Charlie Sheen
Charlie Sheen, einst der bestbezahlte Schauspieler im US-Fernsehen, meldet sich 2025 mit einem Netflix-Dokumentarfilm und einem Bestseller-Memoir zurück – und spricht offener denn je über Nüchternheit und HIV.
Charlie Sheen, geboren am 3. September 1965 als Carlos Irwin Estévez, ist einer der bekanntesten und zugleich widersprüchlichsten Schauspieler Hollywoods. Seinen ersten großen Durchbruch feierte er in Oliver Stones Kriegsdrama Platoon (1986) und im Wirtschaftsthriller Wall Street (1987). Der Sprung zum Mega-Stardom gelang ihm jedoch im Fernsehen: Als Charlie Harper in der CBS-Sitcom Two and a Half Men war er zeitweise der bestbezahlte Schauspieler im gesamten US-Fernsehen.
2011 eskalierte sein öffentlicher Absturz spektakulär: Nach einem erbitterten Streit mit Produzent Chuck Lorre wurde Sheen aus der Serie gefeuert. Es folgten turbulente Jahre, geprägt von Schlagzeilen über Drogenmissbrauch und exzentrische öffentliche Auftritte. Im November 2015 machte er seinen HIV-positiven Status in einem Interview öffentlich – ein Moment, der international für Aufsehen sorgte und eine wichtige gesellschaftliche Debatte über das Virus auslöste.
Der Wendepunkt, den Sheen selbst beschreibt: Er sagt, seit 2017 nüchtern zu sein. 2025 rückte er wieder stark ins Rampenlicht, als der Netflix-Dokumentarfilm aka Charlie Sheen erschien und sein Memoir The Book of Sheen zum Bestseller wurde. Die Berichterstattung hält bis 2026 an – diesmal mit einem anderen Fokus: Langzeit-Nüchternheit, Selbstreflexion und ein Leben mit HIV unter Kontrolle.
Sheen stammt aus einer Schauspielerdynastie: Sein Vater ist Martin Sheen, seine Brüder Emilio Estévez und Ramon Estévez sind ebenfalls in der Branche aktiv. Er war mehrfach verheiratet, hat Kinder aus verschiedenen Beziehungen und blieb auch nach seinen turbulentesten Jahren eine der meistgesuchten Persönlichkeiten im deutschen wie internationalen Internet.