JD Vance
JD Vance – vom Hillbilly-Memoirenschreiber zum 50. Vizepräsidenten der USA: eine der erstaunlichsten politischen Karrieren Amerikas.
James David Vance, bekannt als JD Vance, wurde am 2. August 1984 in Middletown, Ohio, geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der sogenannten „Rust Belt”-Region der USA auf – einer von Deindustrialisierung und sozialem Verfall geprägten Gegend. Seine turbulente Kindheit mit einer drogenabhängigen Mutter beschrieb er in seinem 2016 erschienenen Bestseller Hillbilly Elegy, der ihn schlagartig bekannt machte und später von Netflix verfilmt wurde.
Nach einem Jurastudium in Yale und einer Karriere als Risikokapitalgeber in Silicon Valley wandte sich Vance der Politik zu. 2022 gewann er den Senatssitz für Ohio als Republikaner – mit entscheidender Unterstützung von Donald Trump. Sein Aufstieg war bemerkenswert schnell: Von einem eher gemäßigten Trump-Kritiker wurde er zu einem der lautstärksten MAGA-Unterstützer im Senat.
Im Juli 2024 wählte Donald Trump Vance zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten. Bei der Wahl im November 2024 gewann das Duo, und am 20. Januar 2025 wurde JD Vance als 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Er ist damit einer der jüngsten Vizepräsidenten in der Geschichte der USA.
Vance polarisiert stark: Fans sehen in ihm die authentische Stimme der weißen Arbeiterklasse Amerikas, Kritiker werfen ihm politischen Opportunismus und radikale Positionen vor. Seine Wandlung vom Trump-Skeptiker zum treuen MAGA-Verfechter bleibt eines der meistdiskutierten Themen in der amerikanischen Politik.