Emmanuel Macron
Emmanuel Macron ist Frankreichs jüngster Präsident der Fünften Republik – ein ehemaliger Investmentbanker und Minister, der 2017 das politische Establishment spektakulär gesprengt hat.
Wer ist Emmanuel Macron?
Emmanuel Macron, geboren am 21. Dezember 1977 in Amiens, ist seit Mai 2017 Präsident der Französischen Republik. Er gründete die zentristisch-liberale Bewegung En Marche! (heute Renaissance) aus dem Nichts und gewann die Präsidentschaftswahl mit einem klaren Sieg gegen Marine Le Pen – mit 39 Jahren das jüngste Staatsoberhaupt in der Geschichte der Fünften Republik.
Vor seiner politischen Karriere studierte Macron Philosophie und Verwaltungswissenschaften (Sciences Po, ENA) und arbeitete als Investmentbanker bei Rothschild & Cie. Unter Präsident François Hollande stieg er zum Wirtschaftsminister auf, bevor er 2016 seinen eigenen Weg einschlug.
Macron steht für eine proeuropäische, wirtschaftsliberale Politik kombiniert mit sozialstaatlichen Elementen – ein Balanceakt, der ihm sowohl leidenschaftliche Unterstützer als auch erbitterte Kritiker eingebracht hat. Die Rentenreform 2023, die das Rentenalter auf 64 Jahre anhob, löste monatelange Massenproteste aus.
International ist Macron als starke Stimme für die EU und für die westliche Unterstützung der Ukraine bekannt. Er wurde 2022 wiedergewählt, erneut gegen Marine Le Pen, und regiert seitdem in einer politisch fragmentierten Landschaft, die ihm keine stabile Parlamentsmehrheit lässt.
Menschen suchen nach Macron, weil er eine der einflussreichsten und zugleich polarisierendsten Figuren der westlichen Politik ist – und weil seine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit seiner Frau Brigitte die Boulevardpresse rund um den Globus beschäftigt.