Fußball-WM 2026
FINALE STEHT FEST: Argentinien vs Spanien, 19. Juli, MetLife Stadium NJ. HF2 (15. Juli): Argentinien 2:1 England (Gordon 55., Enzo Fernández 85., Lautaro Martínez 90.+2). HF1 (14. Juli): Spanien 2:0 Frankreich (Oyarzabal Elfmeter 22., Porro 58.). Spiel um Platz 3: Frankreich-England, 18. Juli, Miami. Goldener Schuh: Mbappé 8, Messi 8, Kane 6, Bellingham 4. Quellen: FIFA, ESPN, Kicker.
Der Kontext
Die WM 2026 startete am 11. Juni 2026 im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt: Mexiko besiegte Südafrika 2:0 mit dem ersten Turniertor von Julián Quiñones (9. Minute) und einem Kopfball von Raúl Jiménez. Deutschland ist qualifiziert und spielt in Gruppe E gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador, mit einem Kader um Neuer, Kimmich, Musiala, Wirtz und Havertz. Der offizielle WM-Hymnus ‘Dai Dai’ von Shakira und Burna Boy wurde live bei der Eröffnungsfeier uraufgeführt.
Am 12. Juni setzte die USA mit einem historischen 4:1-Kantersieg über Paraguay im SoFi Stadium in Inglewood ein Ausrufezeichen, der größte WM-Sieg der USMNT-Geschichte. Folarin Balogun traf zweimal in der ersten Halbzeit, Gio Reyna vollendete in der Nachspielzeit zum 4:1. Die USA führen Gruppe D mit 3 Punkten an und treffen am 19. Juni in Seattle auf Australien. Am 14. Juni zog Australien mit den USA in Gruppe D gleich, ein 2:0-Sieg über die Türkei im BC Place in Vancouver. Ebenfalls am 14. Juni schickte Deutschland das bislang lauteste Signal der WM 2026: ein 7:1-Kantersieg über Curaçao in Houston. Kai Havertz traf doppelt, Jamal Musiala glänzte, historisch war aber auch das Gegentor durch Livano Comenencia, der Curaçao als kleinste Nation aller Zeiten auf die WM-Torschützenliste brachte. In Philadelphia sicherte sich die Elfenbeinküste durch Amad Diallos Tor in der 90. Minute einen 1:0-Sieg gegen Ecuador. In Gruppe F trennten sich Niederlande und Japan 2:2 in Dallas, Kamada glich in der 89. Minute aus. Am 15. Juni fertigte Schweden Tunesien in Monterrey mit 5:1 ab: Gyökeres, Isak und der Einwechselspieler Svanberg (Rekordtor: 13 Sekunden nach Einwechslung) waren die Matchwinner. Der 16. Juni lieferte den dramatischsten WM-Tag bisher. Frankreich besiegte den Senegal 3:1 im MetLife Stadium: Mbappé traf in der 66. Minute und vollendete tief in der Nachspielzeit (90.+6), Barcola machte in der 82. Minute das 3:0. Mit dem Doppelpack ist Mbappé Frankreichs ewiger Rekordtorschütze (58 Länderspieltore) und hält nun bei 14 WM-Treffern. Der Senegal verkürzte durch Ibrahim Mbaye (90.+5). Norwegen überrollte den Irak 4:1 in Foxborough, Erling Haaland erzielte seine ersten beiden WM-Tore. Den Abend krönte jedoch Messi: Argentinien schlug Algerien 3:0 im Arrowhead Stadium in Kansas City, Messi vollendete mit einem Hattrick (17., 60., 76.), seinem ersten bei einer WM, in seinem 200. Länderspiel. Die drei Treffer bringen sein WM-Gesamtkonto auf 16, womit er Miroslav Kloses ewigen Rekord egalisiert. Der 17. Juni brachte die Gruppen K und L mit vier Partien quer über Nordamerika in Schwung. England startete mit einem mitreißenden 4:2-Sieg über Kroatien im AT&T Stadium in Arlington, Texas: Harry Kane verwandelte in der 9. Minute einen Elfmeter (nach Wiederholung wegen Einlaufens) und traf noch vor der Pause zum zweiten Mal, Kroatien glich zweimal aus durch Baturina und Musa (Vorlage Perišić), doch Jude Bellingham schlug unmittelbar nach dem Seitenwechsel zu und Joker Marcus Rashford machte spät das 4:2 perfekt. England führt Gruppe L an. In Toronto bezwang Ghana Panama 1:0 durch Caleb Yirenkyi, der in der 90.+4 Minute einen Konter mit einem Einschuss abschloss, das späteste WM-Tor in Ghanas Geschichte.
