Laura Dahlmeier - Häufige Fragen
Laura Dahlmeier war Deutschlands erfolgreichste Biathletin ihrer Generation: zweifache Olympiasiegerin von Pyeongchang 2018, siebenfache Weltmeisterin – und eine leidenschaftliche Alpinistin, die im Juli 2025 bei einem Bergunfall in Pakistan ums Leben kam.
Laura Dahlmeier – ein Leben zwischen Weltspitze und Berg
Laura Dahlmeier, geboren am 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen, galt schon als Teenagerin als Jahrhunderttalent des deutschen Biathlons. Sie wuchs in einer sportbegeisterten Familie auf: Ihre Mutter und ihre Tante waren erfolgreiche Mountainbikerinnen, ihr Vater leitet die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Berge waren von Anfang an ihr Zuhause.
Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit Titeln bei Weltmeisterschaften ab 2015, doch die Krönung folgte bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang: Gold im Sprint, Gold in der Verfolgung, Bronze im Einzel. Insgesamt sieben Weltmeistertitel und der Gesamtweltcup 2016/17 machten sie zur dominantesten Athletin ihrer Ära – vergleichbar prägend für den deutschen Sport wie einst Steffi Graf im Tennis.
Im Mai 2019 überraschte sie die Öffentlichkeit mit ihrem Rücktritt im Alter von nur 25 Jahren. Statt weiter Medaillen zu jagen, studierte sie Sportwissenschaft, analysierte Biathlon-Rennen als Expertin im ZDF und wurde staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin. Wer sie erlebte, beschrieb eine Frau, die im Hochgebirge genau die Freiheit fand, die ihr der Leistungssport zuletzt nicht mehr gab.
Am 28. Juli 2025 wurde Laura Dahlmeier am Laila Peak im pakistanischen Karakorum von einem Steinschlag getroffen und kam ums Leben. Ihre Seilpartnerin überlebte. Auf Wunsch der Familie wurde sie nicht geborgen – sie blieb in den Bergen, wie es in der Mitteilung ihres Managements hieß. Die Trauer ging weit über den Wintersport hinaus; in Garmisch-Partenkirchen und in der gesamten Sportwelt wurde ihrer mit großer Anteilnahme gedacht, ähnlich öffentlich wie zuletzt bei deutschen Sportgrößen wie Dennis Schröder, wenn auch aus völlig anderem Anlass.
Ihr Vermächtnis ist doppelt: das einer Ausnahmeathletin, die auf dem Höhepunkt den Mut hatte loszulassen, und das einer Alpinistin, die ihre Leidenschaft bis zuletzt lebte. In Garmisch-Partenkirchen, bei der IBU und bei Millionen Zuschauern bleibt ihr Name unvergessen.