Basketball-WM der Frauen 2026: USA gewinnen, Deutschland wird Vierter
Die USA haben die FIBA Basketball-WM der Frauen 2026 in Berlin gewonnen und im Finale am 13. September Frankreich mit 97:79 besiegt, der fünfte Titel in Folge und der zwölfte insgesamt. Breanna Stewart wurde mit 22 Punkten als erste Spielerin zum zweiten Mal MVP des Turniers. Spanien holte Bronze gegen Gastgeber Deutschland mit 81:58. Deutschland erreichte als Vierter das beste WM-Ergebnis der jüngeren Geschichte. Quellen: FIBA, NBA, ESPN, Olympics.com.
Der Kontext
Die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen kehrt zum ersten Mal seit 1998 nach Deutschland zurück, und sie kommt größer zurück als je zuvor. Vom 4. bis 13. September 2026 spielen sechzehn Nationen in Berlin, vier mehr als bei der letzten Ausgabe in Sydney, verteilt auf zwei Hallen: die rund 14.000 Zuschauer fassende Berlin Arena, in der auch die komplette K.-o.-Runde stattfindet, und die Max-Schmeling-Halle, die in der ersten Woche zwei der vier Gruppen übernimmt.
Die Auslosung hat eine wirklich schwere Gruppe hervorgebracht und drei lesbare. In Gruppe D treffen die vierfachen Titelverteidiger aus den USA auf China, das 2022 das Finale mit 61:83 verlor, dazu Italien und Tschechien. Gruppe A gibt Gastgeber Deutschland gegen Japan, Spanien und Mali einen gangbaren Weg. Gruppe B sollte Frankreich kontrollieren, mit Ungarn, Südkorea und Nigeria. In Gruppe C stehen Australien und Belgien neben Puerto Rico und der Türkei.
Der Modus ist schlicht und hart: eine einfache Runde in jeder Gruppe, die besten zwei kommen weiter, dann direktes K.-o. Viertelfinals am 10. September, Halbfinals am 12., Bronze und Gold am 13. Die Hälfte des Feldes fährt nach fünf Tagen nach Hause.
Sportlich stellt sich dieselbe Frage wie seit über einem Jahrzehnt: Ist irgendjemand so weit, die Amerikanerinnen zu schlagen. Die USA haben vier WM-Titel in Folge gewonnen und bei diesem Turnier seit 2006 kein entscheidendes Spiel mehr verloren. Australien ist der hartnäckigste Herausforderer, China hat die Größe und die Disziplin für ein zweites Finale in Serie, und die europäische Gruppe aus Frankreich, Spanien und Belgien ist tief genug, dass mindestens eine dieser Mannschaften ins Halbfinale gehört. Für Deutschland ist das Gastgeberdasein der Punkt: ein Viertelfinale in einer vollen Berlin Arena wäre ein gelungenes Turnier. Quellen: FIBA, visitBerlin, Eventim, berlin.de, Wikipedia.
Wie es ausging
Die USA holten den fünften WM-Titel in Folge, den zwölften insgesamt, mit einem 97:79 gegen Frankreich im Finale von Berlin am 13. September. Bequem war das lange nicht: Frankreich führte zwischenzeitlich mit 14 Punkten, ehe eine starke zweite amerikanische Halbzeit die Partie entschied. Breanna Stewart legte 22 Punkte und 9 Rebounds auf und wurde als erste Spielerin zum zweiten Mal MVP des Turniers, Jackie Young steuerte 18 Punkte bei 4 von 7 Dreiern bei.
Spanien holte Bronze mit einem 81:58 gegen den Gastgeber, angeführt von 22 Punkten der 20-jährigen Iyana Martin, der dritte dritte Platz Spaniens nach 2010 und 2018. Die Halbfinals am 12. September endeten USA 76:66 Spanien und Frankreich 86:64 Deutschland, letzteres beendete den Lauf des Gastgebers vor ausverkaufter Berlin Arena.
Deutschland wurde Vierter, was die Vorschau weiter oben korrigiert: erwartet wurde ein Viertelfinale, erreicht wurde das Halbfinale. Im All-Star Five standen Stewart, Jackie Young, Gabby Williams, Iyana Martin und Leonie Fiebich. Das Finale war eine Neuauflage des olympischen Endspiels von Paris 2024 und endete genauso. Quellen: FIBA, NBA, ESPN, Olympics.com, MPR News.