In Gruppe K besiegte Kolumbien den WM-Debütanten Usbekistan 3:1 im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt: Daniel Muñoz (Vorlage Díaz) erzielte die Führung, Fayzullaev glich für Usbekistan aus (erstes WM-Tor in der Geschichte des Landes), Luis Díaz stellte die Führung wieder her und Campaz besiegelte den Sieg in der Nachspielzeit. Portugal musste sich dagegen mit einem enttäuschenden 1:1 gegen die DR Kongo im NRG Stadium in Houston begnügen, João Neves traf früh (6.), doch Yoane Wissa glich kurz vor der Pause aus (45.+5) und schenkte dem Kongo den ersten WM-Treffer seit 1974 (damals als Zaire). Ronaldo vergab mehrere gute Chancen.
Der 18. Juni stand im Zeichen des zweiten Spieltags der Gruppen A und B. In Gruppe A machte Mexiko als erstes Team den Einzug in die Runde der letzten 32 perfekt: Ein schwerer Patzer von Südkoreas Torwart Kim Seung-gyu in der 50. Minute bescherte Luis Romo einen Treffer ins leere Tor im Estadio Akron in Guadalajara, Mexiko gewann 1:0, hat sechs Punkte und ist sicher qualifiziert. In Atlanta trennten sich Tschechien und Südafrika 1:1, Michal Sadilek hatte in der 6. Minute getroffen, doch Teboho Mokoena glich per Elfmeter in der 83. Minute aus, nachdem Einwechselspieler Šulc gehandelt hatte. Beide Teams stehen auf einem Punkt vor dem dritten Spieltag (24. Juni).
Gruppe B lieferte die bewegendste Geschichte des Abends. Im BC Place in Vancouver zerstörte Kanada Katar mit 6:0, der erste Sieg in der Geschichte des kanadischen Männerfußballs bei einer WM, 40 Jahre nach dem einzigen bisherigen WM-Auftritt 1986. Jonathan David erzielte einen Hattrick (der erste für ein kanadisches Team bei einer WM), Cyle Larin, Nathan Saliba und ein Eigentor Katars besiegelten den Kantersieg. Das 6:0 ist zugleich der größte Sieg einer CONCACAF-Nation in der WM-Geschichte. Ein trauriger Nebenaspekt: Mittelfeldspieler Ismaël Koné wurde in der zweiten Halbzeit nach einem schweren Sturz auf einer Trage vom Platz gebracht. Im Levi’s Stadium in Santa Clara besiegte die Schweiz Bosnien-Herzegowina 4:1, alle Treffer fielen in der zweiten Halbzeit nach der Roten Karte gegen Muharemović; Johan Manzambi traf zweimal als Joker, Ruben Vargas legte nach, und Granit Xhaka verwandelte spät einen Elfmeter. Kanada und die Schweiz teilen sich mit jeweils vier Punkten die Führung in Gruppe B; das direkte Duell am 24. Juni entscheidet über den Gruppensieg.
Der 19. Juni lieferte vier wichtige Ergebnisse. In Gruppe C besiegte Marokko Schottland 1:0 in Foxborough, Ismael Saibari traf bereits in der 2. Minute, sein zweites Turniertor. Brasilien dominierte Haiti mit 3:0 in Philadelphia: Matheus Cunha erzielte einen Doppelpack (23., 36.) und Vinícius Júnior stellte in der Nachspielzeit (45+3.) auf 3:0, Brasilien und Marokko teilen sich die Tabellenführung in Gruppe C mit je vier Punkten.
In Gruppe D qualifizierten sich die USA mit einem überzeugenden 2:0 gegen Australien im Lumen Field in Seattle für die Runde der 32: Ein Eigentor von Cameron Burgess (11.) eröffnete den Torreigen, Alex Freeman köpfte in der 43. Minute zum 2:0 ein (nach VAR-Überprüfung wegen Abseits bestätigt). Christian Pulisic fehlte verletzt. Im Levi’s Stadium in Santa Clara bot die Partie Türkei–Paraguay das größte Drama des Abends: Matías Galarza traf nach nur 64 Sekunden, das schnellste Tor des Turniers 2026 bisher (Vorlage: Julio Enciso). Das Spiel wurde durch eine Rote Karte gegen Paraguays Miguel Almirón in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45+3.) auf den Kopf gestellt, Almirón wurde wegen eines Vergehens nach der sogenannten „Vini Jr.-Regel” der FIFA des Feldes verwiesen. Mit zehn Spielern verteidigte Paraguay den Vorsprung durch die gesamte zweite Halbzeit und gewann 1:0. Die Türkei ist ausgeschieden.
