Robert Pattinson
Robert Pattinson ist vom Teenie-Vampir zum ernstzunehmenden Arthouse-Star geworden – und genau diese Verwandlung macht ihn so faszinierend.
Robert Pattinson (* 13. Mai 1986 in London) ist ein britischer Schauspieler, der durch die Twilight-Saga (2008–2012) zum globalen Superstar wurde – und diesen Status seitdem systematisch zu untergraben versucht. Was zunächst wie Selbstsabotage wirkte, erwies sich als kluger Plan: Heute gilt er als einer der mutigsten Charakterdarsteller seiner Generation.
Nach Twilight wählte Pattinson konsequent Rollen abseits des Mainstreams – von David Cronenbergs Cosmopolis (2012) über Claire Denis’ The Stars at Noon bis zu Robert Eggers’ radikal düsterem The Lighthouse (2019). Den endgültigen Beweis seiner Wandlung lieferte er 2022 als Bruce Wayne in Matt Reeves’ The Batman, einem der kritisch gefeiertsten DC-Filme überhaupt.
Pattinson wuchs in Barnes, London, auf und begann seine Karriere am Theater, ehe er 2005 als Cedric Diggory in Harry Potter und der Feuerkelch internationale Aufmerksamkeit erlangte. Die Twilight-Jahre machten ihn reich und berühmt, kosteten ihn aber auch viel – Privatsphäre, künstlerische Glaubwürdigkeit und, zeitweise, seinen Seelenfrieden.
Warum suchen so viele Menschen nach ihm? Weil er das seltene Kunststück vollbracht hat, einen popkulturellen Fluch in einen künstlerischen Trumpf zu verwandeln. Und weil die Twilight-Nostalgie-Welle der frühen 2020er Jahre eine ganz neue Generation dazu gebracht hat, sich zu fragen: Wer ist dieser Mann eigentlich wirklich?