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The Ordinary

The Ordinary hat die Hautpflege-Industrie gesprengt – indem die Marke bewiesen hat, dass wirksame Inhaltsstoffe keine Luxuspreise brauchen.

By · datastats · Aktualisiert 4. Juni 2026

Was ist The Ordinary? The Ordinary ist eine kanadische Skincare-Marke, die 2016 von Brandon Truaxe unter dem Dach des Unternehmens DECIEM gegründet wurde. Das Konzept war radikal simpel: Einzelne Wirkstoffe – Niacinamid, Retinol, Vitamin C, Hyaluronsäure – in hochkonzentrierter Form, ohne aufwendige Verpackung, ohne Marketing-Hokuspokus, für unter 10 Euro. Die Branche hat das nie wirklich verzeihen.

Warum reden alle darüber? The Ordinary hat eine Mittelklasse-Lücke geschlossen. Wer sich keine 80-Euro-Seren leisten wollte oder konnte, musste vorher auf billige Drogerie-Formulierungen ausweichen. Plötzlich gab es klinisch klingende Produkte mit echter Wirkstoffdichte für den Preis einer Kinokarte. Das hat Millionen von Verbraucher:innen direkt in Reddit-Foren und YouTube-Tutorials getrieben – und die Marke zu einem kulturellen Phänomen gemacht.

Schatten hinter dem schlanken Design Die Geschichte von The Ordinary ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Gründer Brandon Truaxe verhielt sich ab 2018 zunehmend instabil, postete wirre Anschuldigungen auf Instagram und wurde schließlich von DECIEM entfernt. Im Januar 2019 starb er unter ungeklärten Umständen. Die Estée Lauder Companies nutzte die Krise und sicherte sich zunächst eine Minderheitsbeteiligung, bevor sie DECIEM 2021 vollständig übernahm – für geschätzte 2,2 Milliarden US-Dollar. Das „unabhängige” Underdog-Image hat seitdem Risse.

Warum suchen Menschen so intensiv danach? Das Sortiment umfasst über 60 Produkte, und die Kombinations-Regeln sind komplex: Manche Wirkstoffe neutralisieren sich gegenseitig, andere können die Haut ernsthaft reizen. Die Marke selbst liefert Anleitungen, aber keine wirklich klaren Warnungen. Das erklärt die Flut an Suchanfragen – die Leute wollen wissen, was sie sich ins Gesicht schmieren, bevor sie es tun. Vernünftig.

Häufige Fragen

Nein – The Ordinary ist eine der günstigsten Wirkstoff-Skincare-Marken auf dem Markt. Die meisten Produkte kosten zwischen 5 und 15 Euro, und das für Konzentrationen, die bei anderen Marken locker das Zehnfache kosten würden. Günstig bedeutet hier ausnahmsweise nicht minderwertig.

Im günstigen Wirkstoff-Segment sind Inkey List und Paula's Choice Choice die direktesten Konkurrenten – ähnliches Konzept, ähnliche Transparenz. Für koreanische Alternativen liefern Marken wie COSRX oder Some By Mi vergleichbare Inhaltsstoffe mit einem etwas pfleglicheren Ansatz. Wer mehr Budget hat, landet schnell bei La Roche-Posay oder Skinceuticals.

Hier geht es um ein Lied, nicht die Kosmetikmarke – und es gibt mehrere Songs mit diesem Titel. Am bekanntesten ist „The Ordinary" von Mew, der dänischen Indie-Rock-Band, sowie Tracks gleichnamig von verschiedenen Independent-Künstlern. Ohne mehr Kontext – Lyrics, Melodie, Plattform – lässt sich der genaue Song nicht eindeutig zuordnen.

The Ordinary ist im Vergleich zu seinen Anfängen teurer geworden – das liegt an einer Kombination aus Inflation, gestiegenen Rohstoffkosten und der Übernahme durch Estée Lauder Companies 2021. Wer einen Konzern mit Luxus-Portfolio im Rücken hat, hat andere Margenziele als ein unabhängiges Startup. Die Preise sind trotzdem noch niedrig, aber das ursprüngliche „fast for free"-Versprechen hat sich verschoben.

Nein – The Ordinary ist nicht für Kinder konzipiert und auch nicht empfohlen. Hochkonzentrierte Wirkstoffe wie Retinol, starke Säuren (AHAs, BHAs) oder Vitamin-C-Derivate sind für kindliche Haut zu aggressiv und können Irritationen oder Schäden verursachen. Auch für Jugendliche sollte man sehr selektiv vorgehen und im Zweifel eine Hautärztin oder einen Hautarzt befragen.

Für den Preis ist The Ordinary schlicht ungeschlagen. Produkte wie das Niacinamide 10% + Zinc 1% oder das Hyaluronic Acid 2% + B5 haben in unabhängigen Reviews und bei Dermatologen-Empfehlungen regelmäßig gut abgeschnitten. Die Schwäche liegt im Produktdschungel: Wer keine Ahnung von Inhaltsstoffen hat, kann sich mit Fehlanwendungen echten Schaden anrichten. Die Marke ist gut – aber nur in informierten Händen.

Nein, aktuell wird The Ordinary bei Rossmann nicht regulär verkauft. In Deutschland ist die Marke hauptsächlich über den eigenen Online-Shop, Sephora und ausgewählte Online-Händler erhältlich. Das Sortiment im stationären Drogerie-Handel bleibt begrenzt – was für viele Käufer:innen frustrierend ist.

Das Besondere ist die radikale Preis-Wirkstoffe-Transparenz: The Ordinary listet exakt auf, welcher Wirkstoff in welcher Konzentration enthalten ist – etwas, das die meisten Kosmetikmarken aktiv vermeiden. Dazu kommt der Preis, der das Segment komplett aufgebrochen hat. Die Marke hat Hautpflege demokratisiert und gleichzeitig einen neuen Konsumenten-Typus erzeugt: den informierten, ingredient-bewussten Skincare-Nerd.