Am 20. Juni stehen die Gruppe E und Gruppe F mit dem zweiten Spieltag im Fokus: Niederlande–Schweden in Houston (13:00 Uhr ET), Deutschland–Elfenbeinküste in Toronto (16:00 Uhr ET), Ecuador–Curaçao in Kansas City (20:00 Uhr ET), Japan–Tunesien in Monterrey (22:00 Uhr ET).
Der 20. und 21. Juni lieferten packende Resultate in beiden Gruppen. In Houston zeigten die Niederlande die bisher eindrucksvollste Offensivleistung des Turniers: Ein dominantes 5:1 über Schweden. Brian Brobbey traf zweimal in 17 Minuten, Cody Gakpo legte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte nach, und Joker Crysencio Summerville setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt. In Toronto kam Deutschland nach einem Rückstand zurück: Franck Kessié (30.) traf für die Elfenbeinküste, doch Einwechselspieler Deniz Undav rettete Deutschland zunächst in der 68. Minute und traf dann in der 94. zum Siegtor, Deutschland ist qualifiziert und toppt Gruppe E. Ecuador und Curaçao trennten sich 0:0 in Kansas City, historisch erster WM-Punkt für Curaçao. Das Abschlussduell Japan gegen Tunesien in Monterrey war das 1.000. Spiel der WM-Geschichte und endete 1:1 (Nakamura für Japan, Rekik für Tunesien). Für Hervé Renard, den nach Lamouchi’s Entlassung nominierten neuen Trainer Tunesiens, war es kein Wunschdebüt.
Am 22. Juni ereignete sich das historischste Einzelereignis dieser WM: Im AT&T Stadium in Arlington (Texas) brach Messi den ewigen WM-Torrekord. Argentinien bezwang Österreich 2:0 (Gruppe J), Messi traf in der 38. Minute und erzielte in der Nachspielzeit seinen zweiten Treffer. Damit klettert seine WM-Gesamtbilanz auf 18 Tore und übertrifft Miroslav Klosets Rekord von 16 endgültig. Messi ist nun der erfolgreichste Torschütze der Geschichte der Männer-WM. Ebenfalls in Gruppe J spielte Jordanien gegen Algerien. Im Gruppe-I-Spiel in Philadelphia bezwang Frankreich Irak 3:0, allerdings unter außergewöhnlichen Umständen: Ein schweres Gewitter erzwang in der Halbzeit eine zweistündige Unterbrechung. Mbappé hatte in der 14. Minute bereits geführt; nach der Fortsetzung erzielte er sein zweites Tor und Dembélé schloss in der 74. Minute ab. Frankreich ist qualifiziert, 6 Punkte.
Am 23. Juni lieferte Norwegen gegen Senegal (MetLife Stadium, East Rutherford) das aufregendste Spiel des Tages: 3:2. Pedersen (12.), Sarr (61.), Haaland mit Doppelpack zum 3:1, dann Sarr erneut (78.) für ein spannungsgeladenes Finale. Norwegen qualifiziert, Haaland mit 4 WM-Toren in 2 Spielen. Spieltag 3 (26. Juni), Norwegen gegen Frankreich in Foxborough, Senegal gegen Irak in Toronto, entscheidet nur noch die Gruppenreihenfolge.
Ebenfalls am 23. Juni setzte Portugal das zweite historische Ausrufezeichen des Tages: ein 5:0-Kantersieg gegen Usbekistan im NRG Stadium in Houston (Gruppe K, Spieltag 2). Cristiano Ronaldo traf zweimal, und wurde damit zum ersten Spieler der Fußballgeschichte, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften Tore erzielt hat. Diesen Meilenstein hatte zuvor kein Mensch erreicht. Nuno Mendes traf per Freistoß, dazu ein Eigentor und ein Treffer von Rafael Leão. Portugal führt Gruppe K mit 4 Punkten an.
