Boris Becker - Häufige Fragen
Boris Becker wurde mit 17 zum jüngsten Wimbledon-Sieger der Geschichte und zur Tennis-Legende – später machten Insolvenz und eine Haftstrafe in London Schlagzeilen, inzwischen hat er beides hinter sich.
Boris Becker – Wimbledon-Märchen, Fall und Comeback des Tennisidols
Boris Becker, geboren am 22. November 1967 in Leimen, schrieb 1985 Sportgeschichte: Als ungesetzter 17-Jähriger gewann er Wimbledon und wurde über Nacht zum Weltstar. Zwei weitere Wimbledon-Titel, Siege in Melbourne und New York sowie die Spitze der Weltrangliste folgten. „Boom-Boom“ Becker stand für kraftvolles, kühnes Tennis – und machte den Sport in Deutschland zum Massenphänomen. Bis heute gehört Wimbledon zu den Turnieren, bei denen sein Name unausweichlich fällt.
Nach dem Karriereende 1999 blieb er dem Tennis treu: Als Kommentator, als Turnierdirektor in Halle und vor allem als Cheftrainer von Novak Djokovic, mit dem er zwischen 2014 und 2016 sechs Grand-Slam-Titel holte.
Dann der Absturz: 2017 wurde in London die Insolvenz über ihn verhängt, im April 2022 verurteilte ihn ein britisches Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft, weil er im Verfahren Vermögen verschwiegen hatte. Nach acht Monaten kam er im Dezember 2022 frei und wurde nach Deutschland abgeschoben. 2024 wurde er aus dem Insolvenzverfahren entlassen – ein Gericht bescheinigte ihm, alles Zumutbare zur Rückzahlung getan zu haben.
Heute lebt Becker überwiegend in Mailand, ist seit September 2024 mit Lilian de Carvalho Monteiro verheiratet und wurde Presseberichten zufolge im November 2025 erneut Vater. Als TV-Experte und Redner ist er wieder voll im Geschäft – eine der bemerkenswertesten Aufstieg-und-Fall-und-Wiederaufstieg-Geschichten des deutschen Sports.