TIFF 2026: Termine, Programm und Preise des Filmfestivals Toronto
Die 51. Ausgabe des Toronto International Film Festival läuft vom 10. bis 20. September 2026, mit 293 angekündigten Filmen. Eröffnungsfilm ist Being Heumann, ein Apple Original Film von Siân Heder mit Ruth Madeley und Mark Ruffalo, am 10. September in der Roy Thomson Hall. Die Abschlussgala am 19. September zeigt Villeneuve: The Rise of a Legend über Gilles Villeneuve. Die Tribute Awards am 13. September ehren Penélope Cruz, Isabelle Huppert, Helen Mirren, Lee Chang-dong, Fan Bingbing, Rosalind Eleazar und Siân Heder. Der Publikumspreis wird am letzten Tag bekanntgegeben. Zudem startet das Festival offiziell einen Filmmarkt. Quellen: TIFF, Deadline, IndieWire, Screen Daily, Gold Derby.
Der Kontext
Das Toronto International Film Festival wird in diesem Jahr 51 und läuft vom 10. bis 20. September, mit 293 angekündigten Filmen und 75 Premieren allein am Eröffnungstag. Das TIFF war immer das am wenigsten jurygetriebene der großen Festivals: keine Goldene Palme, kein Goldener Löwe, und der wichtigste Preis wird von allen gewählt, die ein Ticket gekauft haben. Das gibt den zwei Wochen einen anderen Rhythmus als Venedig, das endet, wenn Toronto beginnt, und erklärt, warum Verleiher ihre Filme hierherbringen, um zu sehen, ob ein echtes Publikum bis zum Abspann sitzen bleibt.
Eröffnet wird mit Being Heumann, Siân Heders Film nach CODA, mit Ruth Madeley als Behindertenrechts-Aktivistin Judy Heumann und Mark Ruffalo an ihrer Seite. Es ist ein Apple Original Film, was einiges darüber sagt, woher Eröffnungsslots inzwischen kommen. Heder gehört außerdem zu den Tribute-Award-Geehrten dieses Jahrgangs, neben Penélope Cruz, Isabelle Huppert, Helen Mirren, Lee Chang-dong, Fan Bingbing und Rosalind Eleazar. Diese achte Gala findet am 13. September im Fairmont Royal York statt und ist die größte Spendenveranstaltung des Festivals.
Das Programm stützt sich auf eine Handvoll lauter Weltpremieren. Peter Farrellys I Play Rocky dramatisiert die Entstehung von Rocky, mit Anthony Ippolito als Sylvester Stallone. Chris Rock zeigt Misty Green als Regisseur. Martin McDonaghs Wild Horse Nine kommt aus Venedig mit bereits laufendem Award-Rauschen, die klassische Route für einen Film, der Kritikerlärm in Publikumswärme umwandeln will. Die Abschlussgala am 19. September gehört Villeneuve: The Rise of a Legend über die frühen Jahre von Gilles Villeneuve.
Die strukturelle Neuigkeit des Jahres ist der Filmmarkt. Toronto ist seit Jahren ein faktischer Verkaufsplatz, Deals werden in Hotelsuiten gemacht, während draußen das Publikum ansteht, aber die formale Käufer- und Verkäuferinfrastruktur von Cannes und Berlin fehlte immer. Sie aufzubauen verändert, wofür das Festival da ist: nicht mehr nur Startrampe für fertige Filme mit Verleih, sondern ein Ort, an dem Rechte den Besitzer wechseln. Ob das dem American Film Market Geschäft abzieht, ist die Frage, die die Branche verfolgen wird, und eine Ausgabe wird zur Antwort nicht reichen.
Häufige Fragen
Wahr oder falsch?
Es eröffnet mit Being Heumann von Siân Heder. McDonaghs Wild Horse Nine läuft zwar in Toronto, aber nach der Premiere in Venedig. (TIFF)
Bestätigt, und getrennt vom öffentlichen Festival organisiert. Genau das Stück, das Toronto neben Cannes und Berlin fehlte. (TIFF)
Beide stehen auf der Liste für die Gala am 13. September, neben Isabelle Huppert und Lee Chang-dong. (TIFF, Screen Daily)
Knapp daneben, angekündigt sind 293 Titel. Trotzdem riesig, nur eben nicht die runde Zahl, die alle nachplappern. (Gold Derby)
Ein gutes Omen, keine Eintrittskarte. Einige Gewinner holten den Oscar, viele andere eben nicht. (TIFF)
Villeneuve: The Rise of a Legend erzählt die frühen Jahre von Gilles Villeneuve. Kanadisches Festival, kanadische Rennlegende. (TIFF)