Lukas Podolski - Häufige Fragen
Lukas Podolski, geboren 1985 in Gliwice, wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister und ist mit 130 Länderspielen und 49 Toren einer der torgefährlichsten Nationalspieler der DFB-Geschichte; heute spielt er beim polnischen Klub Górnik Zabrze.
Vom Kind aus Gliwice zum Weltmeister von Rio
Lukas Podolski wurde am 4. Juni 1985 in Gliwice im damaligen Oberschlesien geboren. 1987 siedelte seine Familie nach Deutschland über und ließ sich in Köln nieder, wo Podolski aufwuchs und seine fußballerische Ausbildung beim 1. FC Köln begann. Die doppelte Herkunft, deutsch und polnisch, sollte seine gesamte Karriere begleiten: Er besitzt beide Staatsangehörigkeiten, entschied sich aber für die deutsche Nationalmannschaft, für die er 2004 debütierte. Schon in seinen ersten Jahren beim FC etablierte er sich als Stürmer mit hartem Schuss und großer Popularität bei den Fans, was ihm früh den Spitznamen “Prinz” einbrachte.
2006 wechselte Podolski zu Bayern München, konnte sich dort aber nicht dauerhaft in der Startelf durchsetzen und kehrte 2009 zum 1. FC Köln zurück. 2012 folgte der Schritt ins Ausland zu Arsenal in London, wo er in einer Ära des englischen Fußballs spielte, die international auch mit Größen wie Lothar Matthaeus verglichen wurde, wenn es um deutsche Exportspieler ging. Nach einer Leihe zu Inter Mailand 2015 wechselte er im selben Jahr zu Galatasaray Istanbul, wo er bis 2017 blieb und zu einem der beliebtesten ausländischen Spieler des Klubs wurde.
Der Höhepunkt seiner Nationalmannschaftskarriere war die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Am 13. Juli 2014 stand Podolski im Finale gegen Argentinien im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro auf dem Feld, als Deutschland nach Verlängerung durch ein Tor von Mario Götze mit 1:0 gewann und zum vierten Mal Weltmeister wurde. Es war der einzige WM-Titel seiner Karriere und krönte eine Nationalmannschaftslaufbahn, die ihn letztlich auf 130 Länderspiele und 49 Tore brachte, eine Bilanz, die ihn neben polnischen Torjägern wie Robert Lewandowski zu einer der torgefährlichsten Figuren seiner Generation im deutsch-polnischen Fußballraum macht.
Sein Abschied aus der Nationalmannschaft geriet zu einem der emotionalsten Momente seiner Karriere: Am 22. März 2017 bestritt er sein selbst mitorganisiertes Abschiedsspiel gegen England in Dortmund, erzielte in der 69. Minute per Distanzschuss das 1:0 und damit sein 49. und letztes Länderspieltor, bevor er unter Standing Ovations ausgewechselt wurde. Danach setzte er seine Vereinskarriere in Japan bei Vissel Kobe und in der Türkei bei Antalyaspor fort, ehe er 2021 zu Górnik Zabrze in Polen wechselte, dem Verein, für den er seither, mittlerweile über 40 Jahre alt, weiterhin aufläuft.
Abseits des Platzes ist Podolski unternehmerisch aktiv: Seit 2018 betreibt er die Döner-Kette Mangal mit mehreren Filialen in Deutschland, dazu kommen Engagements im Eisdielen-Geschäft und in weiteren Gastronomieprojekten. 2009 gründete er die Lukas Podolski Stiftung, die sich mit Sport- und Bildungsprojekten für benachteiligte Kinder in Deutschland und Polen einsetzt. Podolski ist seit 2007 mit Monika Podolski verheiratet, das Paar hat drei gemeinsame Söhne und lebt überwiegend in Köln, dem Ort, der seit seiner Kindheit im Zentrum seines Lebens abseits der jeweiligen Auslandsstationen geblieben ist.