Wahl in British Columbia 2026: Konservative holen absolute Mehrheit, Lorne Doerkson wird Premier
Die BC Conservatives haben die vorgezogene Provinzwahl in British Columbia am Samstag, 24. Oktober 2026, mit absoluter Mehrheit gewonnen und neun Jahre NDP-Regierung beendet. Nach vorläufigen Ergebnissen führten sie in 64 von 93 Wahlkreisen, die NDP in 27 und die Grünen in 2, bei rund 48 Prozent der Stimmen gegenüber 37,4 Prozent. Interimschef Lorne Doerkson wird Premier; David Eby verteidigte seinen Wahlkreis Vancouver-Point Grey knapp, trat aber als NDP-Chef zurück. Die Briefwahlstimmen werden bei der Schlusszählung vom 6. bis 10. November ausgezählt. Quellen: CBC, CTV, Global News, The Canadian Press, BC Ballot, Elections BC.
Der Kontext
British Columbia, Kanadas Provinz an der Pazifikküste (Hauptstadt Victoria, größte Stadt Vancouver), hat am Samstag, 24. Oktober 2026, die Regierung gewechselt. Bei einer vorgezogenen Wahl, die NDP-Premier David Eby zwei Jahre vor dem regulären Termin ausgerufen hatte, holten die Konservativen die absolute Mehrheit, ihre erste seit 1928. Ihr Interimschef Lorne Doerkson wird 38. Premier der Provinz. Eby verteidigte seinen Wahlkreis, trat aber noch am Wahlabend als NDP-Chef zurück und übernahm “die volle Verantwortung”.
Das Ergebnis
Nach vorläufigen Zahlen (BC Ballot, 23:07 Uhr Pazifikzeit) führten die Konservativen in 64 von 93 Wahlkreisen, die NDP in 27 und die Grünen in 2, weit über den 47 Sitzen für die Mehrheit. Sie kamen auf rund 48 Prozent der Stimmen, die NDP auf 37,4 Prozent, die Grünen auf rund 11 Prozent. Die Wahllokale schlossen um 20 Uhr Pazifikzeit, in Deutschland, Österreich und der Schweiz 4 Uhr MEZ am Sonntag (Europa hatte in derselben Nacht auf Winterzeit umgestellt); der Sieg wurde keine Stunde später ausgerufen. Briefwahlstimmen kommen bei der Schlusszählung vom 6. bis 10. November hinzu, einige Wahlkreise liegen unter 100 Stimmen Abstand. Quellen: BC Ballot, Elections BC, The Canadian Press, CTV.
Warum vorgezogen gewählt wurde
2024 hatte die NDP 47 Sitze gegen 44 der Konservativen gewonnen, eine Mehrheit von nur einem Sitz. Danach geriet die konservative Partei in die Krise: John Rustad wurde im Dezember 2025 abgesetzt, Kerry-Lynne Findlay im Mai 2026 gewählt und am 20. September zurückgetreten, mehrere Abgeordnete wechselten zur neuen Partei CentreBC. Doerkson holte die meisten zurück. Zwei Tage später rief Eby Neuwahlen aus und verwies auf den Handelskonflikt mit Donald Trump und ein blockiertes Parlament. Die Rechnung ging nicht auf. Quellen: The Canadian Press, Daily Hive.
Wie es weitergeht
Eby bleibt Premier, bis Doerksons Kabinett vereidigt ist; ein Termin steht noch nicht fest. Die Konservativen versprechen keine Steuererhöhungen, einen höheren Grundfreibetrag (von 13.216 auf 32.000 Dollar), mehr LNG-Produktion und die Aufhebung des Provinzgesetzes zu den Rechten indigener Völker (DRIPA). Die NDP, erstmals seit 2017 wieder offizielle Opposition, muss einen neuen Vorsitz finden. Premierminister Mark Carney gratulierte Doerkson. Quellen: CTV, Global News, The Canadian Press.