Roland-Garros 2026 Herrenfinale
Alexander Zverev hat es endlich geschafft: Der 29-jährige Hamburger gewann am 7. Juni 2026 das Finale der French Open gegen Flavio Cobolli und ist erstmals Grand-Slam-Champion.
Der Kontext
Zverev erlöst sich – und ganz Deutschland
Nach 13 Jahren auf der Tour, mehreren verpassten Chancen und mindestens einem verlorenen Grand-Slam-Finale (2024 in Paris gegen Carlos Alcaraz) hat Alexander Zverev sein erstes Major gewonnen. 6-1, 4-6, 6-4, 6-7(5-7), 6-1 gegen den Italiener Flavio Cobolli – ein Fünfsatz-Drama auf dem Court Philippe-Chatrier, das Zverev am Ende klar für sich entschied.
Er ist der erste deutsche Mann, der einen Grand-Slam-Einzeltitel gewinnt, seit Boris Becker 1996 bei den Australian Open triumphierte. Dreißig Jahre Warten für den deutschen Tennis-Fan – jetzt ist es vorbei.
Das Turnier selbst war von Absenzen geprägt: Titelverteidiger Carlos Alcaraz sagte wegen einer Handgelenksverletzung ab, Jannik Sinner verlor bereits in der zweiten Runde, Novak Djokovic scheiterte in der dritten. Das war die Bresche, durch die Zverev marschierte – souverän, mit einem Halbfinalsieg gegen João Fonseca.
Für Cobolli, Nummer 10 der Setzliste, war es das erste Grand-Slam-Finale überhaupt. Er bezwang im Halbfinale Félix Auger-Aliassime und zeigte, dass er zur Weltspitze aufgeschlossen hat – auch wenn der große Titel diesmal ausblieb.
Zverev ist damit der Beweis, dass man auch als ewiger Mitfavorit noch ankommen kann. Mit 29 Jahren, nach allem, was war: Diese Geschichte schreibt sich niemand schöner.