Michael Schumacher - Häufige Fragen
Michael Schumacher, geboren 1969, ist mit sieben Formel-1-Weltmeistertiteln und 91 Grand-Prix-Siegen einer der erfolgreichsten Rennfahrer der Geschichte; seit seinem Skiunfall 2013 lebt er zurückgezogen, sein Gesundheitszustand bleibt auf Wunsch der Familie privat.
Vom Kart in Kerpen zum siebenfachen Weltmeister
Michael Schumacher wurde am 3. Januar 1969 in Hürth bei Köln geboren und wuchs im nahen Kerpen-Horrem auf, wo sein Vater eine Kartbahn betrieb. Dort sammelte er als Kind seine ersten Erfahrungen im Motorsport, bevor er sich über die deutsche Formel 3 bis in die Sportwagen-Weltmeisterschaft von Mercedes hocharbeitete. Sein Formel-1-Debüt gab er 1991 beim Großen Preis von Belgien für das Team Jordan, noch im selben Jahr wechselte er zu Benetton. Dort gewann er 1994 und 1995 seine ersten beiden Fahrer-Weltmeisterschaften, begleitet von Kontroversen wie der umstrittenen Kollision mit Damon Hill beim Saisonfinale 1994 in Adelaide.
1996 wechselte Schumacher zu Ferrari, einem Team, das seit 1979 keinen Fahrertitel mehr geholt hatte. Gemeinsam mit Technikchef Ross Brawn und Teamkollege Rubens Barrichello baute er die Scuderia über mehrere Jahre zur dominanten Kraft der Formel 1 aus. Zwischen 2000 und 2004 gewann Schumacher fünf Weltmeisterschaften in Folge, darunter die Saison 2004 mit 13 Siegen aus 18 Rennen. Mit insgesamt 91 Grand-Prix-Siegen und sieben Titeln stellte er Bestmarken auf, die erst Jahre später von Lewis Hamilton eingestellt und überboten wurden.
Ende 2006 beendete Schumacher zunächst seine Karriere, kehrte aber 2010 überraschend für ein Comeback beim neu aufgestellten Werksteam Mercedes zurück. Die drei Jahre bis Ende 2012 blieben ohne einen Grand-Prix-Sieg und gelten als der schwierigste Abschnitt seiner Fahrerlaufbahn. Nach dieser zweiten Karriere zog sich Schumacher endgültig aus dem Cockpit zurück, blieb Mercedes aber zunächst beratend verbunden. Die Formel 1, die er über eineinhalb Jahrzehnte prägte, wird heute von einer neuen Fahrergeneration bestimmt, allen voran Max Verstappen und Charles Leclerc, die beide öffentlich auf Schumachers Karriere als Maßstab verwiesen haben.
Am 29. Dezember 2013 verunglückte Schumacher beim Skifahren abseits der Piste in Méribel in den französischen Alpen und erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Nach monatelanger Behandlung, zunächst im künstlichen Koma in Grenoble und später in der Uniklinik Lausanne, wird er seit September 2014 zu Hause von einem Ärzte- und Pflegeteam betreut. Ehefrau Corinna Schumacher und die Familie haben seither wiederholt klargestellt, dass sein Gesundheitszustand strikt privat bleibt. Angaben aus angeblichen Insiderquellen, die seit Jahren in Boulevardmedien kursieren, sind nie von der Familie bestätigt worden und bleiben reine Spekulation.
Sohn Mick Schumacher, geboren 1999, setzte den Familiennamen im Motorsport fort: 2020 gewann er die Formel-2-Meisterschaft, 2021 und 2022 fuhr er für Haas in der Formel 1, seither ist er als Ersatzfahrer und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft aktiv. Bruder Ralf Schumacher, selbst ehemaliger Formel-1-Fahrer mit sechs Grand-Prix-Siegen, arbeitet inzwischen als Experte für den Sender Sky Deutschland. Im September 2021 veröffentlichte Netflix die Dokumentation “Schumacher”, die die Karriere des siebenfachen Weltmeisters nachzeichnet, ohne auf Details zu seinem heutigen Gesundheitszustand einzugehen, ein Ausdruck des Respekts, den Familie und Öffentlichkeit diesem Thema inzwischen überwiegend entgegenbringen.