Die meistempfohlenen Produkte – auch von Dermatologen – sind das Niacinamide 10% + Zinc 1% gegen Poren und Unreinheiten, das Hyaluronic Acid 2% + B5 zur Feuchtigkeitspflege und das Buffet-Serum als Multi-Technologie-Allrounder. Für Antiaging gilt das Granactive Retinoid 2% Emulsion als guter Einstieg. Welche Produkte für wen passen, hängt aber immer vom Hauttyp und den Zielen ab.

The Ordinary ist günstig, weil die Marke von Anfang an auf alles verzichtet hat, was Kosmetik teuer macht: fancy Verpackung, Promi-Kampagnen, opake Markennamen für simple Inhaltsstoffe. Die Produkte heißen buchstäblich nach ihren Wirkstoffen. Das Geschäftsmodell basiert auf Volumen und Direktvertrieb statt auf Prestige-Marge – zumindest war das die ursprüngliche Idee, bevor Estée Lauder ins Spiel kam.

Hinter The Ordinary steckt DECIEM, das kanadische Unternehmen, das Gründer Brandon Truaxe 2013 in Toronto ins Leben rief. Seit 2021 gehört DECIEM vollständig zu den Estée Lauder Companies – einem der größten Kosmetikkonzerne der Welt mit Marken wie MAC, Clinique und La Mer im Portfolio. Das „Anti-Beauty-Industry"-Underdog-Narrativ trifft seitdem auf konzernstrategische Realitäten.

Das hängt stark vom Produkt ab. Feuchtigkeitsseren wie Hyaluronic Acid können problemlos zweimal täglich angewendet werden. Retinol und starke Säuren (z. B. AHA 30% + BHA 2% Peeling) sollten dagegen nur ein- bis zweimal pro Woche verwendet werden – und niemals zusammen. The Ordinary stellt auf seiner Website Anwendungsregimepläne bereit, die als Ausgangspunkt taugen.

The Ordinary bietet mehrere Gesichtsöle an – das 100% Plant-Derived Squalane gilt als besonders gut verträglich und eignet sich für fast alle Hauttypen, auch für Mischhaut. Rosehip Seed Oil ist eine klassische Wahl bei trockener Haut und für Antiaging-Effekte. „Das beste Öl" gibt es nicht universell – entscheidend ist der Hauttyp.

Nein, The Ordinary ist nicht koreanisch. Die Marke wurde in Toronto, Kanada gegründet und ist heute Teil des US-amerikanischen Konzerns Estée Lauder Companies. Die Verwechslung passiert häufig, weil The Ordinary ähnliche Prinzipien wie K-Beauty verfolgt – Fokus auf Wirkstoffe, Transparenz, günstige Preise – aber die Wurzeln sind nordamerikanisch.

Die kritischste Kombination: Vitamin C (insbesondere L-Ascorbinsäure) und Niacinamide sollten nicht gleichzeitig verwendet werden, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirksamkeit reduzieren können. Ebenso gefährlich: Retinol und AHAs/BHAs zusammen – das kann zu starken Reizungen und Rötungen führen. The Ordinary empfiehlt, diese Wirkstoffe auf Morgen- und Abendroutine oder auf unterschiedliche Tage aufzuteilen.

Das Hyaluronic Acid 2% + B5 von The Ordinary gehört zu den meistempfohlenen Produkten der Marke – und das zurecht. Es liefert kurzfristige Feuchtigkeitswirkung, ist leicht im Auftrag und verträgt sich mit fast allen anderen Wirkstoffen. Als Stand-alone-Feuchtigkeitsspender ist es hervorragend für den Preis; wer tiefe Anti-Aging-Wirkung erwartet, sollte die Erwartungen dämpfen.

Nein, The Ordinary ist aktuell nicht regulär bei dm erhältlich. In Deutschland sind die Produkte hauptsächlich über den eigenen Webshop von The Ordinary, bei Sephora sowie über Online-Plattformen wie Amazon oder Flaconi zu beziehen. Eine Listung bei großen deutschen Drogerie-Ketten würde die Reichweite massiv erhöhen – bislang ist das aber nicht passiert.

In Deutschland sind die Produkte über TheOrdinary.com direkt, über Sephora (online und stationär), sowie über Händler wie Flaconi, Notino und Amazon erhältlich. International gibt es außerdem eigene Stores und Shop-in-Shop-Konzepte bei Partnern wie Cult Beauty oder ASOS. Der Direktkauf über die eigene Website ist oft am günstigsten.

Die meisten Seren von The Ordinary kosten zwischen 5 und 15 Euro. Bestseller wie das Niacinamide 10% + Zinc 1% oder das Hyaluronic Acid 2% + B5 sind für etwa 6 bis 8 Euro erhältlich. Spezialprodukte wie das Multi-Peptide Serum oder das Buffet liegen eher bei 13 bis 15 Euro – immer noch ein Bruchteil vergleichbarer Konkurrenzprodukte.

Die ehrliche Antwort: wahrscheinlich weniger, als du denkst. Ein solides Basis-Setup für die meisten Hauttypen besteht aus Hyaluronic Acid 2% + B5 (Feuchtigkeit), Niacinamide 10% + Zinc 1% (Poren, Unreinheiten) und einem guten Sonnenschutz – der kommt nicht von The Ordinary, ist aber unverzichtbar. Retinol oder Vitamin C kann man gezielt ergänzen, wenn spezifische Ziele wie Antiaging oder Hyperpigmentierung im Vordergrund stehen. Kein Mensch braucht 12 Produkte gleichzeitig.

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