Primark
Primark ist der Meister des Wegwerfmodes, billig, allgegenwärtig und mit einem Lieferkettenproblem, über das die Marke am liebsten schweigt.
Was ist Primark, und warum redet alle Welt darüber?
Primark ist ein irisches Fast-Fashion-Imperium mit Hauptsitz in Dublin, das seit 1969 existiert und heute über 400 Filialen in mehr als 15 Ländern betreibt. Das Geschäftsmodell ist simpel und brutal effektiv: extrem niedrige Preise, keine Online-Verkäufe (zumindest traditionell), maximale Laufkundschaft. Wer eine Primark-Filiale betritt, kauft fast immer mehr, als er vorhatte.
In Deutschland ist Primark seit 2009 aktiv und hat sich in Innenstädten und Shoppingcentern fest verankert. Die Marke zieht Massen an, vor allem Jugendliche und Familien mit kleinem Budget. Doch genau dieser Preispunkt wirft unbequeme Fragen auf: Wie kann ein T-Shirt drei Euro kosten, ohne dass irgendwo in der Kette jemand ausgebeutet wird?
Genau das ist der Kern der öffentlichen Debatte um Primark. Die Marke wurde wiederholt mit Arbeitsbedingungen in Verbindung gebracht, die westliche Standards weit unterschreiten, unter anderem nach dem Rana-Plaza-Fabrikeinsturz in Bangladesch 2013, bei dem über 1.100 Menschen starben und Primark-Aufträge in den Trümmern gefunden wurden. Primark zahlte Entschädigungen und versicherte Besserung. Die Skepsis blieb.
Heute suchen Menschen nach Primark, weil sie günstig einkaufen wollen, aber auch, weil immer mehr Verbraucher wissen wollen, was hinter dem Preisschild steckt. Diese Seite liefert die Antworten, die Primark selbst nicht gibt.