Am 24. Juni erschütterte eine persönliche Tragödie das französische Lager: Die Mutter von Nationaltrainer Didier Deschamps verstarb am 23. Juni. Deschamps kehrte nach Frankreich zurück, um die Beerdigung zu begleiten, und wird beim abschließenden Gruppenspiel gegen Norwegen am 26. Juni (Gillette Stadium, Foxborough) fehlen. Assistent Guy Stéphan übernimmt übergangsweise. Deschamps, der bereits angekündigt hatte, nach dieser WM nach 14 Jahren als Nationaltrainer zurückzutreten, bleibt trotz seiner erzwungenen Abwesenheit die prägende Figur dieser Mannschaft.
Der dritte Spieltag der Gruppe C am 24. Juni lieferte das nächste dramatische Kapitel: Brasilien besiegte Schottland 3:1 in Miami. John McGinn erzielte in der 28. Minute die Führung, das erste Mal überhaupt, dass Schottland gegen eine südamerikanische Mannschaft bei einer WM in Führung lag, doch Matheus Cunha glich rasch aus (36.) und erzielte das 2:1 (40.), bevor Vinícius Júnior das Ergebnis noch vor der Pause besiegelte. Schottland scheidet aus: 3 Punkte, keine K.o.-Runde in neun WM-Teilnahmen. Brasilien gewinnt Gruppe C; Marokko, Sieger des Parallelspiels gegen Haiti, zieht als Zweiter ein.
Am 24. Juni wurden auch die Gruppen A und B abgeschlossen. In Gruppe A bezwang Mexiko Tschechien 3:0 im Estadio Azteca und gewann die Gruppe mit 9 Punkten. Das historische Ergebnis des Abends kam jedoch aus Atlanta: Südafrika besiegte Südkorea 1:0 im Mercedes-Benz Stadium (Thapelo Maseko 63.) und qualifizierte sich damit erstmals in seiner WM-Geschichte für die Runde der 32. In sechs früheren Teilnahmen, darunter als Gastgeber 2010, war Bafana Bafana nie über die Gruppenphase hinausgekommen. Abschlusstabelle Gruppe A: Mexiko 9 Punkte (1., qualifiziert), Südafrika 4 Punkte (2., qualifiziert, historisch), Südkorea 3 Punkte (ausgeschieden), Tschechien 1 Punkt (ausgeschieden).
In Gruppe B gewann die Schweiz 2:1 gegen Kanada (Vargas 46., Manzambi 57.; Jonathan David 76. für Kanada) und schloss die Gruppe mit 7 Punkten als Erster ab. Kanada qualifiziert sich trotz der Niederlage, da die Tordifferenz (+5) deutlich besser ist als die von Bosnien-Herzegowina (−1). Bosnien-Herzegowina besiegte Katar 3:1 (Alajbegović 29., Eigentor 34., Mahmić 80.; Al-Haydos 42.) und beendet die Gruppe auf Platz drei mit 4 Punkten, mit Hoffnung auf einen der acht besten Drittplätze. Katar ausgeschieden. Abschlusstabelle Gruppe B: Schweiz 7 Punkte (1.), Kanada 4 Punkte (2.), beide qualifiziert, Bosnien-Herzegowina 4 Punkte (3.), Katar 1 Punkt (ausgeschieden).
Am 25. Juni spielte Gruppe D ihre abschließenden Gruppenspiele simultan. Im SoFi Stadium in Inglewood verabschiedete sich die bereits ausgeschiedene Türkei mit einem bemerkenswerten 3:2-Sieg über eine stark rotierte US-Mannschaft. Auston Trusty hatte die USA in der 3. Minute in Führung gebracht, doch Arda Güler (10.) und Orkun Kökçü (31.) drehten das Spiel. Sebastian Berhalter glich in der 49. Minute aus, bevor Merih Ayhan mit einem Last-Minute-Treffer in der 90+8. Minute den türkischen Sieg sicherte. Im Levi’s Stadium in Santa Clara trennten sich Paraguay und Australien 0:0 in einem kampfbetonten, aber torarmen Duell. Das Unentschieden reichte Australien: Dank besserer Tordifferenz (0 gg. −2) sicherten sich die Socceroos den zweiten Platz und die Qualifikation für die Runde der 32. Paraguay scheidet als Dritter aus, kann aber als bester Dritter noch weiterkommen. Abschlusstabelle Gruppe D: USA 6 Pkt. / +4 TD (1., qualifiziert), Australien 4 Pkt. / 0 TD (2., qualifiziert), Paraguay 4 Pkt. / −2 TD (3., Bewertung der besten Dritten), Türkei 3 Pkt. (ausgeschieden).
