zu Israel, eine offiziell bestätigte doppelte Staatsbürgerschaft ist jedoch nicht öffentlich dokumentiert.

Quentin Tarantino wurde am 27. März 1963 geboren und ist damit Stand 2025 **62 Jahre alt**.

Tarantino wird in weit verbreiteten Quellen mit einer Körpergröße von etwa **1,85 m (6 Fuß 1 Zoll)** angegeben. Eine offizielle Selbstauskunft liegt nicht vor, aber dieser Wert gilt als allgemein akzeptiert.

Die Konsenskrone gehört **Pulp Fiction** (1994) – es steht regelmäßig in den Top 10 der besten Filme aller Zeiten. Dicht dahinter folgen **Inglourious Basterds** (2009) und **Jackie Brown** (1997), der bei Kritikern deutlich unterbewertet ist. **Kill Bill Vol. 1 & 2** und **Django Unchained** vervollständigen den harten Kern seines Schaffens.

Tarantino hat in verschiedenen Interviews **Pam Grier** als eine seiner liebsten Schauspielerinnen bezeichnet und ihr mit *Jackie Brown* bewusst eine Hommage gewidmet. Als Schauspieler nennt er häufig **Toshiro Mifune** (der Kurosawa-Star) als überragendes Vorbild. Eine einzige „beste" Person hat er nie abschließend benannt – das wäre nicht sein Stil.

Tarantino zählt seine Werke selbst streng: (1) Reservoir Dogs (1992), (2) Pulp Fiction (1994), (3) Jackie Brown (1997), (4) Kill Bill: Volume 1 (2003), (5) Kill Bill: Volume 2 (2004), (6) Death Proof (2007, Teil von Grindhouse), (7) Inglourious Basterds (2009), (8) Django Unchained (2012), (9) The Hateful Eight (2015), (10) Once Upon a Time in Hollywood (2019). Kill Bill zählt er je nach Kontext als einen oder zwei Filme – was die Frage seines „zehnten und letzten Films" zu einem Running Gag macht.

Es gibt keine dokumentierte, öffentlich belegte Fehde zwischen Robert De Niro und Quentin Tarantino. De Niro spielte sogar in *Jackie Brown* mit, was auf eine funktionierende Arbeitsbeziehung hindeutet. Sollte es hinter den Kulissen Spannungen gegeben haben, sind diese weder von den Beteiligten bestätigt noch zuverlässig berichtet worden – diese Behauptung lässt sich nicht als Fakt einordnen.

Ein offiziell getesteter und veröffentlichter IQ-Wert für Tarantino existiert nicht. Im Internet kursieren Zahlen um die 160, aber diese sind vollständig unbelegt und erfunden. Dass er hochintelligent ist, zeigt sein Werk – aber konkrete IQ-Zahlen für Prominente ohne Quellennachweis sind schlicht Spekulation.

Ja – Tarantino hat in *Kill Bill: Volume 1* (2003) einen kurzen Cameo-Auftritt, wie er es in fast all seinen Filmen tut. Er ist kurz als Bestatter zu sehen. Außerdem ist seine Stimme als Regisseur-Sprachrohr in einer Szene zu hören.

Ja, tatsächlich. Tarantino hatte 1988 einen kleinen Gastauftritt in der US-Sitcom *The Golden Girls* – und zwar als Elvis-Imitator in der Episode "Sophia's Wedding, Part 1". Ein frühes Beispiel seines Strebens nach jedem Fitzelchen Kamerazeit.

Hier ist Präzision nötig: Es gibt *Django Unchained* (2012), Tarantinos eigenen Film. Im originalen *Django* (1966) von Sergio Corbucci spielte Tarantino nicht mit – der war vor seiner Geburt. In *Django Unchained* hat er selbst jedoch einen kurzen Cameo als australischer Minenarbeiter.

Ja. Tarantino hatte einen kurzen Gastauftritt in Adam Sandlers Komödie *Little Nicky* (2000), in der er einen blinden Prediger spielt. Es war einer seiner skurrilsten Cameos außerhalb eigener Projekte.

Ja, Tarantino hat in *Once Upon a Time in Hollywood* (2019) – seinem eigenen Film – einen kurzen Cameo. Er ist als Werbemann im Jahr 1969 zu sehen und zu hören. In eigenen Filmen taucht er fast immer irgendwo auf.

Ja. Tarantino führte bei zwei Episoden der Actionserie *Alias* (mit Jennifer Garner) Regie – nämlich bei "Détente" und "A Higher Echelon" aus Staffel 2 (2002/2003). Als Schauspieler war er in *Alias* aber nicht zu sehen.

Ja. Tarantino hatte einen kurzen, prägnanten Gastauftritt in Robert Rodriguez' *Desperado* (1995) – er spielt einen Typen in einer Bar, der eine zunehmend absurde Geschichte erzählt. Es war Teil der engen kreativen Freundschaft zwischen Tarantino und Rodriguez.

Nein. Es gibt keinen bestätigten oder dokumentierten Auftritt von Quentin Tarantino in Ridley Scotts *Prometheus* (2012) – weder als Schauspieler noch in einer anderen Funktion. Diese Behauptung lässt sich nicht belegen.

Ja. In *Django Unchained* (2012) – seinem eigenen Film – spielt Tarantino einen australischen Minenarbeiter namens Frankie. Die Szene endet für seine Figur explosiv, was er sichtlich genoss. Sein Akzent in dieser Szene wurde übrigens von Kritikern und Fans gleichermaßen gnadenlos verrissen.

Sort of – er verfolgte beides parallel. Tarantino versuchte in den späten 1980ern, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur Fuß zu fassen. Seinen ersten großen Schritt machte er als Regisseur mit *Reservoir Dogs* (1992), aber er spielte dort auch selbst mit. Er war nie primär Schauspieler – das Regiehandwerk war immer sein eigentliches Ziel.

Als Regisseur hat Tarantino **10 Spielfilme** gedreht (wobei er Kill Bill je nach Zählweise als einen oder zwei Filme wertet). Er hat außerdem Drehbücher für andere Regisseure geschrieben (z. B. *True Romance*, *Natural Born Killers*) und in zahlreichen Filmen als Schauspieler mitgewirkt – diese zählen nicht zu seinen Regiewerken.

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