Lush
Lush ist die Kosmetikmarke, die mit nackten Produkten, Guerilla-Aktivismus und Preisen, die manchen den Atem verschlagen, zur Kultmarke wurde – und genauso viele polarisiert wie begeistert.
Was ist Lush?
Lush ist ein britisches Kosmetikunternehmen, gegründet 1995 in Poole, England, bekannt für handgemachte Seifen, Badebomben, Shampoo-Bars und Pflegeprodukte – oft ohne Verpackung, fast immer mit einer klaren politischen Haltung. Die Marke positioniert sich explizit gegen Tierversuche, für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Das macht sie zu einer der wenigen Kosmetikmarken, die gleichzeitig Ladentheke und Bühne ist.
Der Name „Lush” ist englisch und bedeutet so viel wie „üppig”, „saftig” oder – umgangssprachlich – „besoffen”. Die Doppeldeutigkeit ist kein Zufall: Die Marke liebt das Spielen mit Sprache, Sinnlichkeit und Provokation. Produkte heißen „Sex Bomb”, „Dirty”, „Demon in the Dark” – das ist Absicht, keine Nachlässigkeit.
Menschen suchen nach Lush, weil die Marke ein Versprechen macht, das viele andere nicht halten: natürliche Inhaltsstoffe, Transparenz über die Lieferkette, kein Marketing über soziale Medien (zumindest phasenweise). Doch die hohen Preise, gelegentliche Kontroversen und die Frage, ob das alles wirklich so nachhaltig ist wie behauptet, treiben ebenso viele Suchanfragen an.
Lush ist außerdem eine Marke, die Haltung zeigt – manchmal unbequem. 2017 gab es in Großbritannien Aktionen, die die Arbeit von Undercover-Polizisten thematisierten, was zu heftigen Reaktionen führte. Wer Lush kauft, kauft nicht nur Seife. Man kauft eine Weltanschauung – ob man will oder nicht.