Die Gruppenphase endete am 27. Juni, und die Runde der 32, die erste K.o.-Runde dieser historischen 48-Teams-WM, begann am 28. Juni. Kanada eröffnete mit einem 1:0 gegen Südafrika. Der 29. Juni bescherte zwei historische Schocks: Deutschland, siebenmaliger WM-Finalist und Weltmeister 2014, schied durch Paraguay im Elfmeterschießen aus (4:3 n. E. nach 1:1), eine der größten Überraschungen der WM-Geschichte. Und die Niederlande lagen durch Cody Gakpo (72.) vorn, wurden aber durch Issa Diops Kopfball in der 91. Minute auf 1:1 gezwungen und verloren das Elfmeterschießen 2:3 gegen Marokko. Brasilien gewann souverän 2:1 gegen Japan.
Am 30. Juni fielen drei weitere Entscheidungen. Frankreich dominierte Schweden 3:0 im MetLife Stadium, Mbappé (45., 74.), Barcola (53.), und reist mit 5 Siegen und 16 Toren ins Achtelfinale gegen Paraguay (4. Juli, Philadelphia). Norwegen bezwang die Elfenbeinküste 2:1 in Dallas: Nusa (39.) traf zur Führung, Amad Diallo glich aus, und Haaland erzielte in der 86. Minute den historischen Siegtreffer, Norwegens erster Sieg überhaupt in einer WM-K.o.-Runde. Nächster Gegner: Brasilien. Mexiko erlebte die emotionalste Nacht seiner Kampagne: ein 2:0 gegen Ecuador im Estadio Azteca (Quiñones 22., Jiménez 31.) beendet 40 Jahre Durststrecke, fünf K.o.-Niederlagen in Folge (1986–2018) und zwei Gruppen-Ausscheiden: der legendäre „quinto partido”-Fluch ist gebrochen.
Die Runde der 32 geht am 1. Juli weiter: USA gegen Bosnien-Herzegowina (Levi’s Stadium, Santa Clara). Am 2. Juli: Spanien gegen Österreich (SoFi Stadium, Los Angeles), Portugal gegen Kroatien (Toronto) und das mit Spannung erwartete Schweiz gegen Algerien (Vancouver, 5:00 Uhr MEZ am 3. Juli).
Am 1. Juli erlebte die Runde der 32 ihren vollständigsten Tag. Die USA besiegten Bosnien-Herzegowina 2:0 im Levi’s Stadium (Folarin Balogun und Malik Tillman trafen), der erste US-Sieg in einer WM-K.o.-Runde seit dem Viertelfinale 2002. England bezwang die DR Kongo 2:1 nach dramatischem Rückstand: Brian Cipenga brachte den Kongo in der 7. Minute in Führung, doch Harry Kane rettete in der 75. Minute und erzielte kurz darauf das Siegtor, Kane steht nun bei 5 Turniertoren. Das Abendspiel lieferte die wohl schillerndste Szene des Tages: Belgien überlebte einen 0:2-Rückstand gegen den Senegal, glich in der Schlussphase der regulären Spielzeit aus und gewann 3:2 nach Verlängerung, eines der dramatischsten Comebacks der WM-Geschichte.
Am 2./3. Juli fielen drei weitere Entscheidungen. Spanien bezwang Österreich 3:1 im SoFi Stadium in Los Angeles. Portugal schlug Kroatien 2:1 in einem dramatischen Finish in Toronto: Ivan Perišić erzielte das 1:0 in der 53. Minute, Cristiano Ronaldo verwandelte in der 68. Minute einen Elfmeter zum Ausgleich, und Gonçalo Ramos köpfte in der 90.+4. Minute das Siegtor aus einer Flanke von Rafael Leão. Ein Kopfball von Joško Gvardiol in der Nachspielzeit wurde vom VAR wegen Abseits zurückgenommen, Kroatien protestierte lautstark, bevor der Abpfiff die portugiesische Freude besiegelte. Die Schweiz eliminierte Algerien 2:0 im BC Place in Vancouver (Breel Embolo 10., Dan Ndoye 46.). Luca Zidane, Sohn von Zinedine Zidane, der im September 2025 offiziell seinen Verband zu Algerien gewechselt hatte, stand mit einer Schutzmaske nach einem Kieferbruch im Tor für Algerien.
