Kash Patel
Kash Patel ist der umstrittenste Geheimdienstmann Washingtons – ein Trump-treuer Staatsanwalt, der es vom Kongressermittler bis zum FBI-Direktor gebracht hat.
Kashyap Pramod „Kash” Patel wurde am 25. Februar 1980 geboren und ist ein amerikanischer Jurist, ehemaliger Bundesstaatsanwalt und Nationaler Sicherheitsberater, der durch seine enge Bindung an Donald Trump zur polarisierenden Figur der US-Politik wurde. Er arbeitete sich durch den Justizapparat nach oben und landete schließlich als Hauptermittler im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses (HPSCI), wo er maßgeblich am sogenannten „Nunes-Memo” mitwirkte – einem Dokument, das die FBI-Überwachung des Trump-Wahlkampfteams 2016 infrage stellte.
Unter Trumps erster Amtszeit bekleidete Patel mehrere hochrangige Positionen: Er diente als Stabschef im Verteidigungsministerium und war kurzzeitig als CIA-Direktor im Gespräch. Seine Loyalität gegenüber Trump und seine scharfe Kritik am FBI und am sogenannten „Deep State” machten ihn zum Star der konservativen Medienwelt – aber auch zum roten Tuch für viele Geheimdienstprofis.
In Trumps zweiter Amtszeit wurde Patel im Jahr 2025 als FBI-Direktor bestätigt – eine Berufung, die heftigen Widerstand im Senat auslöste, letztlich aber durchkam. Die Ernennung signalisiert einen historischen Bruch mit der Tradition der institutionellen Unabhängigkeit des FBI.
Patel ist auch Autor des Kinderbuches The Plot Against the King – einer politischen Parabel, die die Russiagate-Ermittlungen als Hexenjagd darstellt. Er betreibt zudem einen Podcast und gilt als feste Größe im Trump-nahen Medienuniversum. Wer in der amerikanischen Sicherheitspolitik der Gegenwart etwas verstehen will, kommt an Kash Patel nicht vorbei.