3. Juli, die Runde der 32 endet mit drei abschließenden Spielen: Argentinien-Kap Verde (Messi mit 6 Turniertoren; Argentinien klarer Favorit), Australien-Ägypten und Kolumbien-Ghana. Die Sieger vervollständigen das Viertelfinale-Tableau. Das Viertelfinale beginnt am 4. Juli, Auftaktspiel: Frankreich gegen Paraguay um 23:00 Uhr MESZ im Lincoln Financial Field in Philadelphia.
Die Viertelfinale (9.–12. Juli) lieferten vier packende Duelle. Am 9. Juli im MetLife Stadium bezwang Frankreich Marokko 2:0: Mbappé traf zweimal und steht nun bei 8 Turniertoren, gleichauf mit Messi in der Torjägerwertung. Am 10. Juli im SoFi Stadium schlug Spanien Belgien 2:1: Fabián Ruiz erzielte die Führung, De Ketelaere glich aus, doch Einwechselspieler Merino traf nur 1’57” nach seiner Einwechslung zum Siegtor. Am 11. Juli im Hard Rock Stadium in Miami bezwang England Norwegen 2:1 nach Verlängerung: Schjelderup traf in der 36. Minute für Norwegen, Bellingham glich noch in der regulären Spielzeit aus und erzielte in der 3. Minute der Verlängerung das entscheidende Tor, sein vierter Turniertr effer. Am 12. Juli im GEHA Field in Kansas City setzte sich Argentinien 2:1 gegen die Schweiz nach Verlängerung durch: Mac Allister (10.), Ndoye glich aus, Embolo wurde vom Platz gestellt, Julián Álvarez erzielte in der 112. Minute den Siegtreffer. Das Halbfinale war gesetzt: Frankreich gegen Spanien (14. Juli, AT&T Stadium, Dallas) und England gegen Argentinien (15. Juli, Mercedes-Benz Stadium, Atlanta).
14. Juli, Halbfinale 1: Spanien 2:0 Frankreich (AT&T Stadium, Arlington/Dallas). Spanien war von Anfang bis Ende überlegen. Mikel Oyarzabal verwandelte in der 22. Minute einen Elfmeter (Yamal von Digne gefoult), Pedro Porro erhöhte in der 58. Minute nach einem Foul von Upamecano an Dani Olmo. Die Verletzung von William Saliba (30. Minute, ersetzt durch Lacroix) brachte die französische Defensive aus dem Gleichgewicht. Mbappé, Co-Topscorer mit 8 Toren, wurde von Porro komplett aus dem Spiel genommen. Frankreich ausgeschieden. Spanien zieht mit makelloser Bilanz ins Finale: 7 Siege in 7 Spielen, nur 2 Gegentore in der K.o.-Phase. Quellen: FIFA, ESPN, Kicker.
15. Juli, Halbfinale 2: Argentinien 2:1 England (Mercedes-Benz Stadium, Atlanta). Ein historisches Duell lieferte Hochspannung bis in die Nachspielzeit. Anthony Gordon brachte England in der 55. Minute in Führung, und die Engländer verteidigten diszipliniert über eine halbe Stunde lang. Doch Argentinien (64 % Ballbesitz, xG 1,84 zu 0,53) ließ nicht locker: Enzo Fernández glich in der 85. Minute per Messi-Vorlage aus, Lautaro Martínez erzielte tief in der Nachspielzeit (90.+2) den Siegtreffer, erneut auf Zuspiel von Messi. Der 38-jährige Messi blieb ohne Tor, ist aber mit 21 WM-Karrieretreffern weiterhin der absolute Rekordhalter. Argentinien ist im Finale. England spielt um Platz 3 gegen Frankreich.
Das Endspiel steht fest: Argentinien vs Spanien, 19. Juli, MetLife Stadium, East Rutherford, New Jersey, 21:00 Uhr MESZ. Das erste WM-Finale zwischen beiden Nationen: Argentinien, Titelverteidiger aus 2022, jagt den WM-Hattrick; Spanien, Weltmeister 2010, will seinen zweiten Stern. Das Generationenduell: Messi (38) gegen Lamine Yamal (17). Spiel um Platz 3: Frankreich vs England, 18. Juli, Hard Rock Stadium, Miami, 23:00 Uhr MESZ. Quellen: FIFA, ESPN, Kicker.